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stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

um die Sache besser zu verdeutlichen, habe ich aus der zweiten Reihe des Zwölferblocks die dritte Marke ausgeschnitten und zwar so, dass die Ränder den halben Abstand zu den Nachbarmarken haben.

Das Soll, für eine vollrandige Marke der Oldenburg MiNr. 5, sieht so aus:



Wie Altsax geschrieben hatte, kann man nun eine Toleranz einräumen. Die im Michel definierte Toleranz sieht so aus:



Der Michel will uns glauben schenken, dass es sich bei beiden Marken bzw. Schnitten, um vollwertige handelt.

Das kann doch nur jemand glauben, der die Zwergmarke unbedingt zum vollen Preis prüfen oder handeln möchte.

Nach meiner Meinung handelt es sich aber, bei dem Schnitt im zweiten Bild, nicht um einen vollwertigen sondern um einen Schnitt II. Wahl!

Bisher habe ich hier noch kein einziges Sachargument gelesen, warum meine Beurteilung, dass es sich um einen Schnitt bzw. um eine Marke II. Wahl handelt, falsch sein soll?

MfG
Markus

03.01.17, 11:27:37

Herby

(Mitglied)

Hallo zusammen!

Ich verstehe die ganze Sache langsam nicht mehr traurig

Klar, die letzte Marke ist Zwergenschnitt, aber sie ist vollrandig und einwandfrei, daran gibt es nix zu rütteln. Wenn jemand eine breitere will, wird er diese nicht kaufen, Fertig-Aus!

Was soll diese Show-Room-Aktion bezwecken? Das ein Prüfer nicht mehr die volle Provi kassieren kann? (Würde in ständigen Streitereien mit Prüfern ausarten!)

oder: Das sich ein Käufer bei einer Auktion blind eine einwandfreie Marke kaufen kann, die dann garantiert breitrandig sein muss? Dies wiederum wäre Faulheit und gehört ebenfalls nicht unterstützt.

Auch wenn der Bär hier nochmals 1400 Stücke vorstellen wird (womit zu rechnen ist!) Es ändert doch nichts an der Sachlage.


verwirrt Herby
03.01.17, 11:42:32

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von Herby:
Klar, die letzte Marke ist Zwergenschnitt, aber sie ist vollrandig ...

Hallo Herby,

Du widersprichst Dir selbst!

Ist sie nun im Zwergenschnitt oder vollrandig?

Vollrandig ist die Marke, welche das Soll erfüllt. Das Soll sehe ich bei Zwergenschnitt nicht erfüllt.

MfG
Markus

03.01.17, 11:51:07

Herby

(Mitglied)

Da hast Du völlig Recht

DU siehst die Marke als nicht vollrandig, die anderen schon freuen

und DU hättest dies gerne geändert, hab ich es gecheckt?

Grüßle, Herby
03.01.17, 12:01:49

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 03.01.17, 13:38:21

Hallo Herby,

ja, Du hast es gecheckt! freuen

Die auf ebay angebotene, ist real gesehen lupen- bis engrandig.



Sie ist niemals vollrandig. Selbst wenn man bei dieser Ausgabe den Toleranzwert auf die Hälfte des Soll heruntersetzen würde, könnte sie immer noch nicht als eine vollrandige bezeichnet werden, da die Ränder an allen Seiten dann immer noch unter einem vernünftig festgelegten Toleranzwert liegen würden.

Die Beispiele zeigen, die ich unendlich lange weiter führen könnte, auch in gebraucht und mit allen anderen Wertstufen dieser II. Ausgabe von Oldenburg, dass die meisten Marken einen weitaus großzügigeren Schnitt haben und vermutlich, bei Definition eines vernünftigen Toleranzwert, als voll- bis breitrandig zu bezeichnen wären.

Warum wird gerade bei dieser Ausgabe, gegenüber allen anderen klassischen Marken, die vergleichbare Abstände der Markenbilder in Bogen aufzeigen (Österreich I. Ausgabe, war ja nur ein Beispiel, ferner führte ich Norwegen MiNr. 1 im ursprünglichen Thread auf), auch altdeutschen, hier im Insbesonderen der Toleranzwert bis auf das Markenbild heruntergesetzt? Man beachte einfach die Katalogwerte, der Marken Oldenburg II. Ausgabe, und dann wird klar, dass sich eine solche Maßnahme genau bei dieser Ausgabe für Prüfer und vielleicht auch für den Handel lohnt. Der Sammler, der nicht den Marktüberblick hat, ist der Leidtragende.

Derart unterformatige geschnittene Marken der II. Ausgabe von Oldenburg, sind nach meiner Überzeugung Marken II. Wahl.

MfG
Markus

03.01.17, 13:36:48

Herby

(Mitglied)

geändert von: Herby - 03.01.17, 14:17:02

Hallo Teddy!

Ja, ist mir schon alles völlig klar, bei Württemberg 11 - 15 dieselbe Geschichte.

Nur: Es lohnt doch weder für den Handel, noch für die Prüfer

Prüfer: Er würde weniger Marken als bisher als einwandfrei prüfen dürfen, macht weniger Gewinn

Handel: Es müssten Marken im Preis korrigert werden, weil 2. Wahl, also weniger Gewinn als bisher

Sammlerschaft: Viele Prüfbescheinigungen wären nicht mehr aktuell und somit wertlos - das schafft Freude & Freunde!

Jeder kann subjektiv seine Marke einschätzen wie er mag, meist gibt es immer irgendwo eine die irgendwie ein Fitzelchen schöner, breiter oder besser wäre, dies gilt für alle Marken der Welt.

Muss man denn alle 14 Tage irgendwas in Frage stellen was 100 Jahre galt?

Ich empfinde es als entmündigend, wenn mir andere Leute sagen was ich als gut einschätzen soll. Ich will eine Marke sehen, gut finden, kaufen und besitzen, gar stolz darauf sein und das ist mein individueller Maßstab.

Fazit: Solche Diskussionen über Qualitätsansprüche von 160 Jahre alten Marken immer weiter in die Höhe zu schrauben, obgleich sie täglich älter und seltener werden ist einfach widersprüchlich. Ich habe das Gefühl, hier wollen Spitzensammler (die schon alles haben, das Album ist längst übervoll und es geschieht nix mehr neues), ihre Marken noch mehr hervorheben und immer noch weiter untergliedern um sich gegenseitig zu übertrumpfen. Frei nach dem Motto: Ich habe den längsten, ääh, also den breitesten Rand natürlich freuen

Dies schadet jedoch auch dem Normalsammler, dem eben eine engrandige vollauf genügt. Ihr mit diesem Gehabe zertrümmert diesen Sammlern ihren Stolz auf die eigene Sammlung. (Ja ich weiß: Weiterentwicklung, neuster Stand der Technik & des Wissens, blablabla, ist schon klar und oft auch wichtig!) Aber es geht hier nur um optische Eindrücke und Maßstäbe die diese Subjektivität festschreiben sollen!!

Mal darüber nachdenken, oder?

Grüße, Herby

PS: Bitte nicht persönlich nehmen, ich meine dies ausdrücklich allgemein!
03.01.17, 14:14:48

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Herby,

nur weil 100 Jahre etwas falsch gehandhabt wurde, vor allem zu einer Zeit, wo es noch genügend Sammler gab, heißt das nicht, dass dies richtig war. Genügend Beispiele, wo man sich mittlerweile von der bisherigen philatelistischen Meinung um 180 Grad gedreht hat, gibt es ja mittlerweile.

Richtig wäre doch, die besagte ebay-Marke als "lupen- bis engrandig, sonst einwandfrei" zu attestieren.

Nachstehend zwei weitere Einzelstücke in ungebraucht. Diese jeweils mit Fotoattest von Herrn Berger BPP (bisher hatten wir erst eins von Herrn Berger unter Laufnummer 15 gesehen).

Vielleicht bemerkst Du den wesentlichen Unterschied, zwischen den Attestformulierungen von Herrn Berger, zu denen von Herrn Stegmüller. Nimm Dir dazu ruhig ein bisschen Zeit, betrachte auch noch einmal die anderen Marken, bei denen Atteste dargestellt sind. Achte vor allem auf den Randverlauf und wann wer wie formuliert.

019) HBA, Hamburg, 61. Auktion, Ausruf Euro 600.- (Zuschlag 640.-)

020) HBA, Hamburg, 62. Auktion, Ausruf Euro 500.- (Zuschlag 450.-)

MfG
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 05_019-HBA-61_1.jpg (131.27 KByte | 5 mal heruntergeladen | 656.34 KByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 05_019-HBA-61_2.jpg (78.29 KByte | 8 mal heruntergeladen | 626.31 KByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 05_019-HBA-61_3.jpg (103.73 KByte | 60 mal heruntergeladen | 6.08 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 05_020-HBA-62_1.jpg (120.97 KByte | 5 mal heruntergeladen | 604.83 KByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 05_020-HBA-62_2.jpg (104.01 KByte | 49 mal heruntergeladen | 4.98 MByte Traffic)


03.01.17, 14:45:32

Herby

(Mitglied)

Hello again!

Okay, absolut in Ordnung, die breitrandige Marke ist natürlich optisch besser, sieht jeder auf den ersten Blick.

Aber ich kann jetzt hier keine Staatsaffäre daran erkennen, sondern ich stelle mir vor: Ich habe beide angeboten bekommen, welche nehme ich... So einfach ist das.

Wenn ich 100 Atteste durchlese, werde sogar "ich" bei 20 sagen: Dies hätte ich anders formuliert, aber auch deshalb fällt in China nicht das berühmte Fahrrad auf den Sack Reis - Nur der Teddy ruckelt immer wieder am Lenker rum freuen

Beantworte doch einfach mal die Frage was es Dir persönlich & der Menschheit bringt wenn die Prüfer schmalrandig als Mangel darstellen, und nicht wieder drumrum reden - FAKTEN!

Herby ;-)

03.01.17, 15:03:48

brombeermann

(Mitglied)

Palaiss hat es mit seinen Beiträgen heute richtig formuliert.
Markus, Du merkst gar nicht mehr, daß den Forenteilnehmern hier,
Deine Texte auf die Nerven gehen. Glaubst Du denn, Dich
nimmt noch einer für ernst? Deine Ein-Mann-Show bezüglich
Qualitätsansprüchen und wie wir zu sammeln haben, war und ist
schlicht weg gesagt, überflüssig. Denke an den Sack Reis!
Du machst Dich selbst noch mehr lächerlich.

Noch einen schönen Tag an alle,
Walter
03.01.17, 15:17:24

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Herby,

augenscheinlich muß ich noch mehr auf die Sprünge helfen.

Lies Dir doch einmal das Attest von Herrn Berger, zu der schmalrandigen Marke durch. Kannst Du irgend einen Vermerk wie "vollrandig" entdecken oder das er überhaupt, außer über die Abbildung, auf den Randverlauf eingeht?

Bei der zweiten Marke schreibt er als Nachsatz "Eine gut geschnittene, farbfrische Marke.". Wo steht voll- oder breitrandig. Beachte hierzu auch das Attest unter Laufnummer 15

Mag sich Herr Berger vielleicht auch nicht mit der im Michel hinterlegten Definition, dass eine bis zum Markenbild heruntergeschnittene Marke der II. Ausgabe von Oldenburg als eine vollrandige zu gelten hat, einverstanden erklären wollen?

Meine Argumentation, warum "lupen- bis engrandig, sonst einwandfrei" die richtige Attestformulierung für die besagte, bei ebay angebotene Marke wäre, habe ich vorgebracht. Bisher kann ich kein Sachargument erkennen, warum mein Vortrag falsch wäre.

Du fragst, was es mir bringt? Diese Beiträge schreibe ich nicht in einer Erwartungshaltung, dass sie mir einen persönlichen Vorteil einbringen. Es ist ganz einfach meine Überzeugung, dass ein philatelistischer Missstand besteht und dies mache ich kund.

MfG
Markus


@ brombeermann
Niemanden schreibe ich vor, wie er zu sammeln hat. Lediglich weiße ich auf einen Missstand bei der Katalogisierung zur II. Ausgabe von Oldenburg hin. Das es sich um einen Missstand handelt, ist hier von mir substantiiert erklärt und mit zahlreichen Bildern dokumentiert. Die Dokumentation, kann wie gesagt noch erweitert werden. Wer würde denn wirklich auf Nachfrage einem Sammler empfehlen, diese bei ebay angebotene Marke zu kaufen? Würdest Du einem Sammler-Kollegen, der Dich auf die Marke anspricht, eine Empfehlung zum Kauf aussprechen?


03.01.17, 16:22:39
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