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erron

(Mitglied)

geändert von: erron - 24.06.18, 19:17:00

Zitat von goska9:
Ich stelle meine Frage hier (statt ein neues Thema zu öffnen).

Unten abgebildet ist ein Attest für Germania 85P.
Mein Frage: ist Michel Nr 85P gleich an Michel Nr 85II V ??

Attest ist von 2010. Ich habe noch ein Katalog aus 2007 und da wird auch schon die Marke 85IIV gelistet. Ist 85P dann doch etwas anderes als 85IIV oder hat herr Oechsner einfach 85IIV schreiben mussen auf das Attest?

mfg, goska9


@goska9,
wenn ich mir das Buch von Jäschke-Lantelme (100 Jahre Germania) durchlese, wird auf Seite 165 ff das Kapitel "Andrucke" behandelt.
Zitat auf Seite 166: "Andrucke der Mi.Nr. 85 und 86 finden sich auf ungummierten leicht bräunlichen Papier." Und als Fußnote 23: "Diese Drucke gehören aufgrund des Randdrucks (Strichelleiste unter Feld 95/96 unterbrochen) des Druckausfalls und der Zeichnung nicht zur Ausgabe 1902."

Anscheinend hatte Dr.Oechsner in seinem Attest den "Andruck" mit "Probedruck" gleichgesetzt.

Für mich ist es die Mi. Nr. 85 II V.
Nachtrag:
Hier ist diese Andruck(probe) mit Oberrand dargestellt.
http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=483&id=488
Etwas nach unten scrollen.

mfg

erron
24.06.18, 19:04:32

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

es ist schon beachtlich, wie inkonsequent in der Philatelie gehandelt wird. Bei Tschechoslowakei sind die Maschinenproben Abfall, eben geklaute Makulatur, bei Germania steigt das Papier in höhere Sphären auf. Dann wird aus einer Selbstverständlichkeit in jeder Druckerei, ein "Versuchsdruck", nur weil jemand ein paar Stück davon gestohlen hat.

Durch den Begriff wird doch der Eindruck erweckt, es wären "Versuche" gemacht worden, irgendwie speziell zu drucken. Dann stellt man sich dicke Urkunden mit riesigen Unterschriften vor, mit den die "Versuche" genehmigt wurden und nach Abschluss der "Versuche" das tollste Ergebnis zur Vorlage.

Was für ein Quatsch!

Bevor eine Buchdruckauflage auf dem eigentlichen Papier gestartet wird, kommt das dickere, saugfähige Papier zum Einsatz. Das ist in praktisch jeder Druckerei der Fall.

Makulatur entsteht nicht nur durch ungewollt verunglückte Drucke, sondern auch durch die Einrichtung der Druckplatten, Maschinen, Farben usw.

Weshalb gibt es nicht zu jeder Buchdruckmarke "Versuchsdrucke"? Weil der Quatsch üblicherweise im Müll landete.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
24.06.18, 19:44:45

goska9

(Mitglied)

Ich glaube hier ist einen Nerv getroffen....

Zurück zum Originalfrage: geht es hier um ein 85IIV?
Ich denke jetzt auch: ja

Daneben: wird es gesammelt, steht es im Michel, wird es geprüft?
Alles: ja !!

Ich sehe das Problem nicht. Man darf und kann sammeln was man will. Und ja, es gibt Inkonsistenzen. Glücklich sage ich, sonst werde es so Steril.

mfg, goska9


*Die deutsche Sprache ist schwierig*
24.06.18, 20:59:38

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von goska9:
Ich glaube hier ist einen Nerv getroffen....

Zurück zum Originalfrage: geht es hier um ein 85IIV?
Ich denke jetzt auch: ja

Daneben: wird es gesammelt, steht es im Michel, wird es geprüft?
Alles: ja !!

Ich sehe das Problem nicht. Man darf und kann sammeln was man will. Und ja, es gibt Inkonsistenzen. Glücklich sage ich, sonst werde es so Steril.

mfg, goska9



Hallo,

ja, jeder darf sammeln was er will. Das habe ich oft genug betont.

Ja, ich halte auch die Katalogisierung und den Preis für realitätsnah. Als einsame Ausnahme aber für extrem fragwürdig. Wer hat das veranlasst? Wem nützt das? Ich finde, Sammler werden wie lächerliche Deppen von Michel vorgeführt, wenn sie einmal zu naiv sein sollten, um das Produkt einer technischen Einrichtung zu erkennen (Beispiel, alle andere Makulaturdrucke, außer diesen Germaniadrucken, die "Versuchdrucke" sein sollen. Was ist denn bitte versucht worden? Zu drucken?

Dummheit macht nicht glücklich, auch wenn sie so wirkt, als wäre sie nicht so steril.

Fazit: lasst euch nicht von Katalognotizen nicht veralbern.

Mein Tipp an Michel: katalogisiert alles, was es real am Markt gibt, aber benennt es neutral und korrekt und verkohlt nicht die Sammler mit Begriffen, um euch wichtig zu machen.

Nebenbei: Michel hat sich das sicher nicht selbst ausgedacht, sondern irgendwelche Wichtigtuer, die wohl ein paar der Drucke in ihrem Besitz hatten.

Noch einmal: man darf das katalogisieren, aber dann bitte als "Druckprobe zur Maschineneinrichtung" und dann bitte jeden dieser Drucke am Markt, egal wo er herkommt. Zur Sammlerbeglückung wurde kein Stück davon hergestellt. Das hier als "Versuchsdruck" geadelte Stück Papier wurde nicht für irgend einen höheren Zweck hergestellt, sondern ist einfach technisch bedingter Abfall.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
24.06.18, 23:20:23

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 25.06.18, 00:54:28

Hallo,

es ist mindestens der dritte Thread, in dem wir diesen Müll besprechen.

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich noch nicht einmal um gewöhnliche Andrucke sondern lediglich um vom Germania-Ring "georderte" Andrucke handelt.

Andrucke von Bayern Luitpold-Ausgabe oder Tschechoslowakei Hradschin-Ausgabe, kommen oftmals in der Art vor, dass die Andruckpapiere mindestens zweimal durch die Druckmaschine befördert wurden, manchmal finden sich sogar auch beideitig bedruckte Papiere.

Im Jahre 2009 hatte ich mit bester Argumentation, u.a. mich auf das Kohl-Handbuch berufend, vergeblich bemüht, für die nachstehenden Andrucke wenigstens Kurzbefunde zu erhalten, zumindest eine Bestätigung darüber, dass es sich um Andrucke handelt. Doch bei Herrn Newiger BPP, biss ich auf Granit. Wären es solche von der Germania-Serie, dann hätten mir bestimmt einige BPP-Mitglieder Atteste ausgestellt!



Da es nun einmal mehr Sammler für deutsche Briefmarken gibt, als solche für italienische bzw. sardinische oder tschechoslowakische, ist das Potiential derer, die naiv und blindlings diversen Katalognotierungen und BPP-Attesten folgen, größer.

Beste Grüße
Markus
25.06.18, 00:53:24

goska9

(Mitglied)

Ok. Ein andere Frage, wobei es jetzt hoffentlich nicht zum ärger leitet bei der verschiedener Mitglieder.

Unten abgebildet ein 149bII Randstück. So far, so gut.

Aber habe ich es Recht dass es hier handelt um ein ZRb-Marke? Ein Marke mit Seitenrand und Zählnummer. Ist das ´8´ das Zählnummer?

Wann ja, dann steht er nicht im Michel und dann ist Michel wieder Inkonsitent. Aber ja, dass wissen wir jetzt (=ein wenig Humor).

Wann nein, ist es dann ein einfache Randstück mit Plat.Nr und ReiheNr?

mfg, goska9
Dateianhang:

 149bII-1.jpg (80.61 KByte | 1 mal heruntergeladen | 80.61 KByte Traffic)


*Die deutsche Sprache ist schwierig*
25.06.18, 14:24:01

briefmarken-raschke

(Mitglied)

ZRb-Marke nein
8 ist die Plattennummer gibt es von 1-12
25.06.18, 14:43:13

goska9

(Mitglied)

Danke.

Hoffentlich kann jemand dann ein ZRb-Marke zeigen?

mfg, goska9

*Die deutsche Sprache ist schwierig*
25.06.18, 15:41:55

briefmarken-raschke

(Mitglied)

ZRb = Bogenzähler bei Rollenbahnbogen,Bild 1


Ganzer Rollenbahnbogen ,Bild 2
Dateianhang (verkleinert):

 147-21.jpg (64.16 KByte | 25 mal heruntergeladen | 1.57 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 147-21a.jpg (442.9 KByte | 25 mal heruntergeladen | 10.81 MByte Traffic)

25.06.18, 18:11:42

goska9

(Mitglied)

Ah !! Vielen Dank für das zeigen.

Ich habe nicht oft komplette Bogen. Ich will die auch nicht gerne haben weil die so schwer zu verschicken sind freuen

*Die deutsche Sprache ist schwierig*
25.06.18, 18:23:13
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