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stampsteddy

(Gast)

geändert von: stampsteddy - 17.03.17, 17:39:56

Hallo Jürgen,

vor Beitragserstellung, hatte ich dem einen Zebra durch die Lupe ins Auge gesehen und dabei wunderte ich mich schon, wie detailliert alles ist und die Linien sehr gerade sind. Soll heißen, diese Merkmale sprechen eher für einen Holzschnitt. Der helle Untergrund ist klar, der ist Steindruck.

Wie Du siehst, stelle ich nicht nur auf Quetschränder ab, wenn es um die Unterscheidung von Buch- und Steindruck geht.

Interessant ist, dass die rote Druckfarbe des Steindruck bei dieser Karte auch kleckst, so wie wir es von einigen Sachsendreiern im Buchdruck kennen. Siehe u.a. den roten Punkt unter dem "L" von "KÖLN".

Nachstehend noch zwei Bilder von der roten Druckfarbe im Steindruck auf der Karte, aufgenommen mit meinem USB-Mikroskop. Näher komme ich nicht dran und besser bekomme ich es im Moment nicht hin. Zum Vergleich folgt noch ein Teilausschnitt eines Sachsendreiers (Buchdruck), aufgenommen unter einer Stereo-Lupe von Leika (das Bild wurde mir per email zugesendet und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt).

Siehst Du, ich muß technisch aufrüsten. Du liegst halt auch manchmal daneben, mit Deinen Schlußfolgerungen. geschockt

MfG
Markus
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17.03.17, 17:34:29

stampsteddy

(Gast)

Zitat von Juergen Kraft:
Zitat von stampsteddy:
Hallo Jürgen,

dies ist ganz wunderbar, dass ich mich verschätzt habe.
Daraus kann man ableiten, dass dies jedem an einem Bild passieren kann. zwinkern

Der in der BPP-Schriftenreihe abgebildete Dreier, den Herrn Pfenninger einst als echt prüfte und von Herrn Rismondo als Steindruck-Fälschung unbekannter Herkunft erkannt wurde, sieht auf der Abbildung wie ein echter aus.

Gehört das kleine Teilbild eigentlich zu einer Briefmarke und wenn ja, zu welcher? Rein aus Interesse und der Vollständigkeithalber.

MfG
Markus


Hallo Markus,

Bayern mit Aufdruck "Deutsches Reich"

https://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=2823&page=4&goto=145282

Hallo Jürgen,

dies ist die Marke, mit denen viele Sammler in der Unterscheidung Schwierigkeiten haben. Am einfachsten lassen sich beide Sorten über die Aufdruckfarbe unterscheiden.

Fieswutzelige Sache aber auch.

MfG
Markus
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17.03.17, 17:57:44

Steuerhansel

(Mitglied)

@stampsteddy

"Leider schreiben die, die sich wegen diesem Thread hier aus dem Forum verabschiedet haben, nicht ihren Grund für die Verabschiedung."

Du solltest vielleicht froh sein, dass die Gründe hier nicht genannt werden, unter Umständen würdest Du Dein blaues Wunder erleben.

Gruß Andreas
18.03.17, 11:04:48

Chip

(Neues Mitglied)

Ich lese jetzt als Neuling schon seit längerem die diversen Threads zum Sachsendreier bzw. Lichtdruck bzw. Druckunterschieden.

Stampsteddy, Altsax und auch Juergen Kraft schreiben wirklich sehr interessante Beiträge mit viel Fachwissen. Sehr spannend und lehrreich zu lesen!

Natürlich kann man verschiedene Ansichten haben und versuchen, diese mit Beweisen zu belegen und sein Gegenüber zu überzeugen. Das gehört zum Wesen einer Diskussion. Aber wie @palaiss einfach nur immer den anderen in Fettschrift zu beleidigen und darauf hinweisen, dass ein geäussertes Votum in einen völlig anderen Thread gehört, ist nicht gerade die beste Diskussionsart. Ich vermisse bei @palaiss (in diesen Beiträgen) jegliches Fachwissen, was nicht gerade dazu führt, dass diese Beiträge mehr Überzeugungskraft erhalten.

Also bitte @palaiss: Lass die anderen ihre - wenn auch z.T. konträren - Meinungen austauschen, denn diese Art bringt dem Thema Fortschritte. Deine Beiträge sind eigentlich nur emotional (ohne sachlichen Inhalt).

Ist nur meine Meinung.

Liebe Grüsse,
Chip
18.03.17, 23:24:58

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Chip,

in diesem Forum geht es primär um den Austausch von Wissen. Dazu gehören selbstverständlich Fragen aller Art, die erwünscht sind. Dazu kann der Fragesteller auch seine Meinung schreiben.

Dabei sollten die Forenregeln, im Prinzip Sachlichkeit, Respekt, Anstand, Sorgfalt und die Beachtung der richtigen Themenüberschriften nicht aus dem Auge verloren werden. Zusätzlich sollte Qualität vor Quantität gehen. Sehr unterschiedliche Vorkenntnisse der vielen unbekannten Leser sollten auch berücksichtigt werden. Dabei helfen zum Beispiel Links auf Beiträge, die erwähnte Sachverhalte bereits dargestellt hatten. Das läuft schon gut. Andere Dinge können verbessert werden.

J. Kraft Apt. 17 38612 El Médano Tenerife - Spanien
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
19.03.17, 16:23:32

stampsteddy

(Gast)

Hallo Jürgen,

heute möchte ich ein im Buchdruck hergestelltes Original einer Württemberg MiNr. 50 im Vergleich mit einer wohl im Lichtdruck hergestellten Fournier-Fälschung zeigen. Zumindest habe ich irgendwo gelesen, dass sich Fournier dem Lichtdruck bedient haben soll.

Wenn das Papier und die Zähnung der Fälschung nicht deutlich abweichend wäre, dann wäre die Fournier-Fälschung bestimmt um ein vielfaches gefährlicher.

Den Druck betreffend, fallen mir folgende Unterschiede im Vergleich zwischen Original und Fälschung auf:

1) beim Original wirkt die Druckfarbe wie in mehreren Schichten aufgestapelt, hingegen bei der Fälschung dünn und plan (flach) aufliegend. Dies zeigt sich auch deutlich im Schräglicht unter der Lupe.

2) bei der Fälschung ist die Druckfarbe von feinen Linien eingerahmt (siehe die roten Pfeile in Bild 2). Es handelt sich hierbei aber wohl um keine Quetschränder, wie sie beim Buchdruck entstehen (wie kann man diese Linien drucktechnisch korrekt beschreiben? Mir selbst fehlen die Worte dazu).

3) beim Original bzw. beim Buchdruck prägt der Rahmen vom Markenbild leicht auf der Rückseite durch. Hingegen bei der Fälschung auf der Rückseite nichts durchprägt (auch dann nicht, wenn dünneres Papier verwendet worden wäre).

Im linken Teil der Bilder jeweils das Original, im rechten die Fälschung.

Im Falle Dir noch weitere Erklärungen zu dem Vergleich möglich sind, wäre dies überaus freundlich und willkommen.

MfG
Markus
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19.05.17, 07:56:11

Darklook

(Mitglied)

Danke für dieses Beispiel, lieber teddy, irgendwie habe ich langsam das Gefühl, ich müsste jede Marke zwei- bis zehnmal unter allen denkbaren Gesichtspunkten anschauen, um eine Vorstellung zu bekommen, ob sie richtig sein könnte.

Beste Grüsse
Gerhard
19.05.17, 17:08:35
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