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Administrator

(Administrator)

Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen in diesem neuen Thema.

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
12.06.10, 17:57:30

vozimmer

(Mitglied)

Hallo Zusammen,
anbei ein Beleg vom 11.9.1858 von Hamburg nach Berlin.

Beschreiben würde ich ihn wie folgt:
Faltbrief mit Inhalt vom 11.9.1858 von Hamburg bei der Bergedorfer Landpost aufgegeben über
Bergedorf nach Berlin. 8-eckiger Bergedorfer Landpostamt „B.L.P.A“ der ehemaligen privaten Bergedorfer Landpost Reppenhagen
als Nebenstempel zum Bergedorfer Textbogenstempel „BERGEDORF 13 9 II T“ des Beiderstädtischen Postamts nach Berlin.
Rückseitig Eisenbahnstreckenstempel L3 „HAMBURG 13 9 ? BERLIN“ und Ausgabestempel K1 „14.9. 7 - 9 Vm“.
Röteltaxe 4 Schillinge Franko vom Absender bezahlt.

Zu dem Brief habe ich 3 Fragen, die eventuell hier beantwortet werden können.

1. Warum wurde ein Brief aus Hamburg nicht über Hamburg nach Berlin befördert, sondern über die Bergedorfer Landpost nach Bergedorf (dort Aufgabestempel) und von da aus mit dem Zug nach Berlin.

2. Im Inhalt heißt es ganz oben " Hamburg den 11 ten ???? 1858 ...". Die Monatsangabe müsste September lauten, tut sie aber nicht. Wie heißt der Monat, der da steht?

3. Der Taxvermerk 4 ist mit einem Federstrich versehen. Eine Streichung macht eigentlich keinen Sinn. Hat da ein Postbeamter für sich eine Art Haken dran gemacht, um für sich zu kennzeichnen, dass er das Porto geprüft hat?

Beste Grüße, Volker

P.S.: Hallo Jürgen, macht es nicht Sinn, auch für die Vorphila je ein Forum pro Staat anzulegen?
Dateianhang (verkleinert):

 Bgd pm Bergedorf 8-Eck \"B.L.P.A\" + Tbst \"BERGEDORF 12 9 II T\" oid341 pic1 dpi600 w1500.jpg (135.76 KByte | 11 mal heruntergeladen | 1.46 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Bgd pm Bergedorf 8-Eck \"B.L.P.A\" + Tbst \"BERGEDORF 12 9 II T\" oid341 pic2 dpi600 w1500.jpg (119.76 KByte | 4 mal heruntergeladen | 479.04 KByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Bgd pm Bergedorf 8-Eck \"B.L.P.A\" + Tbst \"BERGEDORF 12 9 II T\" oid341 pic6 dpi200 w1000.jpg (139.52 KByte | 27 mal heruntergeladen | 3.68 MByte Traffic)


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12.06.10, 17:58:30

bayern klassisch

(Gast)

Hallo Volker,

fast alles ohne Gewähr:

Der Brief wurde unter Beigabe von 4 Schillingen dem Landboten mitgegeben. Dieser brachte ihn später nach Bergedorf, von wo aus er der preußischen Post übergeben wurde.

Ich lese als Monatsangabe "Ofweger", ein Wort, das ich noch nie gelesen oder gehört habe. Aber im 19. Jahrhundert gab es viele Bezeichnungen für die Monate, auch nur lokal bekannte, so dass wohl doch nur der September gemeint sein konnte.

Die kassierten Beträge für Frankobriefe (4 Schillinge) waren in kleinen roten Ziffern neben dem Frei - Vermerk zu notieren und nach Verrechnung abzustreichen.

Schöner Brief!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
12.06.10, 18:24:34

Altsax

(Mitglied)

Hallo Volker,

der Ort, an dem der Brief geschrieben worden ist, muß nicht identisch mit dem Aufgabeort sein.

Wenn er in Bergedorf aufgegeben und anschließend nach Hamburg spediert worden ist, müßte alles passen.

Beste Grüße

Altsax
13.06.10, 09:27:25

vozimmer

(Mitglied)

Hallo Zusammen,

das Thema ist zwar schon etwas älter, den Beförderungsweg kann ich aber heute richtig beschreiben.

Der Brief notiert zwar innen Hamburg, wurde aber sicher im Bergedorf Landpostbezirk aufgegeben. Beide Stempel der Vorderseite stammen vom beiderstädtischen Postamt in Bergedorf. Die Repenhagensche Landpost wurde am o1.1o.1853 von der Bergedorfer Post übernommen und der Landpoststempel 'B.L.P.A.' im beiderstädtischen Postamt auf Briefe aus oder in den Landpostbezirk nebengesetzt.

Preußen tat sich zwar zu Beginn der Zeit des beiderstädtischen Postamts etwas schwer mit seiner Verbindung zu Bergedorf und spedierte alle Briefe über das Preußische Postamt in Hamburg, aber spätestens seit dem Preußisch - Bergedorfer Postvertrag wurden die Briefe in Bergedorf direkt auf die Bahn nach Berlin gegeben. Das ergibt sich aus dem Artikel 6 des Vertrages:

Die gegenseitige Ueberlieferung der Sendungen geschieht auf dem Bahnhofe zu Bergedorf dergestalt, daß da selbst durch einen Beamten der Bergedorfer Postverwaltung die abgehenden und ankommenden Postsendungen bei dem , auf der Berlin-Hamburger Eisenbahn fahrenden Preußischen Post-Spedition-Bureau ausgewechselt werden.

- Volker

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13.01.16, 22:02:05
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