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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen zum neuen Thema Ortsbrief nachfrankiert als Fernbrief weitergeleitet

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
18.05.18, 13:38:14

dr31157

(Mitglied)

Hallo,
ich frage mich hier, ob es sich um eine Verfälschung handelt.
Der Ortsbrief vom 12.12.1921 aus Stuttgart war portogerecht frankiert und aufgegeben. Konnte aber wohl nicht zugestellt und ist retourniert worden. Der Absender hat wahrscheinlich am 14.12.1921 den Brief mit einer zusätzlichen 20 Pf.-Marke freigemacht und als portogerechten Brief im Fernverkehr erneut weiter(geleitet)verschickt. War diese Handhabung in dieser Zeit so üblich und möglich?

Kann mir jemand zu dieser Versandform Auskunft geben? Vielen Dank!
mit freundlichem Gruß
aus Sarstedt
Detlef
Dateianhang:

 012.jpg (298.64 KByte | 18 mal heruntergeladen | 5.25 MByte Traffic)

Dateianhang:

 012_0001.jpg (149.25 KByte | 7 mal heruntergeladen | 1.02 MByte Traffic)

18.05.18, 13:39:14

Nathan

(Mitglied)

Woran sieht man das der Brief zum Absender retourniert wurde?
19.05.18, 16:51:26

dr31157

(Mitglied)

Hallo Nathan,
Ihre Frage irritiert mich etwas. Das Ortsporto von 40 Pf. wurde am 12.12.1921 abgestempelt. Meinen Sie die Differenz von 20 Pf. vom 14.12.1921 für den Fernverkehr wurde beim Empfänger erhoben? Warum sollte die Post im voraus eine 20 Pf-Marke verkleben, wo sie nicht sicher sein kann das Empfänger zahlt.

Ich kenne es sonst so, dass eine Nachgebühr erhoben wird, aber bei einer Weiterleitung, sie sonst korrekt frankiert war???

Was sind Ihre Gedanken hierzu?

Ich gerne die damaligen Gepflogenheiten gewußt. Kann mir wirklich keiner der Fachleute eine plausible Erklärung für den Ablauf geben???

Freundliche Grüße
Detlef

19.05.18, 17:17:49

hackhard

(Mitglied)

geändert von: hackhard - 19.05.18, 18:55:06

In den Anhängen finden sich ähnliche Belege.
Einige sind ohne Ergänzungsporto, einige mit Ergänzung oder Neufrankierung.

Eine Verfügung zum Verfahren liegt mir nicht vor. Aus den vorliegenden Stücken lässt sich aber schließen, dass, wenn die Leistung nicht erbracht wurde, das Porto auf die Weiterleitung angerechnet wurde.

Grüße
Eberhard.
Dateianhang (verkleinert):

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19.05.18, 18:54:23

dr31157

(Mitglied)

Hallo Eberhard,
vielen Dank für die Info mit Belegen aus der Zeit.

Bei den Belegen handelt es sich um Auslandsbriefe. Wird wohl so sein, dass man bei der Weiterleitung von einfachen Orts- auf Fernverkehrsbriefe im Inland das Ortsfranko ebenfalls anerkannte und zufrankieren durfte.

Vielen Dank und Grüße
Detlef
19.05.18, 19:10:21

Dresdner

(Mitglied)

geändert von: Dresdner - 19.05.18, 20:44:12

Hallo Detlef,
nachfrankieren konnte nur einer wenn der Brief im Ort gelaufen war, der Absender konnte nicht ( Bei einem Retour- gegangenen Postück war das Porto verbraucht).
Nachsendung bedeutet, das das Poststück niemanden ausgehändigt worden ist. Nur der Informant der neuen Adresse am Zustellort im Ortsbezirk konnte durch Zahlung eines Geldbetrages die Auffrankierung ermöglichen. Dies konnten Familienangehörige oder Kollegen des Empfängers sein, die diesen das Nachporto am Nachsendeort ersparen wollten. An eine andere Möglichkeit wird meist nicht gedacht, der Empfänger hatte eine Nachsendeantrag gestellt. Dann frankierte sein Zustellpostamt nach und zog den Betrag bei seiner Rückkehr von ihm ein.
Bei deinem Brief ist eindeutig erkennbar und das nicht nur am kopfstehenden Monat, der b Stempel auf der 20 Pf. ist nicht vom Postamt Stuttgart 8.
Beste Grüße Bernd
19.05.18, 20:38:07

dr31157

(Mitglied)

Hallo Bernd,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Du scheinst da richtig zu liegen. Leider bin ich in diesem Thema Laie, aber ich lerne sehr gerne dazu. Der Stempel vom 14. ist leider nicht vollständig und schlecht lesbar, aber mir scheint sich auf Höhe neben dem Datum 14 eine kleines "a" befinden.

Vielleicht kannst Du hierzu nochmal Stellung beziehen:

Auf der Briefvorderseite befindet sich ein kleiner Rest von einem bläulichen Aufkleber.
Der Brief wurde weitergeleitet nach Kirchheim unter Teck mit der Spezifizierung wahrscheinlich ("bei Postinsp. Scheufele") an einen Postbediensteten.

Mit freundlichem Gruß
Detlef
19.05.18, 21:17:45

Dresdner

(Mitglied)

geändert von: Dresdner - 19.05.18, 22:08:22

Hallo Detlef,
ich kann nichts erkennen, aber das ist nicht wichtig.


Noch eine Information zur Nachsendung ins Ausland, die wohl kaum ein Sammler kennt,aber Zufrankaturen erklären können.. siehe Anhang
Beste Grüße Bernd


Dateianhang:

 IMG_20180519_0001.jpg (310.63 KByte | 13 mal heruntergeladen | 3.94 MByte Traffic)

19.05.18, 21:50:52

dr31157

(Mitglied)

Hallo Bernd,
nochmals vielen Dank.
Gruß aus Sarstedt
Detlef
19.05.18, 21:59:30
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