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Michael D

(Mitglied)

Hallo Frank,

es handelt sich um einen Paketbegleitbrief von Kalau nach Frankfurt a.O. an das dortige Pupillen-Collegium (= Vormundschaftsgericht)
Der L2 von Frankfurt dokumentiert die Ausgabe des Paketes.
Der Brief selber wog 7/8 Loth, links oben notiert.
Das Paket wog 18 Pfd., darunter notiert (der Scan ist leider recht unscharf).
Links unten steht "anbei 1 Paquet signiert H.P.S." (Herrschaftliche Pupillen Sache).

Der Empfänger hatte insgesamt 12 1/2 Sgr. zu bezahlen.
Die Entfernung Kalau-Frankfurt waren 10 Meilen.
Der Brief kostete 2 1/2 Sgr. (Begleitbriefe waren bis 3/4 Loth frei)
Das Paket 9 Sgr. (Progressionsstufe 2 * 1/4 Sgr. * 18 Pfd.)
Dazu kam dann noch das Scheingeld von 1 Sgr.

Gruß
Michael
04.01.13, 19:27:53

Magdeburger

(Mitglied)

Hallo Frank

ich lese hier 18 Loth als Paketgewicht.
Ich denke, dass die Schriften- und Actentaxe zur Anwendung kam. Diese betrug hier die 4fache Brieftaxe. Einfach war bei 10 Meilen 2 1/2 Sgr, so dass sich erstmal 10 Sgr ergeben.
Wie @Michael auch schon schrieb, war das Übergewicht des Begeleitbriefes von 1/8 Loth auch zu bezahlen. Diese war hier die einfache Brieftaxe von 2 1/2 Sgr.

Beide Werte addiert ergeben dann auch 12 1/2 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruß

Ulf

04.01.13, 20:06:53

Andreas44

(Mitglied)

Hallo,

ich komme mit den Vermerken nicht klar.
Ist der Brief nie in Stettin angekommen, weil es keinen Stempel von dort gibt? Oder ist der rückseitige Stempel von Stettin?

Gruß Andreas
Dateianhang (verkleinert):

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Dateianhang (verkleinert):

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17.09.17, 17:33:31

nordlicht

(Mitglied)

Hallo Andreas,
der Brief lief retour zurück nach Berlin.
Viele Grüße
nordlicht
17.09.17, 18:11:27

Andreas44

(Mitglied)

Warum wurde der Stempel gestrichen?
Wie heißt der rote Vermerk neben dem Stempel?

Porto?
17.09.17, 18:57:20

Magdeburger

(Mitglied)

Hallo Andreas

ich lese (in Rot) n(ach) B(erlin) u(n)d ret(our)... - Der Aufgabestempel von Berlin wurde in Stettin gestrichen, genauso wie eben auch Stettin und neu Berlin in der Anschrift gestrichen bzw. neu notiert wurde. Das Streichen des Aufgabestempels sieht man hin und wieder, jedoch nicht immer.

Siegelseitig sind 2 Ausgabe-Stempel - der vom 13. ist sicher aus Stettin - der vom 14. möglicherweise aus Berlin.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
18.09.17, 07:38:28

Andreas44

(Mitglied)

Hallo Ulf,

vielen Dank für das Entschlüsseln des roten Vermerks.

Was könnte der Grund sein, weshalb der Brief retour ging?

18.09.17, 16:45:53

heini

(Mitglied)

@Wissende,
kann mir jemand etwas über diesen Umschlag schreiben, ohne Inhalt freuen

Dateianhang (verkleinert):

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Dateianhang (verkleinert):

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Gruß Heini ----------- Dumme Fragen gibt es nicht, dumm ist nur, wer nicht fragt. Dumme Antworten gibt es allerdings eine Menge! ;)
08.10.20, 23:36:31

Magdeburger

(Mitglied)

Hallo Heini

Adressiert ist der Brief "An die Salarien Kasse des Königlichen Kreisgerichts zu Bütow"
Links steht noch:
Eingezahlt 3 Rtl 1 Sgr 6 Pfennige
Drei Thaler Einsilbergroschen sechs Pfennige.

Damit handelt es sich um eine Baare Einzahlung, also dem Vorläufer der Postanweisung.

Die Entfernung Rummelsburg (heute Miastko) nach Bütow (heute Bytów) beträgt ca. 6 Meilen.

Eine echte Datierung ist kaum möglich, da ab 01.09.1852 immer 1 Sgr. für die Baare Einzahlung und 1 Sgr. Entfernungstaxe angefallen wären, was auch bar frankiert wurde. Die Postanweisung wurde zum 01.01.1865 eingeführt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
09.10.20, 08:50:27

heini

(Mitglied)

Herzlichen Dank Ulf, das hilft mir weiter.

Gruß Heini ----------- Dumme Fragen gibt es nicht, dumm ist nur, wer nicht fragt. Dumme Antworten gibt es allerdings eine Menge! ;)
09.10.20, 12:53:18
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