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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Markus,

das Schreiben mit der Maschine kann auch dem Erzeuger der Briefe zu aufwändig gewesen sein.

Der angebotene Brief ist signiert DR. PENNING BPP und das bei fast allen Briefen dieser Art kein Bedarf vorlag müssen wir nicht schreiben. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Briefe echt gelaufen sind, an dem Tag des Stempels aufgegeben wurden und echt und einwandfrei sind.

Der nächste Beitrag in der Art wird kommentarlos gelöscht. Sätze in der Art von: "Nun, es gibt hierfür eine ganz einfache Erklärung. Hanna hatte in Glauchau zwei verschiedene Verehrer, von der sie Post erhielt. Die Verehrer wechselten sich, beim Aufgeben der Post an Hanna, am Postschalter ab." sind vielleicht für den Messestammtisch lustig. Hier haben sie nichts zu suchen!

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
17.07.17, 23:19:05

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

nachstehend zwei Postkarten. Die Frankaturen wurden am 02.07.45 bzw. am 20.07.45 mit dem Stempel "GLAUCHAU (SACHS) 1 c" entwertet, daneben kleben R-Zettel mit den Nummern 339 bzw. 967.

Die erste Postkarte ist m.E. nachträglich beschriftet, die zweite Postkarte ist überhaupt nicht beschriftet (die Bildauflösung ist gut, es sind auch keine Radierungsspuren vorhanden).

MfG
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 GLAUCHAU-1-c-1945-07-02_339.jpg (129.83 KByte | 12 mal heruntergeladen | 1.52 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 GLAUCHAU-1-c-1945-07-20_967.jpg (211.09 KByte | 7 mal heruntergeladen | 1.44 MByte Traffic)

18.07.17, 07:12:35

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

der nachstehende "R-Brief" wird vom Anbieter als BRIEFSTÜCK angeboten. Dies macht auch Sinn, da die Adresse nach Berlin nur ein FAKE ist.

Entwertungsstempel "GLAUCHAU 1 b 18.7.45" und rückseitig findet sich ein Abschlag "GLAUCHAU (SACHS) 1 c 18.7.45" und kein Berliner Ankunftsstempel. Herr Zierer BPP hat auch nur als Briefstücke signiert.

Glauchau MiNr. 20 bis 29

MfG
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 GLAUCHAU-1-b-1945-07-18_001-ebay-232393753466.jpg (383.31 KByte | 12 mal heruntergeladen | 4.49 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 GLAUCHAU-1-b-1945-07-18_002-ebay-232393753466.jpg (160.72 KByte | 4 mal heruntergeladen | 642.89 KByte Traffic)

18.07.17, 08:00:01

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo?

welche Erkenntnis bringt das jetzt? Ich sammle keine Lokalausgaben und keine anderen "Provisorien". Für fast alle gab es gar keine wirkliche Notwendigkeit.

Wer das sammelt, dürfte wissen, dass die meisten Stücke philatelistischen Ursprungs sind. Viele hatten noch genug Reichsmark und zu kaufen gab es fast nichts. Da haben viele Sammler eben ein paar lustige "Belege" initiiert.

Das Thema heißt: "Ist die Marke echt".

Was sollen deine letzten Beiträge? Sind alle Marken falsch?

Ich muss jetzt wieder alles umhängen in ein neues Thema: "diese Stücke hält Stampsteddy nicht für sammelwürdig". Da kannst du dann alles zeigen, was du nichts magst.

Aus ganz allgemeinen Gründen wäre es der Philatelie allerdings dienlicher, du würdest zeigen, was Freude macht und der Philatelie ein positives Image geben, statt dauernder Verschwörungstheorien.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
18.07.17, 14:32:12

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von Juergen Kraft:
Wer das sammelt, dürfte wissen, dass die meisten Stücke philatelistischen Ursprungs sind. ...

Ich muss jetzt wieder alles umhängen in ein neues Thema: "diese Stücke hält Stampsteddy nicht für sammelwürdig". Da kannst du dann alles zeigen, was du nichts magst. ...

Hallo Jürgen,

durchaus gibt es nach meiner Erfahrung viele Sammler, denen nicht bewusst ist, dass das meiste aus dieser Zeit philatelischen Ursprungs sind.

Das die Stempelabschläge aus GLAUCHAU bei vorstehenden Belegen zeitgerecht sind, daran bestehen bei mir keine Zweifel. Auch habe ich nirgends geschrieben, dass ich diese Stücke nicht für sammelwürdig halte. Mir geht es nur darum, dass Sammler über den Umstand des philatelistischen Ursprungs umfassend aufgeklärt werden.

Unter welchen Umständen auf R-Briefen aus Glauchau, an einen Herrn Prell in Chemnitz, die Anbringung von Ankunftsstempeln erfolgte, werden wir wahrscheinlich nicht mehr lösen können. Dabei handelt es sich zum Teil um R-Briefe, welche mit ungeschwärzten Hitler- und Hindenburg-Marken frankiert wurden. Auch bei der "Korrespondenz" an Hanna in Stollberg, stelle ich zumindest die Frage, ob die Ankunftsstempel aufgrund einer Postbeförderung angebracht wurden - aber auch dies werden wir nicht abschließen recherchieren können.

Leider besteht ein Teil der Philatelie aus Fälschungen oder Verfälschungen, ebenso aus Material rein philatelistischen Ursprungs. Meiner Meinung kommt man nicht umhin, auf Machenschaften, egal welchen Ursprungs, hinzuweisen.

Mein Versuch, etwas echtes und seltenes im Thread "Sachsen / Ganzsachenausschnitt 10 Ngr" zu zeigen, ist wieder einmal kläglich gescheitert. Die Spezialisten sehen die Sache zwar als echt und selten an, aber bitte nur, wenn man es geschenkt bzw. als Beifang bekommt. Irgendwie stimmen die Relationen ganz einfach nicht.

MfG
Markus
18.07.17, 15:39:20

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo nochmal,

meinen Beitrag zur Erklärung dieses Themas habe ich zurückdatiert, damit er als erster Beitrag in dem Thema kommt.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
18.07.17, 16:19:11

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich möchte wieder auf die Belege aus dem Gebiet

LOKALAUSGABEN 1945 - KIEL (RPD-Bezirk)

zurückkommen. Werfen wir einen Blick auf das Einschreiben, das der Briefmarkenhändler Henning aus Hamburg verschickt hat. Für Einschreiben aus dem Gebiet war festgelegt, dass der Einschreibeaufkleber gleichzeitig der Nachweis über die bezahlte Gebühr von 30 Pf. für Einschreiben war. Ähnliche Regelungen gab es auch in anderen, Nichtdeutschen Gebieten. Gesammelt wird das eher nicht.

Karl Henning hat auch Versandkunden gehabt. Wer Briefmarken kaufte, bekam bessere Werte sicher per Einschreiben zugesandt. Die Frage, ob dieses Stück eines Händlers, der ungezählte Belege rein zu philatelistischen Zwecken geschaffen hat, ein Bedarfsstück ist oder nicht, wird man seriös nicht klären können. Auch Karl Henning konnte zum Zeitpunkt der Briefaufgabe nicht wissen, ob diese Frankatur ein beliebiges Einschreiben bleiben wird, oder einmal als Besonderheit gut bezahlt werden wird. Das Stück läuft auch nicht unter Kiel, sondern unter Lokalausgaben Hamburg. Man hätte in ganz Deutschland so verfahren können, und dann wäre jedes Einschreiben aus der Zeit einfach nur ein Einschreiben gewesen.



Hier zunächst noch ein paar weitere Belege aus dem Norden, auch solchen die nicht zu Kiel gehörten, denen aber gemeinsam ist, dass die bezahlte Einschreibgebühr von 30 Pf. nicht extra vermerkt wurde.

Dabei ein Brief aus Lübeck-Dummersdorf der nach Remscheid ging. Briefe konnten den hohen Norden also auch verlassen.




















J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
19.07.17, 12:58:30

kontrollratjunkie

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Vorstellung dieser spannenden Belege. Nach den Katalogangaben waren diese Provisorien im RPD-Bezirk Hamburg in der Zeit vom 01.09.1945 - 06.10.1945 zulässig, im RPD-Bezirk Kiel sogar in der Zeit vom 22.08.1945 - 29.10.1945. Insofern passen die Verwendungsdaten.

Sind die Belege alle in Deinem Besitz ? Tragen die Belege alle rückseitige Ankunftsstempel ?

Beste Grüße
Rüdiger
19.07.17, 13:20:36

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Rüdiger,

die Briefe haben Ankunftsstempel. Falls du Interesse hast, ich schreibe dir noch eine PN.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
19.07.17, 16:16:25
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