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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich will hier noch einmal im direkten Vergleich Urmarken für die Berlinaufdrucke zeigen und die überdruckten Marken. Besonders bei der 5 Mark kann man so viele Fälschungen auf den ersten Blick erkennen.

Im Michel-Spezial 2019 ist notiert, dass es Aufdrucke zum Teil auf 962 geben soll. Das glaube ich nicht und ich habe noch keinen gesehen.

Es sind jetzt auch zwei Unternummern notiert, eine "a" und eine "c", wohl analog zu den 962. Damit ist die Täuschung dann komplett.

Die Urmarken für die Nummer 20 wurden wohl ohne Ausnahme neu gedruckt. Angebliche Nr. 20 mit Farben der 962a sind ohne Ausnahme falsch.

Wie die Marken aussehen, seht ihr unten im Bild. Die erste Reihe sind 962a, die zweite Reihe 962b, die dritte Reihe links eine 962c, dann echte Nr. 20.
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J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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10.11.19, 20:00:30

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier noch ein Foto, auf dem die Farben noch deutlicher so zu sehen sind, wie ich sie an den Originalen sehe. Foto mit 21MP MFT Kamera gemacht, ohne jede Software in der Kamera für Farbanpassungen.

Eine der Aufdruckmarken kommt nahe an eine 962c heran. Ob eine 962 in der Farbe als "b" oder "c" eingeteilt würde weiß ich aber nicht. Die neu katalogisierte Berlin 20c hat noch keine Bewertung (**/o = -,-). Das deutet normalerweise auf Seltenheit hin. Warum sollte ich so eine seltene Marke besitzen? Zumal alle Berlin Nr. 20 einer 962c mit Abstand am ähnlichsten sehen. Eine Berlin Nr. 20a, in der Farbe einer 962a habe ich dagegen noch nie in echt gesehen.

Wie kommt der Michel nach 70 Jahren darauf?
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J. Kraft
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16.11.19, 15:55:31

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

die nachstehenden Scans habe ich im Mai 2017 erstellt und entweder hier oder in einem anderen Forum damals hinterfragt, wie weit die Forschung bezgl. Unterscheidung Urmarken und Neuauflagen ist.

Nun hast Du mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Berlin 5 Mark Schwarzaufdruck im Michel 2019 unterteilt ist. Das war mir noch nicht aufgefallen, weil ich mich dieses Jahr noch nicht wirklich mit Berlin beschäftigt habe.

Bei mir fiel der Unterschied aber gewaltig größer aus, als in Deinen Scans zu ersehen. Das liegt nicht an den Scans sondern daran, dass die Farbenvielfalt dann wahrscheinlich doch noch ein Stück größer ist.

Selbstverständlich schwillen mir im Moment die Pulsadern, weil die Marken sind längst verkauft und ich roch aber den Braten.

Die Urmarken habe ich auch eingescannt, aber nicht zusammen mit den Schwarzaufdrucken. Es kann aber sein, dass die Scans vergleichbar sind, ich muß das erst überprüfen.

Beste Grüße
Markus
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16.11.19, 16:05:48

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 16.11.19, 16:54:33

Hallo Jürgen,

die Berlin-Marken waren im Mai 2017 mit meiner alten Einstellung auf Bildschirmgamma 1.8 eingescannt.

Glücklicherweise habe ich aber von den Urmarken je einen Scan mit Bildschirmgamma 1.8 und mit 2.2 erstellt. Wohl rein instinktiv.

Wie auch immer. Bei Bildschirmgamma 1.8 sind die Farben sehr kräftig bzw. dunkler, als bei Aufname mit Bildschirmgamma 2.2
Das geht dann aber auf Kosten der Farbenvielfalt, besser sind die Farben zu unterscheiden, wenn der Scan der Berlin-Marken auf 2.2 erstellt worden wäre.

Ich sage einmal so. Rein von der Farbgruppierung, haut das nach meiner Meinung hin. Ob es sich um Urmarken oder um Neuauflagen handelt, mag ich auf diese Art nicht unterscheiden. Letztendlich wird das aber dem Sammler, der rein nach Katalog und BPP-Prüfung sammelt, egal sein.

Die Anzahl der Farbtönungen, die bei den Urmarken nach a eingruppiert wird, ist selbstverständlich sehr groß. Das weiß ich noch aus der Erinnerung, als ich genügend Urmarken hatte.

Aber selbst wenn es sich bei allen Marken der Berlin MiNr. 20 um Neuauflagen handeln sollte, dann interessiert das letztendlich nur wenige Spezialisten und die Karawane zieht weiter.

Kann Dir gerne per email die unverkleinerten Dateien senden.

Beste Grüße
Markus
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16.11.19, 16:53:45

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

wenn ich das an Jürgen seinen Scans richtig ableite, dann kann es sein, dass die Berlin 20 a seltener ist als die 20 c.

Beste Grüße
Markus
16.11.19, 17:01:41

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

meine letzten Scans waren zufällig nach den grauen Tönen ausgesucht. Die hatten mir wohl besser gefallen. Wieder zufällig Sätze genommen ergibt sich etwa 50% von jeder. Weshalb jetzt zwei Nummern im Katalog stehen?
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J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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16.11.19, 19:55:03

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

ein schönes Briefstück MiNr. 20 c wurde kürzlich bei Hadersbeck für Euro 400.- versteigert. Begleitet von einem Fotoattest Hans-Dieter Schlegel BPP, ausgestellt am 18.01.2018

Zum Zeitpunkt der Attestausstellung war der Redaktionsschluß für den Michel 2018 schon gelaufen. Die Farbunterscheidung nun erstmalig im Michel 2019

Selbst habe ich aber das Gefühl, auch aus der Erinnerung, dass die dunklen Farbvarianten häufiger sind. Wobei sich dann noch zeigen muß, ob die eine oder andere in welcher Erhaltung ggf. seltener ist. Vielleicht hält es sich aber auch die Waage oder es ist am Ende für die verbliebene Sammlerschaft ohnehin genügend Material vorhanden, egal in welcher Erhaltung.

Katalogverleger, Handbuchautoren, Prüfer und Händler, sind selbstverständlich immer stetig daran interessiert, die neusten Erkenntnisse verfassen, prüfen oder anbieten zu können. So geht die Arbeit und der Umsatz nicht aus und der Sammler bleibt an der Stange!

Warum es nun 70 Jahre gebraucht hat, um diesen Farbunterschied zu erkennen, das wissen nur die Prüfer!

Nunja, vielleicht sendet ja einmal auch jemand meine ehemalige 20 X zur Neu-Prüfung. Leider werden wir das Ergebnis nie erfahren... mit Augen rollen

Beste Grüße
Markus
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16.11.19, 21:02:34

Frankenjogger

(Mitglied)

geändert von: Frankenjogger - 16.11.19, 21:11:51

"Die Urmarken für die Nummer 20 wurden wohl ohne Ausnahme neu gedruckt."

Bei Wolf J. Pelikan - "Berlin, Markenland wider Willen" steht auf Seite 86, dass für den Anfang (für rund 5 Wochen) 10.000 Bogen der 5 DM vorgesehen waren.
Bei der Staatsdruckerei lagernd: keine,
Noch vorrätig in Charlottenburg 2: 2.800 Bogen,
Zum Überdruck zu beschaffen: 7.200 Bogen.

Daraus lese ich, das doch ein Teil der Nummer 20 auf der Urmarke gedruckt wurde. Oder liege ich da falsch?

Viele Grüße,
Klemens
16.11.19, 21:07:52

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

die gerade gezeigte Marke, als Berlin 20c geprüft, sieht extrem dunkel aus. Eventuell ein Problem des Scans. Möglicherweise waren die Marken in Charlottenburg dunkle 962c.

Ich habe eine Aufdruckfälschung auf einer dunklen 962c. Vielleicht eine sehr frühe Aufdruckfälschung auf einer Marke, vorher in Charlottenburg gekauft. Ein Fälscher wusste eventuell, das die zum Überdruck vorgesehen Marken irgendwo verfügbar waren und hatte auch zugriff auf die verwendeten Typen. Die Druckmaschinen, die zugerichteten Platten und die Druckfarbe hatte man natürlich nicht.

Diese Aufdruckfälschung gehört zu den Besten. Die Buchstaben haben die richtige Form und die richtigen Maße, die Farbe des Aufdrucks, siehe Scan, ist auch sehr gut getroffen. Leider wohl wirklich falsch. Der Winkel ist minimal zu steil. Die hinteren Buchstaben wandern aus den Linien nach oben. Außerdem ist der Aufdruck minimal zu lang. Zudem ist die Aufdruckfarbe an der Oberfläche zu glänzend. Eine Altsignatur wurde rückseitig chemisch entfernt und schlägt wohl deshalb bildseitig durch. Es hilft alles nichts. Die Urmarke könnte auch stimmen, aber trotzdem wirklich falsch.

Eventuell hält man die 962c Urmarke für seltener, weil wohl gering weniger vorkommend nach den genannten Zahlen.
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 berlin-20-Aufdruck-falsch-2400pxh.jpg (987.72 KByte | 11 mal heruntergeladen | 10.61 MByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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17.11.19, 00:22:40

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

der Scan von Hadersbeck ist in Bezug seinr Farbgebung nicht beurteilbar.

Beurteilbar ist aber das nachstehende Bild.

Alle Marken sind mit einem Canon 9000F auf grauer (= neutraler) Unterlage mit 600 dpi Bildauflösung und selbigem ICC-Profil eingescannt. Die drei Oberrandstücke sind sogar innerhalb von einem Scan aufgenommen.

Wahrscheinlich wird eine reine Unterscheidung zwischen hell und dunkel nicht ausreichend sein, ich habe da so eine Ahnung.

Beste Grüße
Markus

Dateianhang (verkleinert):

 BERLIN-20.jpg (1.28 MByte | 19 mal heruntergeladen | 24.37 MByte Traffic)

17.11.19, 03:17:19
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