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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier einmal ein Beleg ins Königreich Sachsen. Der kommt nächste Woche in Frankreich unter den Hammer und ich finde, es lohnt ihn zu zeigen.
Dateianhang:

 nach Sachsen-600.jpg (61.88 KByte | 14 mal heruntergeladen | 866.28 KByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

19.08.09, 20:30:11

bayern klassisch

(Gast)

... in Buenos Aires direkt auf ein französisches Postschiff ("par paquetbot francais via Bordeaux") gebracht, erkenntlich an dem 8eckigen Stempel und mit 2 Francs 40 Centimes passend frankiert.

Preußen (Aachen) erhielt den Postvereinsanteil, Sachsen gar nichts. So war der Postverein eben ...

Toller Brief - wer den kauft, macht nichts falsch.

Liebe Grüsse vom urmel
19.08.09, 20:45:24

Altsax

(Mitglied)

Um den interessanten thread mit Leben zu erfüllen, ein weiteres Beispiel.

Altsax
Dateianhang (verkleinert):

 Athen - Leipzig , 8.6.1867, kl.jpg (153.09 KByte | 4 mal heruntergeladen | 612.37 KByte Traffic)

20.08.09, 11:31:11

helmstedt333

(Mitglied)

Ein interessanter Brief aus Antwerpen ( Anvers) Belgien nach Gera.
Dateianhang (verkleinert):

 IMG_0040.jpg (1.03 MByte | 3 mal heruntergeladen | 3.09 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 IMG_0041.jpg (1015.75 KByte | 1 mal heruntergeladen | 1015.75 KByte Traffic)

26.01.14, 23:49:20

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 29.01.14, 13:55:42

Hallo helmstedt333,

interessant an dem Brief ist die "Entstehungsgeschichte" der div. Taxierungen.

Siegelseitig vermerkte Preußen 2 (Sgr.), das war die Taxe für den 2. belgischen Taxrayon, umgerechnet in preußische Währung. Daraus machte man dann in der falschen Annahme, daß das Fürstentum Reuß im (taxisschen) Kreuzerbezirk läge, 16 bzw. 17 Kr. Deren Umrechnung in die reguläre Silbergroschenwährung ergaben die letztlich vom Empfänger erhobenen 5 Sgr.

Die beiden "Zwischenstufen" "5 4/10" und "5 1/2" könnten Bestellgeld eingeschlossen haben, das letztlich aber nicht erhoben worden ist. Dazu müßte sich ein Taxissammler äußern können, was es empfehlenswert macht, den Beitrag unter dieses Sammelgebiet einzuordnen.

Beste Grüße

Altsax
29.01.14, 13:54:16

****i********

(vom Nutzer beendet)

geändert von: ****i******** - 24.02.18, 17:55:35

Ich versuche mich gerade an einer Beschreibung dieses Briefs, der bei der letzten Auktion des Potsdamer Phila-Bueros liegenblieb, und den ich dann im Nachverkauf gerettet habe freuen

Aufgegeben nach Abgang der letzten Post (R2 APRES LE DEPART in schwarz) in Sedan am 25. Dezember 1856 (K2 SEDAN in schwarz und Punktnummernstempel Kleine Ziffer 2855 in schwarz), und vom Empfaenger ueber Preussen dirigiert (hs "Voie de Prusse").

Am 26. Dezember durchlief der Brief das Grenzpostamt GIVET (K2 in schwarz auf der Rs.) und am 28. Dezember das preussische Grenz-PA Aachen (K2 AUS FRANKREICH PER AACHEN FRANCO in rot).

Der Brief wurde in Leipzig von der Statdpost am 29. Dezember zur Auslieferung gegeben, da der Adressat aber verreist war, wurde er umdirigiert nach Friesen bei Reichenbach (im Vogtland), die zwei weiteren Zeilen darunter kann ich nicht so recht entziffern, aber ich vermute es handelt sich um eine naehere Adressenangabe.

Friesen lag im Zustellbezirk von Reichenbach, die Zustellung erfolgte im 4. Bestellgang am 5. Januar (K1 Ausgabe in schwarz auf der Rs.)

Soweit so gut.

Frankiert ist der Brief mit 100 centimes = 1 Franc.

Der Brief zeigt widerspruechliche Vermerke:

einmal "P.D." (Paye jusqu´a destination, also voll bezahlt), dieser Abschlag liegt unter dem K2 von Aachen.

Der Stempel ist ausserdem mit Tinte gestrichen, und zwar in einer Farbe, die der der Adresskorrektur/Weiterleitung aehnlich ist. Die Streichung liegt sowohl ueber dem PD-Stempel als auch dem Aachener K2.

Dann ist da auch ein R2 "AFFRANCHISSEMENT INSUFFISANT." Es ist nicht der im Feuser fuer Aachen gezeigte, ich vermute also, er ist frz. Ursprungs, d.h., vermutlich von Givet? Auch dieser Stempel ist ausgestrichen, mit blauer Tinte, die Streichung ist also vermutlich preussischen Ursprungs.

Dann haben wir noch eine hs "2" in rotem Wachsstift. Diese liegt sowohl ueber dem R2 AFFR. INSUFF. als auch ueber dem blauen Strich.

Ich kenne die frz. Tarife leider nicht, kann jemand klaeren, was das richtige Franko fuer diesen Brief haette sein sollen?

Irrespektive dessen deute ich die zahlreichen Vermerke so, dass man in Givet der Ansicht war, der Brief sei unterfrankiert und dies durch den R2 vermerkt hat. Die Preussen widersprachen, strichen den Stempel mit blauer Tinte, brachten ihren roten PD an, und stempelten dann vor der Freigabe des Briefs mit dem FRANCO-K2. Das koennte evtl. auch die Verzoegerung von 2 Tagen erklaeren (Givet 26.12., Aachen 28.12.), sowie die zeitliche Naehe dieses Stempels zum Eingang in Leipzig.

In Leipzig wurde der Brief dann nach Reichenbach umdirigiert, dafuer fielen vermutlich 2 Ngr. an, also wurde hier der rote PD gestrichen, und die vom Empfaenger einzuziehende Gebuehr fuer die Weiterleitung mit Wachsstift vermerkt.

Macht das so Sinn? Oder habe ich da was uebersehen?

Wer mag mitraetseln, oder hat die entsprechenden postgeschichtlichen Kenntnisse mich hier aufzuklaeren?

Es dankt,
****i********
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Dateianhang (verkleinert):

 Sedan RS.jpg (305.05 KByte | 7 mal heruntergeladen | 2.09 MByte Traffic)

24.02.18, 17:51:47
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