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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich beobachte den Scannermarkt besonders genau und habe die meisten in Frage kommenden Geräte getestet.

Dabei war bisher der EPSON PHOTO v500 am besten für Briefmarken geeignet. Seit kurzem gibt es einen v600. Meine Frau konnte ein Gerät direkt von Epson bekommen. Der empfohlene Verkaufspreis ist um 320,- Euro. Wegen Lieferengpässen sieht man auf Ebay Angebote für 389,- Euro.

Im direkten Vergleich von v500 zu v600 kann man feststellen:

1. die Geräte sind gefühlt etwa gleich schnell
2. der v600 ist fast geräuschlos, also leiser als der v500. Was jedoch in der Praxis egal ist.
3. der v600 bringt mehr Schärfe. Die Qualität beim Scannen von Fotos dürfte in der Preisklasse unschlagbar sein
4. die Beleuchtung wurde geändert. Das Licht kommt nicht mehr von der Seite, sondern ziemlich genau von unten. Das ist bei Fotos und flachen Marken ein Vorteil. Für Marken mit Prägung ein erheblicher Nachteil

Ich habe heute eine Brustschildmarke mit beiden Scanner gescannt. Auflösung war jeweils 4800 DPI. Die Bilder sind in etwa so von der Scanner Software erzeugt.

Hier zunächst der Vergleich der Prägung. Links der Scan vom v500. Dieser ist deutlich besser, um die Prägung zu zeigen.


Hier ein Vergleich der die deutlich besser Schärfe des v600 zeigt. Beide Bilder sind stark verkleinert.


Mein Beitrag soll auch dazu dienen, Brustschildsammler, die einen optimalen Scanner für ihr Sammelgebiet suchen, auf den v500 hinzuweisen, den es eventuell nicht mehr lange gibt. Bei EPSON USA gibt es den Scanner im Shop für 199,- USD. In Europa liegt der Preis allerdings nach wie vor um 280,- Euro.

Ein Nachtrag: der V600 kann Prägungen doch fast so gut, wie der V500 scannen. Man muss allerdings vor jedem neuen Scan in der Software über das Menü "Konfigration", "Sonstiges" einen Haken bei "Struktur erhalten" setzen. Die Software möchte sonst strukturierte Oberflächen von Fotos wegrechnen, was die Prägung stark verändert.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
28.11.09, 23:18:49

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hier noch ein verkleinerter Scan der vollständigen Gurke, aus dem v500



J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
28.11.09, 23:28:12

Benjamin

(Mitglied)

Hallo,

ich bin auch noch ein Neuling auf dieser Seite und würde natürlich gerne mal ein paar Stücke zeigen, habe jedoch noch keinen Scanner und überlege mir einen anzuschaffen. Da ich noch studiere sollte er vielleicht nicht allzu teuer sein.

Deswegen auch meine Frage, ob die Scanner bis 100 Euro ( liebäugele mit dem >Canon Canoscan Lide 200< ) zum Scannen von Briefmarken etwas taugen ?

Beste Sammlergrüße
Benjamin
29.11.09, 02:07:52

Roman Scheibert

(BPP-Mitglied)

Ich hab den Epson V750, der bekommt auch keine besseren Scans hin.
Dateianhang (verkleinert):

 Untitled-1.jpg (178.21 KByte | 18 mal heruntergeladen | 3.13 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Untitled-2.jpg (119.53 KByte | 5 mal heruntergeladen | 597.65 KByte Traffic)

29.11.09, 04:09:02

carolinus

(Mitglied)

Hallo,

Wenn man nicht so viel ausgeben will, kann ich den Epson Perfection V 350 empfehlen. Kostet ab 130 Euro.

Ich hatte ihn vor einem Jahr schon einmal HIER vorgestellt und bin sehr zufrieden.





Gruß carolinus

Grüße aus Braunschweig, der Stadt Heinrichs des Löwen
29.11.09, 07:59:41

Tawwa

(Mitglied)

Hab den Canon Lide 200, bin ganz zufrieden, allerdings kann man im Experten Modus nur 1200 DPI auswählen, aber Jürgen Kraft meint, dass man irgendwo manuell die DPI Zahl eingeben kann.

Dafür kostet der Canon Lide 200 auch nur 77 Euro.

Gruß
Tawwa
29.11.09, 09:50:10

Dienstheini

(Mitglied)

Hallo:
Zusammen.
Als mein alter Scanner den geist aufgegeben hate hab ich mir bei Ebay einen gebrauchten gekauft, 25, Euro inkl.Porto.
Es ist ein Tevion, ich kann bis zu 19200 DPI einstellen, das ist sowiso viel zu viel, den bei z.B. 12000 kann man getrost eine Kaffeepause einlegen bis er fertig ist.Aber im Großen und Ganzen bin ich voll zufrieden mit dem Gerät, für meine Zwecke reicht der allemal.
mfg. Dienstheini.
29.11.09, 10:37:59

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

bei den Scanner sind drei Eckwerte zu unterscheiden:

1. physikalische Auflösung

2. Softwaretechnisch mögliche Auflösung

3. letzter Wert bei dem noch ein scharfes Bild herauskommt

Die von Dienstheini genannten 19200 DPI (siehe Punkt 2) sind ein Wert den man einstellen kann. Heraus kommt ein gewaltig großes und gewaltig unscharfes Bild. Den Wert von 19200 kann man bei fast allen modernen Scannern einstellen. Scanner die diese Auflösung auch beherrschen, kosten viele tausend Euro.

Zu 1.) wird der v500 mit 6400 x 9600 dpi angegeben. Der letzte Wert bei dem scharfe Scans möglich sind ist aber 2400 DPI, siehe Punkt 3.

Der v600 hat laut Epson 6400 x 9600 dpi "optical resolution", während beim v500 auf der Epsonseite "Amazing 6400 x 9600 dpi resolution" steht. Was auch immer das bedeuten mag. Eigentlich sollte beides der physikalische Wert sein. Tatsächlich führt bei beiden Scanner der Wert 9600 DPI zu unscharfen Bildern. Ich will nicht bezweifeln, das beim Scannen von Fotos noch eine Trennung von Farbpunkten möglich ist. Die Anforderungen bei Scannen von Briefmarken sind aber andere.

Aktuelle Noname Scanner habe ich nicht getestet. HP Scanner waren ohne Ausnahme beim ähnlichen Preis schlechter als Canon oder Epson. Deshalb kann man sich im Moment auf die Auswahl dieser beiden Firmen beschränken.

Zu der Canon Lide Serie kann ich nur zum Lide 600 etwas sagen. Dort kann man in dem Auswahlfeld, dass bei 1200 geht, einfach hinein klicken und die Zahl überschreiben. Das geht normalerweise nicht. Aber das Scanprogramm ist ja keine Browserbedienung (in der das nicht ginge) sondern ein eigenständiges Programm in dem der Programmierer programmieren konnte, was er wollte, auch diese eigenwillige Bedienung.

Hier noch ein Ausschnitt aus einem 9600 DPI Scan vom v600:


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
29.11.09, 13:29:48

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hier noch das ganze Bild als starke Verkleinerung. Da ist selbstverständlich alles gestochen scharf:



Als preiswerter Universalscanner, der für Briefmarken gut geeignet ist, weil er eben auch Prägungen oder Papierstruktur zeigt, ist der Epson v350 zu empfehlen. Siehe Beitrag von Carolinus auf dieser Seite.

Andere Geräte scannen auch, aber die Bilder sind im direkten Vergleich ziemlich unterschiedlich. Was ich noch testen muss, ist die Farbtreue bei blauen und grünen Tönen, bei der fast alle Scanner versagen.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
29.11.09, 13:36:06

Harald_01

(Mitglied)

Hallo,

das erneute Aufgreifen des Themas "Scanner" hat mich nun endlich auch zum Handeln bewegt. Ich hatte auch schon eine ganze Weile überlegt, welchen Scanner ich mir zulegen sollte, dabei sind mir nebenbei Multifunktionsgeräte aufgefallen, die preislich unschlagbar scheinen. Nun habe ich mich aber nochmals besonnen und bewusst für Carolinus' Tipp entschieden. Der T-Online Shop liefert den V350 zur Zeit versandkostenfrei für 132.-€. Zuvor habe ich auch Jürgens Hinweise zum V500 verfolgt und bei ebay USA geschaut. Tatsächlich gibt es dort Neugeräte für unter 200.- USD. Jedoch wird der Spaß durch Versandkosten von ca. 75.-USD getrübt, zudem ist bei der Lieferung nach Deutschland mit einer zollamtlichen Abfertigung zu rechnen, was wohl nochmals 19% Zuschlag auf den Warenwert bedeuten würde. Damit kostet der V500 dann auch über 200.-€, genau so viel wie bspw. bei Amazon Deutschland.

Viele Grüße von Harald
29.11.09, 13:51:21
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