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hans47

(Mitglied)

geändert von: hans47 - 21.10.16, 19:05:03

palaiss

Das ist sehr interessant.

VG, hans47
21.10.16, 14:58:13

palaiss

(Mitglied)

Ein Langzeittest der ArGe Bayern bestätigt die verheerenden Auswirkungen durch Bleisulfid bei bleihaltigen Marken- und Papierfarben, wenn sie unter PVC gelagert sind.

http://www.arge-bayern.eu/12.html
12.12.16, 09:11:00

sodrei

(Mitglied)

Zitat von palaiss:
Ein Langzeittest der ArGe Bayern bestätigt die verheerenden Auswirkungen durch Bleisulfid bei bleihaltigen Marken- und Papierfarben, wenn sie unter PVC gelagert sind.

http://www.arge-bayern.eu/12.html


- schöner und klarer (anschaulicher) wäre es aber gewesen, wenn die ArgeBayern echte Briefmarken genommen hätte und nicht nur Papierstreifen.
12.12.16, 23:13:47

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 12.12.16, 23:33:31

Hallo sodrei,

die Bleiacetatstreifen sind aber der wissenschaftliche Beweis dafür, daß chemisch aktive Schwefelverbindungen im Spiel sind. Genau das wurde von den Folienverarbeitern immer bestritten. Auch die von ihnen beauftragten und bezahlten Gutachter haben eigenartigerweise nichts feststellen können. Wenn man sich die Versuchsbeschreibungen durchliest, wird auch klar, warum.

Beste Grüße

Altsax

PS: Vielleicht schafft es ein neuer BDPh-Vorstand, sich dieser Problematik einmal mit dem erforderlichen Nachdruck anzunehmen.
12.12.16, 23:32:50

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von sodrei:
Zitat von palaiss:
Ein Langzeittest der ArGe Bayern bestätigt die verheerenden Auswirkungen durch Bleisulfid bei bleihaltigen Marken- und Papierfarben, wenn sie unter PVC gelagert sind.

http://www.arge-bayern.eu/12.html


- schöner und klarer (anschaulicher) wäre es aber gewesen, wenn die ArgeBayern echte Briefmarken genommen hätte und nicht nur Papierstreifen.


Hallo,

verdorbene Marken haben wir viele gezeigt und auch schon zu viele gesehen. Nach meiner Meinung ist es auch nicht die Frage ob die Hüllen die Marken schädigen, sondern nur, wann Gerichte einen angemessenen Schadensersatz anerkennen. Die betroffenen Hersteller könnten daran untergehen, die Sache wirtschaftlich nicht überleben. Die Trauer darüber könnte sich dann in Grenzen halten.

Die Vermarktung der der umstrittenen Folien für die betroffenen Briefmarken ist nach meiner Meinung kriminell und schädigt vorsätzlich Käufer der Produkte. Entsprechende Warnhinweise könnten die Hersteller schützen und die Verantwortung den Verbrauchern überlassen. Nicht einmal das wird gemacht. Verbraucherschädigung ist allerdings ein weit verbreitetes Geschäftsmodell. Ob völlig wirkungslose Medikamente, sinnlose Nahrungsergänzungsmittel oder industriell, chemisch zusammengepanschte "Lebensmittel", die allenfalls den Status von Sondermüll haben, alles wird an den Verbraucher gebracht.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

13.12.16, 00:43:23

Mystery

(Mitglied)

Wenn ich mich mal als vollständiger Laie mit einer Frage dazwischen darf:

Muss ich mir als Sammler von Briefmarken des Deutschen Reichs (Infla) Sorgen um meine Marken machen, wenn ich mir neue Einsteckalben von Lindner, Leuchtturm, Goldhahn etc. zulege die entweder Pergamin bzw. klare Plastikstreifen aus mir unbekanntem Material haben?

Bzw: Welcher Hersteller hat unbedenkliche Produkte (Einsteckalben in meinem Fall) im Angebot?
13.12.16, 07:07:41

Altsax

(Mitglied)

Zitat von Juergen Kraft:
Die Vermarktung der der umstrittenen Folien für die betroffenen Briefmarken ist nach meiner Meinung kriminell und schädigt vorsätzlich Käufer der Produkte. Entsprechende Warnhinweise könnten die Hersteller schützen und die Verantwortung den Verbrauchern überlassen. Nicht einmal das wird gemacht. Verbraucherschädigung ist allerdings ein weit verbreitetes Geschäftsmodell. Ob völlig wirkungslose Medikamente, sinnlose Nahrungsergänzungsmittel oder industriell, chemisch zusammengepanschte "Lebensmittel", die allenfalls den Status von Sondermüll haben, alles wird an den Verbraucher gebracht.


Hallo Jürgen,

in einer funktionierenden Marktwirtschaft katapultiert sich ein Hersteller mit schadhaften oder gar schädigenden Produkten von selbst ins Abseits.

Das Problem besteht für den Verbraucher darin, derartige Produkte zu erkennen. Da der Einzelne wegen der oftmals vorhandenen Komplexität dazu nicht in der Lage ist, sollten auf gesetzlicher Basis arbeitende Prüfinstitutionen, Verbraucherschutzverbände etc. eigentlich diese Aufgabe übernehmen. Der Presse obliegt es, darüber entsprechend zu berichten.

Hersteller, die "Dreck am Stecken haben"(siehe VW) verlegen sich deshalb darauf, sich diese Institutionen gewogen zu machen. Die "Interessen der Verbraucher" kommen nur in Sonntags- und Wahlreden von Politikern sowie in Satzungen von Interessensverbänden wie dem BDPh vor. Die Realität sieht anders aus.

Beste Grüße

Jürgen

13.12.16, 08:48:18

palaiss

(Mitglied)

geändert von: palaiss - 13.12.16, 10:13:21

Im aktuellen Verkaufsprospekt der Fa. Lindner heißt es unter dem Titel "Sammelzubehör mit Prädikat" u.a.:

"Der Anspruch, Sie in Ihrer Sammelleidenschaft zu unterstützen ist unser vornehmliches Ziel, was sicher nur durch unseren hohen Qualitätsanspruch zu gewährleisten ist. Qualitätskontrolle bei der Produktion und bei unseren Zulieferern ist für uns Verpflichtung und selbstverständlich. Ein Großteil unserer Produkte wird Nach wie Vor in Eigenproduktion oder Betrieben in Deutschland und Europa hergestellt, was uns einen schnellen und effektiven Zugriff auf Produktion und Qualitätskontrolle garantiert. Nicht zuletzt durch diesen Qualitätsanspruch ist Lindner weltweit überzeugend in Funktion, Verarbeitung und Design."

Unter der Überschrift "Das Lindner-T-System heißt es u.a.:

"Jedes Blatt des LINDNER-T-Systems besteht aus einem PERMAPHIL-Kartonblatt und einer am linken Rand aufgeklebten Hart-PVC-Hülle. Die Folienhüllen sind frei von Säuren und Weichmachern. Zahlreiche Gutachten unabhängiger Institute belegen dies und geben Sicherheit, dass die Marke in dieser Folie optimal geschützt ist."

BDPh-Präsident Uwe Decker ist gleicher Meinung. In seinem Reisebericht zur Seouler Weltausstellung (vgl. "philatelie" 10/2014) heißt es:

"Während bei den Briefmarken eher die niedrige Preisklasse gesucht war, konnte die Firma Lindner Zubehör "Made in Germany" in einer ganz anderen Preisklasse als in Asien verkaufen. Hier war Qualität gefragt."
13.12.16, 10:00:56

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von Mystery:
Wenn ich mich mal als vollständiger Laie mit einer Frage dazwischen darf:

Muss ich mir als Sammler von Briefmarken des Deutschen Reichs (Infla) Sorgen um meine Marken machen, wenn ich mir neue Einsteckalben von Lindner, Leuchtturm, Goldhahn etc. zulege die entweder Pergamin bzw. klare Plastikstreifen aus mir unbekanntem Material haben?

Bzw: Welcher Hersteller hat unbedenkliche Produkte (Einsteckalben in meinem Fall) im Angebot?


Hallo,

wie schon vielfach geschrieben, nenne ich gerne meine eigene Positivliste. Unabhängig davon sind hier im Forum auch eine ganze Reihe tatsächlich unbedenklicher Produkte genannt.

Ich empfehle Einsteckbücher die ausschließlich Pergamin enthalten. Pergaminstreifen und Pergamin Zwischenblätter. Bessere Marken kommen zusätzlich in Hawidtaschen.

Peter hat ja auch die in GB üblichen Folien als unbedenklich genannt. Das glaube ich auch und wer aus GB kauft, bekommt die Marken meist in einer Kombination aus Papier und dieser dünnen Folie. Deren Vorteil ist die Durchsichtigkeit. Ansonsten sehe ich keinen Vorteil gegenüber Pergamin.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

13.12.16, 13:26:05

Nordseegold

(Mitglied)

Moin,

habe den heutigen Feiertag genutzt und einen weiteren Teil meiner Sammlung in Secol-Hüllen innkl. säurefreiem Karton umgebettet. Insgesamt habe ich ca. 900 Belege geschafft. Ist eine recht aufwendige Arbeit. Bisher habe ich ca. 4500 Belege sicher untergebracht. Jetzt fehlen nur noch weitere ca. 2000. Dann ist es endlich vollbracht und die gesamte Sammlung liegt entweder unter Hawid auf säurefreiem Karton bzw. in Secol-Hüllen (u. a. die AK usw.). Die Leuchtturm-Alben mit den Optima-Hüllen landen in der Mülltonne.

Grüße
Michael

Tschüss Michael Suche immer alles von Bremervörde, Selsingen, Kuhstedt
26.12.16, 23:46:37
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