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Philaglück

(Mitglied)

Zitat von iceland10:
Zitat:
... Ein Stern , der deinen Namen trägt ....ist leider immer falsch....


Hi Christian

nur zum Verständnis, ist der Stempel generell falsch oder Rückdatiert? Ich habe ein unveröffentlichtes Manuskript mit der Überarbeitung des Meyer-Margreth der Hamburger Poststempel. Darin befinden sich 3 Typen des K1 mit Sternchen die ab dem 1.1.1868 auf NDP bekannt sind, was hier in den links gezeigt wird scheint immer Typ I zu sein, oder ist es eine kpl. Fälschung?

Gruß und ab auf´s Rad in Richtung Heidelberg freuen

Dieter


@iceland10

Hallo Dieter ,

ich hoffe die anderen haben genug zum Stempel geschrieben ;-) ..

Mit einem "Christian" musst Du mich verwechseln !?!

Gruß Michael
21.05.20, 20:46:21

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

demnach müssen also eine Menge von Falschstempeln bereits vor 1894 angebracht worden sein.

Im Senf-Katalog 1905 wird vor den "...jetzt zahlreich in den Handel kommenden falschen Abstempelungen..." gewarnt. Eigentlich entspricht das einer Vorwarnung, dass etwas geschehen wird. Dies mag an der damaligen Ausdrucksweise liegen. freuen

Im Michel 1923 wird auch vor dem Falschstempel gewarnt und Dr. Pirl zeigt einige bekannte Daten auf.

Jedoch war die Liste der Daten, welche bereits im Jahr 1913 im Briefmarken Journal veröffentlich wurde, ein ganze Stück länger.

Nun, der von Jürgen aufgezeigte Falschstempel, der von einem echten Gerät, welcher Herkunft auch immer, stammt, zeigt ein weiteres, nicht in den Listen befindliches Datum auf und ich werde noch weitere zeigen. Selbst habe ich mittlerweilen den Eindruck gewonnen, dass früher oder später ein jegliches Datum aus Juni 1866 bis Dezember 1867 möglich sein könnte! mit Augen rollen

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 Senf-1905_001.jpg (253.09 KByte | 3 mal heruntergeladen | 759.28 KByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Michel-1923_001.jpg (456.14 KByte | 15 mal heruntergeladen | 6.68 MByte Traffic)

Dateianhang:

 BJ-1913-Seite-65.jpg (115.28 KByte | 1 mal heruntergeladen | 115.28 KByte Traffic)

21.05.20, 21:26:53

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von iceland10:
Zitat:
Der nachstehende Viererblock DR MiNr. 19 wurde hier im Forum in einem anderen Thema gezeigt. Die festen Typen "HAMBURG" und den rechten Stern, von der fraglichen Marke, bekomme ich in geometrischer Hinsicht mit den Abschlägen auf dem Viererblock überein.


ich gebe zu bedenken das es sich bei dem Stempel auf den gezeigten BS Viererblocks umd den Typ III des K1 Hamburg * * handelt, auf den Fälschungen sich aber Typ I befindet

Gruß
iceland10

KOS Homepage


Hallo Dieter,

hier die beiden Stempel, vom Viererblock und von der besagten Hamburg-Marke, nebeneinander gestellt.

Die Skalierung habe ich anhand von mir eingescannten Marken gleicher Art vorgenommen und liegen mit im Vergleichsbild.

In geometrischer Hinsicht passen sie wie gesagt überein, aber dennoch habe ich Zweifel, dass es sich um Abschläge von ein und demselben Stempelgerät handelt.

Magst Du uns verraten, worin sich die Typen I und III, gemäß dem Dir vorliegendem und unveröffentlichten Manuskript unterscheiden sollen und welchen Verwendungszeitraum Meyer-Margreth angibt.

In seiner ersten und veröffentlichten Abhandlung, hatte er vom Einkreisstempel mit Sternen nur eine Type aufgezeigt - was selbstverständlich etwas zu wenig ist.

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 Vergleich_002.jpg (499.02 KByte | 9 mal heruntergeladen | 4.39 MByte Traffic)

21.05.20, 21:57:00

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

in den Dateianhang habe ich das originale Artikelbild der linken Marke hochgeladen. Ein windschiefes Foto.

Die rechte Marke erachtest Du als von dem angeblich in Privathand geratenen echten Stempelgerät gestempelt. Für mein besseres Verständnis möchte ich Dich fragen, von was genau Deiner Meinung nach die linke Marke gestempelt wurde. Vom selben Gerät, wie die rechte Marke oder von einer Imitation des selbigen oder gibt es evtl. eine dritte Möglichkeit?



Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 1866-08-01_001.jpg (276.02 KByte | 0 mal heruntergeladen | 0 Byte Traffic)

22.05.20, 02:24:33

inbetweener

(Mitglied)

geändert von: inbetweener - 22.05.20, 04:24:39

Die beiden Stempel scheinen sehr ähnlich (inkl. der etwas schief stehendes "U"). Nur die Zeitgruppe ist unterschiedlich - grotesk vs. antiqua.

Edit: ein weiteres Unterschied sind die Quetschränder, die auf der linke Marke fehlen.

Gruß, Rob
22.05.20, 04:17:10

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 22.05.20, 09:15:18

Hallo Rob,

das bei der linken Marke keine Quetschränder vorhanden sind, möchte ich so nicht sagen. Eventuell erschwert das Erkennen solcher das windschiefe Foto. Hierzu werde ich später selbst noch Tests anstellen, Scan vs Foto.

Die Sache mit dem schief stehendem U erachte ich aber als interessant. In echten, als Ankunftsstempeln verwendeten Stempeln oder auch auf dem bereits gezeigten Viererblock DR 19, hat das U eine andere Stellung. Um in symetrischer Hinsicht, mit den anderen Typen im Einklang zu stehen, müßte das U in den beiden Abdrucken eigentlich mehr nach rechts gekippt sein.

Hier die beiden Stempelabdrucke übereinander gelegt.



Bei dem nachstehenden Stempelabdruck mit Datum 4 2 66 10-11 V., fällt das schief stehende U auch auf (siehe Dateianhang).

Beste Grüße
Markus
Dateianhang:

 1866-02-04_001.jpg (90.71 KByte | 0 mal heruntergeladen | 0 Byte Traffic)

22.05.20, 09:11:32

iceland10

(Mitglied)

Zitat:
Hallo Dieter,

hier die beiden Stempel, vom Viererblock und von der besagten Hamburg-Marke, nebeneinander gestellt.

Die Skalierung habe ich anhand von mir eingescannten Marken gleicher Art vorgenommen und liegen mit im Vergleichsbild.

In geometrischer Hinsicht passen sie wie gesagt überein, aber dennoch habe ich Zweifel, dass es sich um Abschläge von ein und demselben Stempelgerät handelt.

Magst Du uns verraten, worin sich die Typen I und III, gemäß dem Dir vorliegendem und unveröffentlichten Manuskript unterscheiden sollen und welchen Verwendungszeitraum Meyer-Margreth angibt.


Hallo Markus,

ich ging davon aus das es bekannt ist das es 3 Typen gibt, wollte da nichts hinter dem Berg halten.

Suche heute Nachmittag die Daten heraus und schreibe die Unterschiede der Typen, gar kein Problem.

Gruß und ab in den Garten

Dieter
22.05.20, 09:21:15

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 22.05.20, 09:27:41

Zitat von Juergen Kraft:
noch ein Satz aus dem Beschlagnameprotokoll vom 3. März 1939 an die Gestapo, Leitstelle Hamburg, Stadthausbüro, z. Hd. Polizeioberinspektor Wiechmann:

"... über 100 falsche Stempel gefunden ... Darüber hinaus haben sich auch Original-Poststempel angefunden. Diese Stempel haben ihre Verwertung gefunden wenn, was in Deutschland, häufig der Fall ist, gebrauchte Marken verlangt worden sind. Es liegen uns Bogenteile vor, mit denen wir den Beweis antreten können. ... der Wert einer ungebrauchten Marke, die hiermit abgestempelt wird, um ein vielfaches. Es liegt also eine klare Bereicherung in diesem Fall vor."

Ende des Zitats aus dem Originalbrief, dessen Kopie wir vom Staatsarchiv in Hamburg bekamen.

Hallo Jürgen,

"über 100" wird auf der Webseite kulturgutverluste.de mit 160 beziffert.

Die Anzahl von Falschstempeln, die man auf Grund ihrer Qualität Goldner zuordnen kann, ist bei Helgoland überschaubar.

Aufgrund der vielen verschiedenen Daten, die auf Hamburg-Marken vorkommen, ist annehmbar, dass sich die Vielzahl der Stempel auf Hamburg fabriziert.

https://www.kulturgutverluste.de/Content/03_Forschungsfoerderung/Projekt/Museum-fuer-Kommunikation-Berlin/Projekt1.html

Beste Grüße
Markus
22.05.20, 09:26:21

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 22.05.20, 10:01:23

Zitat von iceland10:
Hallo Markus,

ich ging davon aus das es bekannt ist das es 3 Typen gibt, wollte da nichts hinter dem Berg halten.

Suche heute Nachmittag die Daten heraus und schreibe die Unterschiede der Typen, gar kein Problem.

Gruß und ab in den Garten

Dieter

Hallo Dieter,

das wäre ganz toll.

In Bezug des Einkreisstempels mit Stern zeigt Meyer-Margreth auf Seite 28 nur eine Type auf.

Das ARGE-Handbuch schreibt 2004 von zwei Typen und unter den Weiterverwendungen von diversen Typen.

Nunja, mit in dieser Art gestalteten Angaben, kann man nicht wirklich etwas anfangen.

Das Frühdatum soll der 9.2.1866 sein, jedoch kenne ich keinen einzigen Beleg aus 1866, bei dem dieser K1 als Ankunfts- oder Durchgangsstempel verwendet wurde. Auch im Briefmarken-Journal 1913 und im "Das Postwertzeichen 1937" ist immer nur wieder von 1867 bzw. Januar 1867 die Rede, dass der Stempel zum Einsatz kam. Wer eine Verwendung im Jahre 1866 belegen und bebildert aufzeigen kann, der möchte dies bitte tun.

Einen Falschstempel mit Datum 9 2 66, konnte ich aber auffinden. freuen

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 Meyer-Margreth_Seite-28.jpg (724.2 KByte | 14 mal heruntergeladen | 9.9 MByte Traffic)

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 ARGE-Handbuch-2004_Hamburg-K1-mit-Stern_001.jpg (348.9 KByte | 10 mal heruntergeladen | 3.41 MByte Traffic)

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 ARGE-Handbuch-2004_Hamburg-K1-mit-Stern_002.jpg (436.97 KByte | 10 mal heruntergeladen | 4.27 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 1866-02-09_001.jpg (433.47 KByte | 0 mal heruntergeladen | 0 Byte Traffic)

22.05.20, 09:59:18

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 22.05.20, 10:42:21

Hallo,

zur Abwechslung hier ein weiterer echter Stempel, mit Datum vom 18.08.1868 auf Postanweisung nach Helgoland.

Bildquelle 39. Christoph Gärtner Auktion.

Also, irgendwie sieht das symetrischer aus, als bei den oben gezeigten Falschstempeln.

Beste Grüße
Markus
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 1868-08-18_001.jpg (385.25 KByte | 12 mal heruntergeladen | 4.51 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 1868-08-18_002.jpg (349.7 KByte | 0 mal heruntergeladen | 0 Byte Traffic)

Dateianhang:

 1868-08-18_003.jpg (97.35 KByte | 1 mal heruntergeladen | 97.35 KByte Traffic)

22.05.20, 10:39:43
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