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palaiss

(Mitglied)

geändert von: palaiss - 07.06.20, 14:29:28

Auch in DBZ 13/2020 vom 5.6.2020 findet eine Besprechung der Bleisulfidbroschüre unter der Überschrift "Auch Bund betroffen" statt, wiederum von Philapress-Chefredakteur Torsten Berndt. Es heißt darin u.a.:

"Der Rezensent muss seine Befangenheit einräumen. Die Debatte um die Bleisulfidschäden hat er nämlich nur am Rande verfolgt. Dies, weil er um seine Briefmarken und Ganzsachen keine Angst zu haben brauchte, denn er hielt sich seit jeher an einen wichtigen Grundsatz der Archivare: Papier bewahrt man am besten in Papier auf, also in Einsteckalben mit Pergaminstreifen, in Pergamin- und Papiertüten. In Plastik steckende Auktionslose werden unmittelbar nach dem Eintreffen befreit und sicher verstaut. Ob der Auktionator Hüllen aus Polyvinylchlorid (PVC) oder anderen Stoffen der Plastikköche verwendet, interessiert den Rezensenten bestenfalls am Rande...

Ebenso wenig sollte man übersehen, dass Feuser zu den nicht ganz einfachen Persönlichkeiten zählt, also gewisse Reaktionen unter anderem der Verbandsfunktionäre auf Verständnis stoßen dürften - der Rezensent hat auch das eine oder andere von Feuser einstecken müssen. Trotzdem hat er selbstverständlich die Broschüre für die Privatbibliothek bestellt.

Eine Frage beantwortet sie allerdings nicht: Weshalb können immer noch neue Schäden entstehen? Wenn auch nur der Verdacht besteht, dass ein Material Archivalien schaden könnte, muss man es entfernen, lautet ein weiterer Grundsatz der Archivare. Vielleicht mangelt es der Philatelie nicht an Erkenntnissen über Einzelfälle, sondern an Grundwissen zu Papier, Druckfarben und anderem."
07.06.20, 14:28:02

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

da steht, wer Schuld hat! Schuld haben die unwissenden Sammler! Danke DBZ.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

07.06.20, 15:19:00

palaiss

(Mitglied)

Man muss beachten, wer da schreibt:

Das ist der Chefredakteur der neben der "philatelie", die vom gleichen Verlag betreut wird, bedeutendsten deutschen Fachblätter DBZ und Briefmarkenspiegel.

Man muss sich ernsthaft fragen, ob hier noch die Interessen der Sammler (= Käufer der Zeitschriften) vertreten werden.

Im übrigen akzeptiere ich gerne Kritik an meinen Aktivitäten in der Hart-PVC-Affäre von Seiten der Zubehörhersteller und gewisser Verbandsfunktionäre.

Kritik an meiner Person von anderer Seite ist völlig unangebracht und ungehörig.
07.06.20, 15:32:18

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von palaiss:
Auch in DBZ 13/2020 vom 5.6.2020 findet eine Besprechung der Bleisulfidbroschüre unter der Überschrift "Auch Bund betroffen" statt, wiederum von Philapress-Chefredakteur Torsten Berndt. Es heißt darin u.a.:

"Der Rezensent muss seine Befangenheit einräumen. Die Debatte um die Bleisulfidschäden hat er nämlich nur am Rande verfolgt. Dies, weil er um seine Briefmarken und Ganzsachen keine Angst zu haben brauchte, denn er hielt sich seit jeher an einen wichtigen Grundsatz der Archivare: Papier bewahrt man am besten in Papier auf, also in Einsteckalben mit Pergaminstreifen, in Pergamin- und Papiertüten. In Plastik steckende Auktionslose werden unmittelbar nach dem Eintreffen befreit und sicher verstaut. Ob der Auktionator Hüllen aus Polyvinylchlorid (PVC) oder anderen Stoffen der Plastikköche verwendet, interessiert den Rezensenten bestenfalls am Rande...

Ebenso wenig sollte man übersehen, dass Feuser zu den nicht ganz einfachen Persönlichkeiten zählt, also gewisse Reaktionen unter anderem der Verbandsfunktionäre auf Verständnis stoßen dürften - der Rezensent hat auch das eine oder andere von Feuser einstecken müssen. Trotzdem hat er selbstverständlich die Broschüre für die Privatbibliothek bestellt.

Eine Frage beantwortet sie allerdings nicht: Weshalb können immer noch neue Schäden entstehen? Wenn auch nur der Verdacht besteht, dass ein Material Archivalien schaden könnte, muss man es entfernen, lautet ein weiterer Grundsatz der Archivare. Vielleicht mangelt es der Philatelie nicht an Erkenntnissen über Einzelfälle, sondern an Grundwissen zu Papier, Druckfarben und anderem."


Hallo nochmal,

ich habe leider den Artikel nicht vollständig vorliegen. Wie die hier zitierten Zeilen auf mich wirken ist schnell beschrieben: überheblich und ignorant! Genaugenommen, die Masse der Briefmarkensammler verachtend! Schwülstiges Deutsch scheint dem "Rezensenten" wichtiger, als das Interesse am Erhalt von Kulturgut. Bleisulfidschäden an Briefmarken, Stempeln, Ansichtskarten und vielem mehr, sind keine Erkenntnisse über Einzelfälle, sondern treten reproduzierbar, unter von mir beschriebenen Bedingungen, auf. Säure schadet Papier, Weichmacher kann Druckfarben schaden und aus dem Grund sollten Spezialprodukte für die Unterbringung von Papier, insbesondere auch bedrucktem Papier, ohne Ausdünstungen von solchen chemischen Bestandteilen sein. Wer Produkte für Verwendungen auf den Markt bringt, die zur Verwendung schädlich sind oder sein können, haftet normalerweise für aufkommende Schäden. In der Dieselaffäre hat es viele Jahre gedauert, bis nun auch Geschädigten in Deutschland, die sich noch vor der Verjährung gewehrt haben, ein Schadenersatz zugesprochen wurde. Beschützt von unfähigen CSU-Verkehrsministern konnte diesem Unwesen lange kein Einhalt geboten werden.

Das Philatelisten eine solche Chance winkt, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Die einzige Freiheit, die Betroffenen bleibt, ist zu überlegen, ob man eine solche Zeitschrift kauft, oder darin inserieren sollte.

Welche Erkenntnis vermittelt der zitierte Text aus der DBZ? 1. Herr Torsten Berndt ist ein hochklassiger Rezensent 2. Herr Feuser ist keine einfache Persönlichkeit und 3. mangelt es der Philatelie an Grundwissen zu Papier, Druckfarben und anderem. Was sind diese Erkenntnisse wert?

Schade das wir nicht wissen, was das "und anderem" bedeuten soll. Ich werde gerne noch intensiver beschimpft.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

07.06.20, 16:10:12

Taihape12

(Mitglied)

Ja Jürgen - und schade, dass wir es mit solchen "Fachjournalisten" zu tun haben. Einfach schauderhaft!

Taihape12
07.06.20, 16:18:38

dieterm

(Mitglied)

Zitat von palaiss:
Auch in DBZ 13/2020 vom 5.6.2020 findet eine Besprechung der Bleisulfidbroschüre unter der Überschrift "Auch Bund betroffen" statt, wiederum von Philapress-Chefredakteur Torsten Berndt. Es heißt darin u.a.:

"Der Rezensent muss seine Befangenheit einräumen. Die Debatte um die Bleisulfidschäden hat er nämlich nur am Rande verfolgt. Dies, weil er um seine Briefmarken und Ganzsachen keine Angst zu haben brauchte, denn er hielt sich seit jeher an einen wichtigen Grundsatz der Archivare: Papier bewahrt man am besten in Papier auf, also in Einsteckalben mit Pergaminstreifen, in Pergamin- und Papiertüten. In Plastik steckende Auktionslose werden unmittelbar nach dem Eintreffen befreit und sicher verstaut. Ob der Auktionator Hüllen aus Polyvinylchlorid (PVC) oder anderen Stoffen der Plastikköche verwendet, interessiert den Rezensenten bestenfalls am Rande...

Ebenso wenig sollte man übersehen, dass Feuser zu den nicht ganz einfachen Persönlichkeiten zählt, also gewisse Reaktionen unter anderem der Verbandsfunktionäre auf Verständnis stoßen dürften - der Rezensent hat auch das eine oder andere von Feuser einstecken müssen. Trotzdem hat er selbstverständlich die Broschüre für die Privatbibliothek bestellt.

Eine Frage beantwortet sie allerdings nicht: Weshalb können immer noch neue Schäden entstehen? Wenn auch nur der Verdacht besteht, dass ein Material Archivalien schaden könnte, muss man es entfernen, lautet ein weiterer Grundsatz der Archivare. Vielleicht mangelt es der Philatelie nicht an Erkenntnissen über Einzelfälle, sondern an Grundwissen zu Papier, Druckfarben und anderem."


...Herr Berndt verkennt, daß Archivare beruflich mit derartigen Sachverhalten umgehen. Der betroffene Sammler hingegen kauft Lindner-Alben im Vertrauen darauf, daß ihm nichts angeboten wird, was für seine Marken schädlich sein könnte.

Das große Erwachen kommt dann viel später, wenn die Preußen-Sammlung nach Jahren mal wieder ans Tageslicht geholt wird.


"Das papierlose Büro wird ebenso wenig kommen wie das papierlose Klo."
Suche ständig Notopfer- und Wohnungsbaumarken und interessante Belege hierzu
07.06.20, 16:41:30

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 07.06.20, 18:23:08

Zitat von Juergen Kraft:
Welche Erkenntnis vermittelt der zitierte Text aus der DBZ? 1. Herr Torsten Berndt ist ein hochklassiger Rezensent 2. Herr Feuser ist keine einfache Persönlichkeit und 3. mangelt es der Philatelie an Grundwissen zu Papier, Druckfarben und anderem. Was sind diese Erkenntnisse wert?


Hallo Jürgen,

die einzige Erkenntnis, die diese "Rezension" vermittelt, ist die, daß der Rezensent lieber über seine eigenen Gewohnheiten schreibt als zum Broschüreninhalt.

Das wäre nicht weiter schlimm, wenn am Ende des Textes wenigstens eine eindeutige und klare Empfehlung gestanden hätte, sich die Broschüre unbedingt zu beschaffen und sie im eigenen Interesse zu studieren.

Genau das wurde aber vermieden. Den Grund mag sich jeder denken.

Es liegt auf der Hand, daß viele derjenigen, die nicht oder nur halbherzig vor den PVC-Folien warnen, eigene wirtschaftliche Interessen haben. Nicht klar ist mir aber, welche Rolle der Michel-Verlag in diesem Zusammenhang spielt. Es wäre doch ein Leichtes, bei den betroffenen Marken einen Warnhinweis zu bringen, ähnlich wie das bei wasserempfindlichen Druckfarben oder säurehaltiger Gummierung längst geschieht. Im Katalog wäre jedenfalls die Verbreitung dieser Information besser sichergestellt, als in Zeitschriftenartikeln, die immer nur einen kleinen Teil der Sammler erreichen.

Beste Grüße

Jürgen
07.06.20, 18:22:32

Johannes Hoffner

(BPP-Mitglied)

Lieber Jürgen (Altsax),

Schreib Doch an Frau Baumann von der Michel-Spezial Redaktion, sie hat bestimmt ein offenes Ohr dafür.

Viele Grüsse,

Johannes
07.06.20, 18:29:53

Napoleon

(Mitglied)

Newcomer-Frage:

Michel bietet ja auch selber Zubehör an, z.B. Einsteckblätter und Vordruckblätter, wie ich gerade in deren Shop gelesen habe.

Bei der Artikelbeschreibung https://www.briefmarken.de/michelshop/de/zubehoer/einsteckblatt-8-streifen-hoehe-3-5-cm steht nur als Materialbeschreibung: "Einsteck-Blatt aus Plastik"

Das klingt dann aber auch irgendwie ungut, oder? verwirrt

Bei den Michel Vordruckalben fand ich irgendwie gar keinen Hinweis auf das Material? verwirrt

https://www.briefmarken.de/michelshop/de/zubehoer/albenblaetter-bund/bund-2018-s

Da steht nur: "Die MICHEL-Klarsichthüllen halten die Briefmarken durch ihre doppelte Klemmnaht an zwei Seiten absolut sicher und unverrückbar fest – die Marken sind daher optimal geschützt."

Gibt es mit den Materialien, die dort verwendet werden, auch irgendwelche Erfahrungen? verwirrt
08.06.20, 03:31:08

palaiss

(Mitglied)

geändert von: palaiss - 08.06.20, 06:45:16

@ Napoleon

Bitte bestelle die Bleisulfidbroschüre oder lade sie Dir herunter, hier werden oft gestellte Fragen beantwortet. Bitte derartige Detailfragen in einem anderen Bleisulfidthread hier im Forum stellen.

http://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=165&s=5d135eecbb3afec3aaaf0cdc762beb4d

In diesem Thema sollte es ausschließlich um die Broschüre und das ganze Drumherum gehen.

MICHEL arbeitet m. W. mit der Firma PRINZ zusammen, die als einziger Zubehörhersteller im Zusammenhang mit der Hart-PVC-Affäre positiv aufgefallen ist (siehe meine Broschüre).

Wegen der Einsteckblätter direkt bei MICHEL nachfragen, um welches Material es sich handelt.

Bei den Vordruckalben werden Hawid-Klemmtaschen aus Polystyrol verwendet. Diese sind materialbedingt sehr empfehlenswert. Weniger empfehlenswert ist die Verwendung der oben und unten geschlossenen Klemmtaschen (eine dritte Öffnung zum Einführen und Entnehmen der Marken befindet sich hinten mittig.

Sorry, Hawid und MICHEL: Dieses System ist im Gegensatz zu den Alben z.B. von Leuchtturm/KABE, die die üblichen, dreiseitig vs. geöffneten Klemmtaschen verwenden, nicht nur unzweckmäßig, sondern kann nach meinen Beobachtungen bei unsachgemäßer Handhabung auch zu physischen Schäden führen (Gummifehler, Stauchungen). Auch die Optik leidet: wie man an der abgebildeten Musterseite erkennt, ist es offenbar schwierig, die eingeführten Marken problemlos zentrisch und gerade zu arretieren, sie hängen teils wild in der Luft.

08.06.20, 06:36:09
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