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Juergen Kraft

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Hallo,

in Deutschland gibt es mindestens in Frankfurt, Hamburg und Berlin ein Postmuseum. In das Museum in Frankfurt konnte ich als Kind zu Fuß gehen. Deshalb bin ich dort auch aufgewachsen.

Vor 50 Jahren war noch nicht alles hinter Kunststoffscheiben gesichert und wenn kein Wärter sichtbar war, konnte man auch eines der faszinierenden Objekte berühren.

Heute sieht alles etwas steriler aus. Trotzdem lohnt sich der Besuch an jedem der Ausstellungsorte. Ich fange einfach einmal im Norden an und zeige ein Bild aus dem Eingangsbereich des "Museums für Kommunikation" (wer hat sich den Mist ausgedacht? Glaubt ein politisch ganz Korrekter, man würde Postmuseum nicht verstehen können?) in Hamburg.

So ein Museum braucht auch Geld. Deshalb kann man auch etwas kaufen. Eine kleine Auswahl davon sieht man auf dem Bild.



Die schönen Schilder kann ich empfehlen, auch das Buch "Schätze der Philatelie" (nicht im Bild) aus dem ich noch ein paar Beispiele zeigen werde. Die Spielzeugautos und das Geschirr sind auch schöne Geschenke. Für Alkoholiker gibt es etwas Stoff und auch eine dümmliche Mauritiusfälschung, wird vom Personal voller Stolz präsentiert.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
25.05.08, 18:09:55

Juergen Kraft

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Unser virtueller Rundgang soll bei der Vitrine mit den Stempeln beginnen. Hier sind alle möglichen Stempel zu sehen, die man in einem Postamt finden kann. Zum Beispiel der Fauststempel (Handstempel der in eine Faust passt) von 20097 HAMBURG 3


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
25.05.08, 19:15:42

Juergen Kraft

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Bei meinem virtuellen Rundgang folge ich nicht dem Aufbau der Ausstellung. So bleibt es etwas abwechlungsreicher. Im folgenden Bild ein Postschalter zu Kaiserzeit. Hinter der Waage steht eine ganz besondere Maschine. Es ist eine Jupiter-Bleistift-Schärfmaschine. Damit sollten sicher die schon früher stark überlasteten Beamten mehr Zeit für qualifiziertere Arbeiten gewinnen.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
26.05.08, 14:04:09

Juergen Kraft

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Beliebt bei allen Besuchern sind natürlich auch die schönen Uniformen. Besonders gerne werden die Kopfbedeckungen gesammelt. Der Hut ist in Hamburg zu bestaunen, das Ölgemälde hängt in Frankfurt. Der Postbote hat sein Horn mit und offen gestanden sieht er ein wenig so aus, als habe er sich zu sehr verausgabt. Selbst der Hut scheint zu groß. An frischer Luft hat es ihm sicher nicht gemangelt.






J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
26.05.08, 14:22:33

Juergen Kraft

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Zum Postbetrieb gehörten auch schon immer viele weitere typische Gegenstände. Zum Beispiel Schilder aller Art. An Postämtern, Briefkästen, Telefonzellen, Dienstzimmer und an jeder sich bietenden Stelle findet man die Schilder. Sie unterstreichen den Charakter einer Behörde.

Hier ein schönes Schild in dezenten Farben, der Hamburger Fusspost Nr. 25


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
01.06.08, 13:11:58

Juergen Kraft

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In einem Posthaus gab es auch nicht nur einen Briefträger oder Schalterbeamten. Meist war hier auch alles vorhanden, um Pferde zu halten oder Wagen zu reparieren.

Nachfolgend ein schwedisches Posthausschild um 1850


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
01.06.08, 13:27:58

Juergen Kraft

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Natürlich gibt es auch Briefmarken zu sehen. Für solche Dauerausstellungen sind Briefmarken natürlich ungeeignet. Das Papier vergilbt, die Farben verblassen. Deshalb sieht man auch nicht allzuviele. Nachfolgend eine 10 Pf. Erster Bundestag von 1949 im "Kleinbogen" mit 20 Pf. ebenfalls in türkisgrün. Die Wertziffern sind sehr eigenwillig. Die "2" ist eher eine "5" die versehentlich aus dem Setzkasten gefallen ist.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
05.06.08, 02:56:22

Juergen Kraft

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Weniger empfindlich sind da Markenentwürfe. Die sind keineswegs nur groß wie Briefmarken, sondern eher im Format DIN A4. Aus späteren Jahren habe ich auch noch einige solcher Entwürfe.

Bei den Entwürfen gefällt mir die Ziffer "1" jeweils besser. Vorgabe für die Entwürfe war das Motiv Frieden und Wiederaufbau zu verarbeiten. Das ist bei den Entwürfen durch die Friedenstaube gezeigt. Der Aufbau durch den jungen Eichenbaum. Die deutsche Eiche und das "U" in "altgermanischem" Stil, als "V" geschrieben, kamen wohl weniger gut an. Die angenommene Marke zeigt den Rohbau eines Dachstuhls, den Richtkranz und schon einmal zufriedene Arbeiter. Das symbolisiert eigentlich sehr schön das Jahr 1949.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
05.06.08, 02:59:41

Juergen Kraft

(Mitglied)

Heute will ich einen Brief zeigen, der nicht in einem Museum liegt, aber da liegen könnte.



Der Brief ging am 1. 2. 1864 vom Königlich Preußischen Hofmarschallamt an Herrn Ad. Braun, seines Zeichens Hoffotograf des Kaisers, Ritter der Ehrenlegion, nach Dornach, Oberrhein, Frankreich. Adresse: ... Photographe de S. M. l´Emperaur, Chevalier de la Légion d´Honneur. Brief mit Transitstempeln, rotem PD., Ankunftsstempel usw. Im Brief waren vielleicht Negative oder Fotos zur Bearbeitung. Der Umschlag ist entsprechend ausgebeult.

Wir können die Details des Briefes besprechen. Es gibt sicher einige Fragen. Auf dem Siegel wird vom König gesprochen, die Anschrift erwähnt jedoch den Kaiser. Welchen Titel trug der Mann am 1. 2. 1864?

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
20.07.08, 23:12:29

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo wieder einmal zu einem Exponat aus dem Postmuseum in Hamburg. Im Bild unten sehen wir, weshalb Tastaturen "Keyboard" heißen. Auf dem Gerät wurden Telegramme zur Zeit der Reichspost getippt.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
18.10.08, 13:16:05
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