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mielemoped

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die ausführliche, anschauliche und absolut plausible Beschreibung der Prozesse in der damaligen Reichsdruckerei!

Gruß Adrian
01.06.14, 10:20:36

yellowstamp

(Mitglied)

geändert von: yellowstamp - 14.07.16, 20:26:55

...
Zum Glück brauchen wir uns nur echte Marken anzusehen. In der Regel (ja, es gibt Ausnahmen) war die Reihenfolge:

Papierherstellung
Gummierung
Trocknung des gummierten Papiers
Prägung
Rahmendruck
Zähnung

...

Hallo,

mal wieder eine "seltsame" Frage von mir. Hat die Reichsdruckerei etwa das Papier selbst hergestellt (weil als erster Punkt genannt) verwirrt

Ich dachte eigentlich, dass es einen oder sogar mehrere Papierlieferanten gab?

Wenn es Lieferanten gab wurde das Papier eventuell in Rollen geliefert, die in der Reichsdruckerei in Bogenformate geschnitten wurden?
1799 wurde ja die Langsiebpapiermaschine von Nicholas-Louis Robert patentiert.

Könnte es sein, dass das Papier schon gummiert geliefert wurde?
Als Blattware mit dem ungummierten 2cm Randteil oder als Rollenware vollgummiert?

Das sind jetzt nur Fragen, die für mich beim Lesen der vielen Herstellungsthemen aufkamen.

Viele Grüße, Gabi

yellowstamp

14.07.16, 20:17:55

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Gabi,

im Kohl-Handbuch steht geschrieben, dass für die Brustschildmarken teils noch Papiere verwendet wurden, die auch für die Okkupationsmarken Elsass/Lothringen verwendet wurden. Diese alten Papiere haben den nicht direkt sichtbaren Schutzunterdruck, der bei gewissen schwefelhaltigen Verbindungen zum Vorschein kommt. Hieraus spekuliere ich, dass solche nur bei kleinen Brustschilden vorkommen.

Wie viele Papierlieferanten es in den Jahren 1872/1874 gab, entzieht sich meiner Kenntnis. Die in einem anderen Thread gemachten Angaben, beziehen sich auf Ausgaben nach dem Jahr 1900 und da kann sich bis dahin viel in Bezug von Lieferanten geändert haben.

MfG
Markus
14.07.16, 20:43:31

Alexander Zill

(BPP-Mitglied)

..eine Marke mit dem Unterdruck kann ich zeigen:

Grüße

Alexander

https://www.stampsx.com/forum/attachment.php?id=67970&
Dateianhang (verkleinert):

 9 BN Stockach PA Stahringen Bahnpost Basel Constanz 28 März Druck.jpg (317.7 KByte | 47 mal heruntergeladen | 14.58 MByte Traffic)

15.07.16, 08:39:07

yellowstamp

(Mitglied)

Hallo Markus,

danke für deine Papierinfo freuen
Im Spezial habe ich dazu unter NDP eine Anmerkung gefunden:
Spätere Auflagen der Freimarken MiNr. 13-24, alle Dienst- und die Okkupationsmarken haben zum Schutz gegen Fälschungen einen unsichtbaren netzartigen Unterdruck, der bei Behandlung der Marken mit Schwefelwasserstoff braunschwarz und bei Behandlung mit Kaliumchromat gelb hervortritt.


Zur Papiersorte und dem Lieferanten ist nichts zu entdecken.

Auch bis zu den Brustschilden konnte ich keine weitere Anmerkung zum verwendeten Papier entdecken.
(Erst bei Krone/Adler wird noch mal ein andere Schutzunterdruck erwähnt)

Viele Grüße, Gabi

yellowstamp

15.07.16, 16:37:31

yellowstamp

(Mitglied)

Hallo Alexander,

du bist klasse und kannst mal eben so nebenbei einen Beleg dafür zeigen cool cool

Auf der ArGe-Seite konnte ich dazu nichts entdecken, aber vielleicht habe ich falsch gesucht?

Viele Grüße, Gabi

yellowstamp

15.07.16, 16:46:07

Alexander Zill

(BPP-Mitglied)

Hallo Gabi,

der Beleg ist nur eine Briefvorderseite und die habe ich gekauft, weil sie zwei seltene Stempel aus Baden trägt. Weder der Verkäufer noch ich haben etwas von dem Unterdruck geahnt.....einfach Glück gehabt und mich gefreut, als das Teil vom Prüfen zurück kam.

Es gibt wohl nur ein paar Handvoll Marken mit Unterdruck und eine kleine Handvoll Belege. Der Unterdruck ist nur bei der Beschreibung der Herstellung in Band 123 der ARGE beschrieben.

Grüße

Alexander
15.07.16, 16:55:15

yellowstamp

(Mitglied)

Hallo Alexander,

herzlichen Glückwunsch zu dieser extremen Besonderheit lachen

Die Brustschilde sind wirklich sehr interessant und ganz schön hintergründig!

Ganz selten guck ich auch mal danach, eventuell etwas zu kaufen (ebay). Aber ein Neu-Einstieg in dieses Sammelgebiet wäre viel zu umfangreich für mich.
Das Interesse kann ich allerdings nicht verleugnen ...

Viele Grüße, Gabi

yellowstamp

15.07.16, 17:17:45

yellowstamp

(Mitglied)

Hallo,

zurück zur Herstellung, die Frage nach dem Einkauf von Papier, das schon vom Lieferanten gummiert wurde, muss ich widerrufen.
Inzwischen habe ich den Bericht, den eagle eingestellt hat, gefunden. Darin wird auch die Gummierung erwähnt ...

Die "kleinen Mittheilungen" muss ich noch einmal ganau durchlesen. Von wann etwa ist denn der Bericht?
Vielleicht wird dort die Herstellung vom gr. Brustschild beschrieben, erst Prägung - dann Druck.

Auch die vielen, vielen hochgeladenen Bilder sollte ich noch einmal genauer "studieren", vielleicht find ich dann heraus, dass der kl. Bustschild genau andersherum hergestellt wurde, erst Druck - dann Prägung zwinkern .
Nee, sicher ist inzwischen alles gut und genau von echten Kennern der Materie erforscht.

Viele Grüße, Gabi

yellowstamp

15.07.16, 19:01:34

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von eagle:
Hallo zusammen,

auf der Internetseite der „Arbeitsgemeinschaft Brustschilde“ findet man eine interessante Ausführung zu „Herstellungsschritte der Brustschildausgaben

Grüße von eagle (D.)


Hallo,

ich muss noch einmal auf die unsägliche Seite der Arge Brustschild zurückkommen. Der unsägliche Quatsch über die angeblich immer erfolgte Reihenfolge steht da immer noch zu lesen. Auch die Behauptung, es wäre immer zuerst gummiert worden ist falsch. Deshalb werden wohl auch all die Marken, die noch ungebraucht sind und erst im letzten Schritt, also direkt vor der Zähnung, gummiert wurden, als "umgeprägt" und / oder "falsch nachgummiert" diskreditiert. Es gibt natürlich Brustschildmarken, in deren Prägung sammelt sich an Vertiefungen der Gummi.

Hier aus der Seite, die dringend überarbeitet werden sollte:

Druck und Prägung
Nach dem Trocknen wurden die Bogen bedruckt und danach geprägt. Diese Reihenfolge kann man an verschiedenen Kriterien beweisen: den Gummistrukturen, den Schraubenkopfabdrucken und den Bogenrandmarkierungen.


Wie jede andere Reihenfolge auch, gibt es immer Marken, an denen man eine der vielen Reihenfolgen beweisen kann. Wie verbohrt muss man eigentlich sein, um zu glauben, dass man ein ein paar Marken oder besser noch an einem Exemplar, die Herstellungsreihenfolge von Millionen Marken "beweisen" könnte?

In dem Zusammenhang ein Ausschnitt aus einer Ganzsache, verwendet am 4. Februar 1872, also unverfänglich "kleiner Schild" mit glasklaren Beweisen, dass diese Ganzsache zuerst geprägt wurde. Kann denn kein anderes Mitglied der Arge Brustschild, den Ignoranten, die die Internetseite pflegen, einen Hinweis geben?


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
18.07.16, 17:57:18
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