Autor Nachricht

Altsax

(Mitglied)

Zitat von sanane:
Es ist die Dreistigkeit hoch 10, dass BDPh den Vereinen die Mitglieder zu klauen und sich der eigentlichen Aufgabe zu entledigen versucht.

Erst danach kann was sinnvolles entstehen, das auch dem Namen Dachverband entspricht.

Sprich ordentliche Unterstützung für organisierte Philatelie, in dem man auch alle Ortsvereine aktiv und effektiv im Internet präsentiert und sichtbar macht.


Ein Dachverband ist dazu da, auch das Überleben der untergeordneten Strukturen zu ermöglichen und NICHT denen die letzten Mitglieder zu klauen und sie ausbluten zu lassen.


Hallo sanane,

diese Argumente sind typisch für die Vorwürfe, die derzeit von einigen Landesverbänden gegenüber dem Vorschlag der Strukturkommission erhoben werden.

Entkleidet man sie ihrer emotionalen und formalen "Begelitmusik", läuft die Kritik auf zwei unterschiedliche Lösungsansätze für die bestehenden Probleme der organisierten Philatelie hinaus:

Die Kritiker aus den Vorständen von Verbänden und Vereinen erwarten Lösungen im Rahmen der bestehenden Strukturen. Sie gehen davon aus, daß diese Strukturen grundsätzlich gut funktionieren und lediglich durch "mehr Unterstützung von oben" in Details verbessert werden sollten. Zielgruppe der Strukturkommission hätten also neben den einzelnen Sammlern mindestens gleichwertig, wenn nicht gar vorrangig die Vereine, Verbände und Arbeitsgemeinschaften sein sollen.

Der Ansatz der Strukturkommission war ein anderer:
Zielgruppe waren ausschließlich die in 5 bis 10 Jahren (noch) aktiven Sammler, seien sie heute organisiert in Ortsvereinen bzw. dem BDPh oder auch nicht.
Der Grund für diese Sichtweise war und ist die gesellschaftliche Entwicklung im Kommunikationsverhalten. Der Brief als Träger der Briefmarke spielt im Privatbereich kaum noch eine Rolle. Kommunikation erfolgt bei der jüngeren Generation weitgehend über das Internet. Die Vereinsbindung hat in vielen Bereichen erheblich an Bedeutung verloren. Dafür existiert eine Reihe von Gründen. Ein wesentlicher Faktor ist die stark erhöhte berufliche Mobilität. Sie verhindert vielfach die regelmäßige Teilnahme an ortsgebundenen Veranstaltungen, ermöglicht aber die Nutzung von überregionalen Angeboten.
Wer diese Entwicklung nicht ins Zentrum von Strukturüberlegungen rückt, kann eine Organisation nicht zukunftsfest gestalten.

Auf Basis dieser Überlegungen entstand das Konzept der Entkoppelung der derzeit ineinander verwobenen Ebenen Ortsverein - Arbeitsgemeinschaften - Verband - BDPh.
Jeder soll für seinen Bereich nach optimalen Angeboten suchen. Die Verbindungen sollen nicht gekappt werden, sich aber nicht mehr in Einflußnahme über bestimmende Gremien ausdrücken. Daraus folgte zwingend die Beendigung der Funktion des BDPh als Dachverband anderer Verbände und indirekt der Vereine.

Selbstverständlich muß neben den Vereinen und Verbänden auch der BDPh in einer solchen Struktur ein optimales Angebot für seine Mitglieder ebenso wie für potentielle Interessenten entwickeln. Es wäre ein Mißverständnis zu glauben, daß dazu keine Notwendigkeit besteht. Die vorgeschlagene Struktur schafft dafür lediglich einen geeigneten Rahmen.

Die bisherige Diskussion über den Strukturvorschlag, soweit ich sie mitbekommen habe, geht am Kern des Projektes weitgehend vorbei. Es geht eben nicht um die Frage, welche Auswirkungen er auf die bestehenden Ortsvereine und Verbände hat. Erörtert werden müßte, ob er besser als die bisherige Struktur geeignet ist, Mitgliedern und potentiellen Interessenten in seinem Rahmen interessante Angebote zu machen. Wer das verneint, sollte es begründen und ggf. eine brauchbare Alternative anbieten.

Die seit Jahren anhaltende Tendenz in der Mitgliederentwicklung ist so dramatisch, daß es mit dem drehen an kleinen Stellschrauben nicht getan sein kann. Selbstverständlich stellt der Kommissionsvorschlag einen Bruch dar. Genau dafür ist aber die Zeit gekommen.

Beste Grüße

Altsax







13.11.18, 07:50:34

Briefmarkentor

(Mitglied)

Hier ein interessanter Zeitungsartikel zu unserem Hobby:

https://www.stuttgart-express.de/stuttgart-region/item/18869-briefmarken-sammeln-nur-was-f%C3%BCr-rentner.html

Die alten Organisationen kommen darin kaum vor.
13.11.18, 08:32:05

Juergen Haesler

(Neues Mitglied)

Hallo allerseits,

Die Einladung zu meinem Vortrag übermorgen hat offenbar zu Irritationen geführt.

Was hat US-Präsident Donald J. Trump mit dem Strukturkonzept der Kommission zu tun ?
Antwort: Natürlich rein gar nichts, absolut nichts.
Diese Antwort liegt auf der Hand, jeder weiß das auch.
Nein, das Weiße Haus in Washington hat sich nicht bei uns gemeldet. Und Michelle Obama auch nicht.

Soviel zum Humor der Briefmarkensammlers.

Und ich neige auch nicht zur Unsitte, Internes nach außen zu tragen.

Nun zu den ernsthaften Dingen:
Wir können inzwischen gleich auf mehrere gelungene Diskussionsbeiträge zum Thema „Strukturkonzept“ auf dem Nachbarforum zurückblicken. drmoeller_neuss und briefmarken-hammer haben inhaltlich saubere Zusammenfassungen meines Sindelfinger Vortrages gegeben, briefmarken-hammer hat einige Fragen aufgeworfen, die noch einer ausführlichen Antwort harren. Hier werde ich noch eine detaillierte Stellungnahme verfassen. Auch Herr Ebert hat einen guten Beitrag hierzu geleistet. Oliver (olli0816) hat am 06.11.einen Beitrag verfasst, der aus meiner Sicht die Schulnote 1+ (oder 15 Punkte) verdient hat. Klar strukturiert, präzise in der sprachlichen Formulierung und schlüssig in der Argumentationskette zeigt er mögliche Perspektiven auf für einen BDPh und die organisierte Philatelie in 20 Jahren. In dieser „volldigitalisierten“ Zukunft wird sich der BDPh und die organisierte Philatelie behaupten müssen. Der Beitrag ist so gut, dass ich ihn bei Herrn Ebert für eine Auszeichnung vorschlagen werde. Ich verteile zu Weihnachten immer kleine Präsente z.B. die Steckkarte der Deutschen Post AG mit Marken zur Frankatur von Weihnachtspost.
Ich möchte alle bitten, sich auch weiterhin rege und konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen. Die Behauptung, der BDPh sei „so tot wie Ramses II.“ (altägyptischer Pharao † 27. Juni 1213 v. Chr.) kann jedenfalls als widerlegt gelten.

Beste Sammlergrüße
Jürgen Häsler
13.11.18, 21:40:24

Altsax

(Mitglied)

Zitat von Juergen Haesler:
Was hat US-Präsident Donald J. Trump mit dem Strukturkonzept der Kommission zu tun ?


In der Auseinandersetzung zwischen Politikern bedienen sich die Kontrahenten, denen Sachargumente ausgegangen sind, gerne des Vergleichs mit prominenten Negativfiguren.

Da die Auseinandersetzung mit dem Vorschlag der Strukturkommission bisweilen ähnlichen Gesetzmäßigkeiten folgt, kann deren Mitgliedern die zweifelhafte Ehre einer Einordnung in Ränge auf der Schurkenscala zuteil werden.

Dort tummelt sich den europäischen Medien zufolge neben langjährigen bewährten Ungeheuern (Hitler, Stalin, ho chi minh, Nazis, Kommunisten,etc.) seit einiger Zeit auch ein gewisser US-Präsident.....
13.11.18, 22:24:02
Gehe zu:
Forum Regeln:

Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Beiträge zu schreiben.
Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu erstellen.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu bearbeiten.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu löschen.


HTML Code ist AUS
Board Code ist AUS
Smilies sind AUS
Umfragen sind AUS

Benutzer in diesem Thema
Es lesen 4 Gäste und folgende Benutzer dieses Thema: HausAmSee
Archiv
Ausführzeit: 0.0732 sec. DB-Abfragen: 14
Powered by: phpMyForum 4.1.4 © Christoph Roeder
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste und erhöhen deinen Komfort. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden! Datenschutzerklärung