Autor Nachricht

zenne

(Mitglied)

Hallo eagle,

nein, es gibt keine Aussage, dass es keine rauhe Zähnung wäre, danke für die Bestätigung, aber sind diese Zähnungen tatsächlich wertvoller ??

Beste Grüße

zenne
30.10.11, 19:21:32

eagle

(Mitglied)

Hallo zenne,

beliebt sind solche extremen rauen Zähnungen schon und es wird in der Regel ein höherer Preis gezahlt als für normal gezähnte Stücke. Die im Michel hinterlegten Angaben scheinen mir aber sehr utopisch.

Grüße von eagle (D.)
30.10.11, 19:27:00

woermanseder

(Mitglied)

Anbei ein paar Rauhe. Auf der 1 Groschen finde ich die nicht so arg selten.
Dateianhang (verkleinert):

 rauh.jpg (356.92 KByte | 19 mal heruntergeladen | 6.62 MByte Traffic)

30.10.11, 22:58:03

philnum

(Mitglied)

Zitat von alexx:
Seltener sind die weniger gebräuchlichen Wertstufen wie 5 Groschen und die Kreuzerwerte. Selten werden rauhe Zähnungen auf großem Schild. Ob dies mit der Auflage zu tun hat, kann ich nur spekulieren.
Hallo,

diese Einschätzung der Seltenheit teile ich, um so mehr freue ich mich dann über einen in rauer Zähnung entdeckten, nicht so häufigen Wert. Bemerkenswerte Preisaufschläge im Vergleich zu normal gezähnten Exemplaren verdienen ansonsten einwandfreie, raue Stücke nicht. Wie bei anderen Besonderheiten treten sonstige Schönheitsaspekte, wie Abstempelung, (De-)Zentrierung usw., hinter diese herstellungsbedingte "Abart" zurück. Bei der Trennung aus Markenbögen wurde sicher auch so manches rau gezähnte Stück arg ramponiert; ferner schätz(t)en Besitzer von Standardsammlungen solche Exemplare ihrer Skurrilität wegen wohl weniger und sortierten sie vielleicht im Laufe der Zeit als minderwertig aus?

Dokumentieren lässt sich mit Marken in rauer Zähnung die Eile, in der die Brustschildausgaben Ende 1871 produziert wurden, um zu Jahresbeginn 1872 überall einen ausreichenden Markenvorrat aller Wertstufen bereitzuhalten. Das erklärt vielleicht auch eine gewisse Häufung bei weniger gebräuchlichen Werten, die aufgrund alsbald aufgebrauchter Erstausstattung schnell nachproduziert werden mussten?

Statt eines Markenbogens wurden zur Zeitersparnis gleich zwei oder sogar drei Markenbögen übereinander in die Zähnungsvorrichtung eingelegt, wodurch die Perforation nur teilweise oder stellenweise gar nicht erfolgte. Allseits rau gezähnte oder stark dezentrierte Exemplare entstammen der untersten Lage. Bei späteren Auflagen, insbesondere Marken mit großem Brustschild, war der Zeitdruck wohl nicht mehr so groß, weshalb die Zähnung wieder in einfachen Lagen und somit sauber stattfand.

Beste Grüße

philnum
Dateianhang:

 raue_Zähnung.jpg (107.77 KByte | 6 mal heruntergeladen | 646.65 KByte Traffic)

30.10.11, 23:36:48

eagle

(Mitglied)

Hallo,

zwei weitere Wertstufen. Die MiNr. 29 IV zeigt eine feine raue Zähnung.

Grüße von eagle (D.)
Dateianhang (verkleinert):

 558 Paar.jpg (353.34 KByte | 17 mal heruntergeladen | 5.87 MByte Traffic)

Dateianhang:

 882.jpg (172.28 KByte | 6 mal heruntergeladen | 1.01 MByte Traffic)

31.10.11, 10:18:27

philnum

(Mitglied)

Hallo,

bei der rauen Zähnung kann man wohl zwei verschiedene Ursachen unterscheiden, die am Erscheinungsbild der Zähnung erkennbar sind:

  • Bei der schon weiter oben beschriebenen Perforation mehrerer Markenbögen in einem Arbeitsgang werden die Zähnungslöcher unten liegender Bögen reihenweise nicht richtig ausgestanzt. Die Nadeln einer intakten Zähnungsvorrichtung dringen dabei nicht vollständig durch mehrere Lagen Papier, sondern hinterlassen ganz unten nur mehr oder weniger große "Einstiche", ähnlich wie bei der Trennungsart Durchstich, nur eben hier punktuell statt linienförmig. Typisch sind sie für Experimentierphasen, wie bei der letzten Ausgaben von Bremen, oder wie schon erwähnt bei eilig produzierten kleinen Brustschilden.
  • Eine andere Entstehungsursache sind abgenutzte Zähnungsvorrichtungen, also mit unscharfen/stumpfen, verbogenen, abgebrochenen oder ausgefallenen Hohlnadeln. Hier kommt es trotz nur einer Lage Markenbögen zu unregelmäßigem, unebenem Zähnungsverlauf, oft nur an einzelnen Zahnlöchern, die kleiner ausfallen, aber auch ganz fehlenden Zahnlöchern (sogenannte FZL) oder Papierresten am Lochrand u. ä. Solcherlei Abnutzungserscheinungen sind typisch für späte(re) Auflagen, insbesondere Ausgaben mit großem Brustschild.
Raue Zähnung ist also kein Mangel, solange diese wirklich erkennbar herstellungsbedingt ist. Kurze, weil ausgerissene Zähne zwischen völlig normalen Zahnlöchern oder sogenannte "eckrunde" Marken (kleine Ausgleichszähne abgestumpft oder abgerissen) haben nichts mit rauer Zähnung zu tun, sondern sind ganz klar wertmindernde Zahnfehler.

Beste Grüße

philnum
Dateianhang:

 Bremen_12_rau.jpg (58.07 KByte | 5 mal heruntergeladen | 290.35 KByte Traffic)

31.10.11, 11:19:14

woermanseder

(Mitglied)

Die 9 Xr. und die 2 1/2 Groschen (mit dem schönen PF) haben meiner Meinung nach keine rauhe Zähnung.
31.10.11, 15:01:09

philnum

(Mitglied)

So deutlich traute ich es mich nicht auszudrücken, deshalb hab ich es ausführlicher zu erklären versucht.
31.10.11, 15:04:19

eagle

(Mitglied)

zur 2 1/2 Groschen kann ich gerne einen Befund nachreichen.
31.10.11, 15:04:29

philnum

(Mitglied)

Aber was soll "eine feine raue Zähnung" sein? Das ist ein Widerspruch in sich.
31.10.11, 15:05:44
Gehe zu:
Forum Regeln:

Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Beiträge zu schreiben.
Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu erstellen.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu bearbeiten.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu löschen.


HTML Code ist AUS
Board Code ist AUS
Smilies sind AUS
Umfragen sind AUS

Benutzer in diesem Thema
Es lesen 0 Gäste und folgende Benutzer dieses Thema:
Archiv
Ausführzeit: 0.059 sec. DB-Abfragen: 14
Powered by: phpMyForum 4.1.4 © Christoph Roeder
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste und erhöhen deinen Komfort. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden! Datenschutzerklärung