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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen zum neuen Thema Paketzettel aus Bergedorf

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
27.11.18, 22:20:13

vozimmer

(Mitglied)

geändert von: vozimmer - 29.11.18, 09:10:58

Hallo miteinander,

In diesem Thema möchte ich die verschiedenen Postzettel der Beiderstädtischen Post vorstellen und zum Thema Paketpost ein paar Fragen stellen, die wir hoffentlich gemeinsam klären können.

Ich starte mit dem einfachsten der vier im Hornhues-Katalog aufgeführten Zettel auf einem Brief nach Winsen an der Ruhe in Hannover.



Das Paket, zu dem der Brief gehört wog 2 Pfund und 20 Lot und beinhaltete zwei Schiffermützen
Empfänger ist das verehrliche königliche Amtsgericht.

Zwei Fragen habe ich zum Brief.

Auf dem Brief sieht man noch eine Kennung A.W. die der Absender sicher auch auf dem Brief angebracht hatte. Damit war der Brief dem Paket zuzuordnen. Es ist doch richtig, dass diese Methode der Verknüpfung von Brief und Paket mit den Paketzetteln überflüssig wurde? Zu dem Paketzettel, den wir hier sehen, gab es doch einen mit der gleichen Nummer, der auf dem Paket angebracht wurde?

Die zweite Frage betrifft den Druck der Zettel. Ich habe immer gedacht, das die Zettel auf einer Rolle gedruckt wurden. Aber wenn man sich den Zettel anschaut, dann sind mindestens drei Seiten mit der Schere geschnitten worden. Das macht bei einer Rolle doch keinen Sinn.



Beste Grüße, Volker

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27.11.18, 22:21:13

lehrling

(Mitglied)

Hallo,
wenn die Zettel senkrecht zur Rollenkante gedruckt wurden und beide Teile nebeneinander, braucht es 3 Schnitte (außer beim ersten und letzten Zettel einer Rolle).
Gesehen habe ich noch keine Rolle, aber es scheint mir sinnvoll, die beiden Teile nicht abwechselnd zu drucken.
Die Kennung A.W. war überflüßig und wohl alte Gewohnheit,

Gruß lehrling
27.11.18, 22:39:41

vozimmer

(Mitglied)

Hallo lehrling,

tatsächlich bin ich davon ausgegangen, dass der für das Paket zugehörige Abschnitt oberhalb oder unterhalb des Zettels für den Brief gedruckt wurde.
Da ich eine solche Rolle aber nicht gesehen habe kannst Du natürlich recht haben.
Für die frühen Zettel möchte ich aber auch nicht ausschließen, dass sie auf Bögen gedruckt wurden.

Beste Grüße, Volker

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28.11.18, 13:05:02

Magdeburger

(Mitglied)

Hallo Volker

ich zitiere mich mal selbst:

Die Paketzettel in Preussen (möglicherweise wurde dies auch in anderen AD-Staaten so gemacht) wurden im Bogen zu 24 Stück jeweils mit den Nummer 1 bis 1000 hergestellt. Jeder Paketzettel war zweiteilig – einem rechten großem, worauf sich die Nummer und der Abgangsort befand und einem linken Abschnitt mit der roten Ziffer. Der rechte Teil war deutlich kleiner und kam anfangs siegelseitig auf den begleitenden Brief, der größere Abschnitt auf das Paket. Erst ab 01.01.1861 wurde der kleinere Abschnitt, welcher nun ebenfalls den Aufgabeort enthielt, wenn möglich auf die Vorderseite des begleitenden Briefes angebracht.

Dazu hatte ich einen Zettel virtuell zusammengesetzt.

Die Signierung des Paketes, bei dir hier "A.W." blieb erhalten. A.W. dürfte aus den Anfangsbuchstaben von Amtgericht und Winsen abgeleitet sein.
Sollte ein Paket "verloren" gehen, steht auf dem Posteinlieferungsschein meist nicht die Nummer des Zettel sondern nur die Nummer im Abgangsregister. Einzig die Signierung würde so weiterhelfen, denn diese ist auf dem Schein.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
Dateianhang (verkleinert):

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28.11.18, 15:06:29

vozimmer

(Mitglied)

Hallo Ulf

besten Dank für die Infos, ich denke, dass die Zettel in Bergedorf dann auch auf Bogen gedruckt wurden.

Anbei ein weiterer Brief mit dem Zettel (fast) der gleichen Type.
Mal wieder ein Paketbrief ohne Gewichtsangabe in Bergedorf keine Seltenheit



Den kleinen aber feinen Unterschied macht der Punkt nach der Zahl, der kein Punkt, sondern ein Rhombus.



Ist das unüblich, dass auf einem Bogen mal ein Punkt und mal ein Rhombus oder etwas drittes benutzt wurde? Oder kann man davon ausgehen, dass der Zettel mit dem Rhombus aus einer anderen Auflage nur mit Rhomben stammt?

Der Brief stammt aus einer Auktion vom Potsdamer Philatelistischen Büro Ende November 2o16, da wurde eine große Sammlung mit Briefen mit Paketzetteln aufgelöst. Weiß jemand wie der Sammler hieß? Müsste im Auktionskatalog stehen, den habe ich leider nicht.

Beste Grüße, Volker

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28.11.18, 22:25:13

guy69

(Mitglied)

geändert von: guy69 - 29.11.18, 06:33:14

Hallo zusammen

durch die lange Verwendungszeit und den hohen Bedarf gelangten verschiedene Auflagen zum Druck. Korrekturen wurden im laufe der Jahre vorgenommen. Bei Thurn und Taxis unterscheidet man nach 4 Typen. Unter anderem auch die Varianten mit und ohne Punkt. Auch hier wurde in Bögen gedruckt.

Viele Grüße ++ Harald ++
29.11.18, 06:30:05

guy69

(Mitglied)

Zitat von guy69:
1855 wurden Paketnummernzettel zur besseren Kennzeichnung von Paket und Begleitbrief eingeführt. Diese Zettel wurden in einem Bogen gedruckt und bestanden aus einem großen Teil, der am Paket anzubringen war sowie einem Kleinen, der für den Begleitbrief vorgesehen war. Typ Ia bestand lediglich aus einer Registriernummer. Ab 1857 folgte Typ Ib in geänderter Form mit einem Punkt hinter der Nummer.
Ab März 1859 wurde Typ II eingeführt, der neben der Registriernummer (3 mm hoch) noch den Ort sowie das Taxquadrat enthielt.
Ab 1863 erschien der Typ III mit einer größeren Registriernummer (5 mm hoch).


Viele Grüße ++ Harald ++
29.11.18, 06:39:19

palaiss

(Mitglied)

@ vozimmer

Dem Setzer der Zettel sind irgendwann beim Anrichten des Bogens die Punkte ausgegangen, dann improvisierte er und entnahm seinem Setzkasten etwas Punktähnliches.

Auf dem abgebildeten Brief ist doch das Gewicht links oben mit 10 Pfund vermerkt.

Der Sammler der Paketzettel bei den Potsdamer Auktionen heißt Dietmar Kaarz. Zusammen mit Prof. Wiegand Bruns hat er die altdeutschen Paketzettel über Jahrzehnte zusammengetragen und erforscht. Es gibt etliche Veröffentlichungen der beiden.
29.11.18, 07:36:19

siegfried spiegel

(Mitglied)

Zitat von vozimmer:
Brief nach Winden an der Ruhe in Hannover.


Hallo Volker,

das handelt sich doch sicher um Winsen an der Luhe.

Gruß, Siegfried
29.11.18, 08:59:43
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