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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen zum neuen Thema Falschstempel aus dem 3D-Drucker

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
30.08.18, 16:41:45

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

hast Du schon einmal eine Stempel-Imitation mit einem 3D-Drucker ausgedruckt und dann fotografiert?

MfG
Markus
30.08.18, 16:42:45

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

da ich keinen 3D-Drucker brauche, habe ich auch keinen. Wie sollte ich auch eine Stempelimitation ausdrucken? Was soll denn die Vorlage dafür sein? Ein Scan von einem Stempelabschlag?

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
30.08.18, 17:03:01

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ein Thema, das die Fantasie von besorgten Sammlern beschäftigt, sind die 3D-Drucker, die seit ein paar Jahren auf dem Markt sind.

Zu Gefahren und Möglichkeiten dieser Technik gibt es viele wilde Ängste. An verschiedenen Stellen habe ich schon dazu geschrieben und da das Stichwort aktuell wieder aufgetaucht ist, dieses neue Thema dazu.

Zur Einstimmung kann man auch meinen fünf Jahre alten Beitrag dazu lesen. An den Aussagen hat sich nichts geändert:

https://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=5390&goto=189262

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
30.08.18, 17:09:58

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 30.08.18, 18:50:32

Hallo Jürgen,

ich erinnere noch einmal daran, dass tausende von Sammlern bei ebay bereits auf mit PC-Druckern angebrachte Stempel- und/oder Aufdruckfälschungen hereingefallen sind und zwar selbst dann noch, als das vermeintliche Schnäppchen im Original vor ihnen lag. Tausende von positiven Bewertungen, die für derart verfälschte Ware abgegeben wurden, belegen dies.

Denke einmal an die massenhaften "Vollstempel-Fälschungen" auf Bund und Berlin-Marken aus den 1950er- bis 1990er-Jahren, die über einen ebay-Account verhökert wurden, bis ich die Stempelfälschungen erkannte. Irgendwo gibt es hier einen Thread dazu.

Nachstehend auch noch einmal eine Infla-Marke 176 I mit aufgedrucktem Falschstempel, die Vorlage hierzu fand sich in der Stempeldatenbank. Der aufgedruckte Falschstempel kommt zwar nicht ganz an das Original heran, aber bei besserer Ausdruck- und schlechterer Bildqualität kann ich mir dann schon vorstellen, dass es am Bild dann irgendwann nicht mehr unterscheidbar wird, ob es sich um einen echten oder falschen Stempel handelt.

Daher hatte ich Dich nach einen Erfahrungswert zu 3D-Druckern gefragt. Ein Erfahrungswert ist nicht immer gleich damit verbunden, dass man ein solches Gerät auch besitzt.

Je besser eine eingescannte Vorlage in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet ist, desto besser wird auch die Nachahmung ausfallen. Hierzu hatte ich ja schon einige Beispiele im Forum gezeigt und selbst Markus Kohler hatte an einem niedrig aufgelösten Scan eine von mir probeweise hergestellte Aufdruckfälschung als echt am Scan angesehen (er hätte dies ganz gewiss sofort am Original erkannt, aber viele Sammler, die nicht die Erfahrung und das Wissen haben, erkennen eine solche Fälschung leider meist nicht).

MfG
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 271869-img_8771-echt.jpg (562.47 KByte | 8 mal heruntergeladen | 4.39 MByte Traffic)

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 ebay-271800588034-1-aufgedrucker-Stempel.JPG (420.01 KByte | 16 mal heruntergeladen | 6.56 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 falsch-und-echt-übereinander.jpg (562.21 KByte | 6 mal heruntergeladen | 3.29 MByte Traffic)

30.08.18, 18:49:44

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Markus,

die Erfahrung hat sich seit 2013 nicht geändert. Was ich da geschrieben habe gilt noch immer.

Um ein Gerät dreidimensional zu fälschen, braucht man keinen Stempelabschlag, egal wie gut, sondern eine dreidimensionale Vorlage. Das kann nur ein echtes Gerät sein.

Es kommt erschwerend hinzu, dass erschwingliche Geräte keine besonders hohe Auflösung haben. Merkmale im Gerät jedoch auch gerne kleiner 1/100 mm sind. Sinnvoll wäre der Einsatz nur, wenn ich ein echtes Gerät besitze, das verkaufen will und mir eine 3D-Kopie behalten möchte. Ob man originale Stempelfarbe findet? Ob die Oberfläche so abschlägt wie die verwendete Metalllegierung? Selbst die originale Stempelfarbe als "Remix" hergestellt, ergibt nur die typischen Abschläge, wenn auch das Gerät aus dem originalen Material ist.

Fälscher wollen auch nicht so einen Aufwand betreiben. Fälscher suchen keine Arbeit, sondern Opfer.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
30.08.18, 19:03:24

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo nochmal zu dem Thema,

es gibt verschiedene Abformmasse, die hitzebeständig ist. Hat man ein Originalgerät, drückt man das in Abformmasse und nach dem Aushärten selbiger, gießt man die Form mit Blei aus.

Vorsichtig eingesetzt kann man davon sicher ein paar mal sauber stempeln. Die Ausgaben im Bastelladen dürften unten 10,- Euro liegen. Der 3D-Drucker ist etwas teurer und davon ist auch noch nichts "gedruckt". Die Daten müssen auch noch in den Computer. Da lobe ich mir doch das analoge Verfahren.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
30.08.18, 19:34:46

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 30.08.18, 22:11:25

Hallo Jürgen,

selbst habe ich keinen 3D-Drucker.

Mein Tintenstrahler druckt laut Angabe mit 600 dpi auf.

Je höher die Bildauflösung des auf Papier aufzudruckendem Bild ist, desto besser das Ergebnis.

Bei dem Stempel "(14) EBINGEN (WÜRTT) h" muß ich, da ich im Moment keinen originalen Abschlag hier habe, auf sehr niedrig aufgelöste Bilddateien zurückgreifen, um einen Test zu machen.

Der Worms-Stempel, den ich ebenfalls auf den nachstehenden Faksimile-Druck aufegedruckt habe, ist hingegen mit 2400 dpi eingescannt.

Scanne ich nun den mit den drei im Bildbearbeitungsprogramm erstellten Vorlagen bedruckten Faksimile-Block mit 300 dpi ein und vergrößere dann das Bild beim Betrachten, dann sehen die Ebingen-Stempel schon ein wenig gruselig aus. Der Worms-Stempel zwar auch ein wenig, aber bei der Bildauflösung sieht die Druckfarbe fast wie Stempelfarbe aus. Es fehlen natürlich die Quetschränder.

Durchaus bleibt bei mir aber immer noch die Frage offen, wie gut man das wirklich mit einem PC-Drucker hinbekommen kann, dass zumindest in einem Internet-Artikelbild der Unterschied für die Fälschungsbekämpfung nicht mehr erkennbar ist?

Nebenbei vermerkt, der Faksimile-Block hat sehr glattes und starres Papier. Das ist beim Original-Block dann schon eine Ecke anders, wahrscheinlich auch saugfähiger.





MfG
Markus
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 Test_300-dpi.jpg (303.05 KByte | 4 mal heruntergeladen | 1.18 MByte Traffic)

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 Test_300-dpi-1.jpg (248.8 KByte | 5 mal heruntergeladen | 1.21 MByte Traffic)

30.08.18, 21:54:50

Administrator

(Administrator)

Hallo,

zu diesem Thema gibt es nicht viel zu sagen und was es dazu gibt, wurde bereits geschrieben. Bevor das dritte Thema aus dem Ruder läuft, kommt auch hier die Schließung.

Der Zeitaufwand für den Betrieb des Forums übersteigt zur Zeit die personellen Möglichkeiten bei weitem. Es ging heute Morgen mit der Entfernung von Werbespam aus den USA los. Ein Tag mit Serverupdates, Wartungen, SSL-Certifikat Erneuerung hätte alleine gereicht.

Dann kommt sehr zeitintensives Anlegen neuer Themen und das verschieben von Beiträgen und ähnliches. Wohl um 22:30 herum dann ein Hackerversuch, der den Server verlangsamt, die Sperre weiterer IP-Adressen, die versucht haben eine SQL-Injection unterzubringen.

Danach dann das Aufräumen mit Beiträgen, die entweder gar keinen philatelistischen Inhalt haben oder ständig nicht zum Thema passen.

Was einen unnötigen Zeitaufwand verursacht, wird entfernt. Nutzer auf Gast gesetzt, IP-Gruppen oder Länder vom Zugriff ausgeschlossen.

Das Ziel, ein hochwertiges Forum zu bieten, das technisch funktioniert und in dem alle Nutzer sich wohlfühlen können, erfordert diese Maßnahmen.
31.08.18, 00:26:29
Thema geschlossen
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