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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen zum neuen Thema 1867, Southampton nach Marokko

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

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Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
01.01.20, 18:42:01

el-zet

(Mitglied)

Meine knappen Ressourcen muss ich nachhaltig einsetzen, diesen Brief habe ich schon mal im selten gelesenen Thema Großbritannien gezeigt, dann als Zweitverwertung als besonderen Neuzugang des abgelaufenen Jahres. Bei dieser Gelegenheit habe ich viele interessante Hinweise erhalten, und ein geschätzter Kollege meinte, ich solle die in einem separaten Thema sammeln, da sie unter Neuzugang natürlich etwas off topic waren. Ich will’s mal versuchen.
Ich bin ja eher ein Bunte-Bildchen-Sammler, den Brief wollte ich vor allem wegen der Mischfrankatur haben (Michel 25+29, gleiche Platte und Farbe, verschiedene Wasserzeichen). Habe ich bisher noch nicht (bewusst) gesehen.
Die seltenere Destination hatte ich gerne mitgenommen, das S auf der Vorderseite konnte ich nicht zuordnen, der Londoner Durchgangsstempel auf der Rückseite hat mich überrascht, weitergeforscht habe ich nicht.
Folgendes habe ich bisher erfahren:
Zitat von Altsax:
Zitat von vozimmer:
Kannst du noch die Rückseite einstellen, eventuell kann man den Beförderungsweg dann noch besser erkennen.


Hallo Volker,

die britische-ostindische Überlandpost verkehrte von Southampton über Gibraltar, berührte aber nach meinen Unterlagen Marokko nicht. Auch der frontseitige Abschlag des Stempels von Gibraltar spricht für den dortigen Linienwechsel, ggf. auf ein Privatschiff, das kein Vertragsverhältnis mit einer Postverwaltung hatte.

Interessieren würde mich Herkunft und Bedeutung des Stempels "S".

Liebe Grüße und einen "Guten Rutsch"

Jürgen

Zitat von vozimmer:
Lieber Jürgen (Altsax),

im Moubray sind für Gibraltar drei mögliche Routen notiert, die 1867 alle möglich gewesen wären.

1. Via Southampton
2. Via France and Spain
3. Private Ships

Im Tabellenteil gibt es dann noch den Hinweis, das Morocco immer über Gibraltar ging.

Interessanterweise hilft und der S-Stempel weiter. Im Mubray ist ein Brief nach Gibraltar mit diesem Stempel abgebildet, mit dem Hinweis: "S" used only on letters sent to Gibraltar by this route (Southampton-Gibraltar)

Beste Grüße, Volker


Zitat von vozimmer:
Hallo el-zet,

so 100% zugeordnet ist das S ja nicht.

Aber die Rückseite macht mich sprachlos. Was macht ein Einkreisstempel des Foreign Post Office aus London (in blau für Abends) auf dem Brief, wenn er in Southampton aufgegeben wurde und über Southampton nach Gibraltar ging?

Beste Grüße, Volker


Zitat von guy69:
Immer positiv denken ;-)

Unikat und Weltrarität. Einzig bekannter Beleg aus Southampton über London nach Marocco über Gibraltar. Glückwunsch.

Eigentlich sollte man den gesamten Leitweg nun in Frage stellen. Manchmal macht ein einziger Beleg, den man momentan nicht erklären kann alles kaputt.


Zitat von childon:
Hallo!

Da macht der K1 "S" aber Sinn, denn im Van der Linden besagt dieser

einen Trasitstempel "Spanien über England/London ins Ausland".

Van der Linden Nr. 2488

Gruß
IF


Zitat von el-zet:
Guten Morgen! Ein bisschen skeptisch bin ich da: einmal steht da 1794, der (oder ein solcher) Stempel wäre also 70 Jahre in Gebrauch. Und ich hatte das interpretiert als "aus Spanien".

Dateianhang (verkleinert):

 gb25-29-bf.jpg (299.76 KByte | 3 mal heruntergeladen | 899.27 KByte Traffic)

Dateianhang:

 2529-hinten.jpg (110.31 KByte | 1 mal heruntergeladen | 110.31 KByte Traffic)

01.01.20, 18:43:01

Altsax

(Mitglied)

Hallo el-zet,

in einer Bekanntmachung des preußischen Generalpostamtes v. 17. Februar 1857 fand ich für die Ostindien-Route folgende Bemerkung:

"Die Brief-Packete nach Australien, welche mit den von Southampton abgehenden Dampfschiffen ihre Beförderung erhalten, werden in London zunächst am 24. d.Mts. und für die Folge am 12. jeden Monats geschlossen."

Das bedeutet, daß nach Australien gerichtete Korrespondenz, die auf dieser Route befördert wurde, in London gesammelt und von dort in einem geschlossenen Postpaket zum Versand gebracht wurde.

Es ist folglich davon auszugehen, daß diese Handhabung auch auf Deinen Brief Anwendung fand. Er wurde in Southampton zur Post gegeben, von dort nach London spediert, nach Gibraltar kartiert und dabei möglicherweise mit dem "S"-Stempel für Spanien versehen. In Gibraltar erfolgte beim dortigen Postamt die Umspedition auf ein nach Marocco fahrendes (Privat-)Schiff. Das "S" könnte auch eine in Gibraltar angebrachte Kennzeichnung für diese Schiffsbeförderung darstellen.

Beste Grüße

Altsax
02.01.20, 17:01:32

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 02.01.20, 17:44:21

PS:

Im Netz fand ich den angehängten Brief. Somit dürfte geklärt sein, daß der "S"-Stempel in London abgeschlagen worden ist und nichts mit der Beförderung nach Marocco zu tun hat.

Dateianhang (verkleinert):

 London - Gibraltar, philasearch.jpg (95.2 KByte | 9 mal heruntergeladen | 856.82 KByte Traffic)

02.01.20, 17:42:01

el-zet

(Mitglied)

Vielen Dank! Somit dürfte alles geklärt sein. Der Brief kam zwar zufällig schon aus Southampton, musste aber noch den ordentlichen Weg über London nehmen.
02.01.20, 20:14:35
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