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Lubecensis

(Mitglied)

Hallo stampsteddy,

beisteuern kann ich im Moment 9NDy mit der Beschreibung
"1 Sch. orange, amtlicher Neudruck von 1872 ohne Durchstich, normales Papier, postfrischer (!) 15er-Block aus der linken unteren Bogenecke, ein Wert min. Braunpunkt, als Einheit in dieser Erhaltung selten! Mi. lose 4200,-"
Wurde kürzlich laut Philasearch für 800,- Euronen plus Aufgeld etc. ersteigert.
Zum Thema "amtlicher Neudruck" habe ich mich ja oben schon geäußert; richtig wäre "amtlich genehmigter privater Neudruck". Aber das ist nichts im Vergleich zum Begriff "postfrisch", bei dem mir dann doch die Spucke wegblieb. Neudrucke nach Ablauf der Gültigkeitsdauer, egal ob amtlich oder privat veranlasst, sind für mich niemals "postfrisch", da kann so viel Gummi auf der Rückseite sein, wie will. Die Marken haben nie ein Postamt von innen gesehen, jedenfalls nicht "dienstlich".


Viele Grüße

Lubecensis
09.03.14, 23:58:12

Hornblower

(Mitglied)

geändert von: Hornblower - 11.03.14, 12:46:40

Hallo Lubecensis,

zunächst einmal Danke für die ausführlichen Hinweise und Tipps, dem einen oder anderen bin ich bereits nachgegangen. Paul Kirchner liegt momentan "auf Eis", da etliches andere dazwischen gekommen ist. Das Stadtarchiv Lübeck war sehr hilfsbereit und hat mir alles "offizielle" zukommen lassen. Ich werde das Thema - sobald ich wieder Zeit habe und meine badischen Themen, an denen ich momentan arbeite, abgeschlossen sind - wieder aufnehmen und dann auch die weiteren Hinweise verfolgen. Falls sich jemand aus dem Forum an der Suche beteiligen will, würde mich das freuen, denn das Einzelkämpferdasein bei philateliehistorischen Themen ist nicht immer leicht.

Nochmals Danke und beste Grüße
Michael Ullrich
11.03.14, 12:46:14

servais100

(Mitglied)

geändert von: servais100 - 14.11.25, 19:45:59

Moin,

mir kamen ein paar Lübeckmarken
unter die Lupe.

Eigentlich sind die Marken
nach Papier einfach zu sortieren meine ich.

1. Wasserzeichen Blümchen = Unruhe bei der Sichtung
meist Blümchen nicht richtig zu erkennen und löchriges Papier.

2. ND 1872
Sehr dünnes Papier, Druckfarbe schlägt durch,
natürlich sehr matschiger Druck
und rückseitig winzige Pünktchenstruktur,
nicht löchrig.

3. Papier ohne WZ, voluminöser
und insgesamt viel weniger löchriges Papier

Gestern meinte ich auch bei Tageslicht sowas wie eine Siebstruktur bei 2 und 3 zu sehen. Bei 2 sehr fein, bei 3 grob.


Meine Vergrößerungslampe von Eschenbach ist zu vielem zu gebrauchen. Umgedreht legt man auf den Glaskörper die Marke
und hat eine Beleuchtung a la Leuchttisch und kommt zu obigen Ergebnissen.

Seitlich auf den Tisch gelegt vor Fadenzähler erkennt man
durch die indirekte Beleuchtung Beschädigungen in der Papierstruktur.


Das sind jetzt meine ersten Erfahrungen mit Lübeck
- habe ich Recht? freuen
Dateianhang (verkleinert):

 Lübeck ND 1872.jpg (279.2 KByte | 15 mal heruntergeladen | 4.09 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Lübeck ND 1872 Rückseite.jpg (286.31 KByte | 15 mal heruntergeladen | 4.19 MByte Traffic)

14.11.25, 19:27:19

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

zwischen den Originalen aus 1859 und den Neudrucken aus 1872 gibt es einen gewaltigen Unterschied die Druckfarben betreffend.

Wer kommt auf den richtigen Gedanken, wenn man sich Martin sein Exemplar und die einst von Carolinus gezeigten Exemplare ansieht?

Beste Grüße
Markus

14.11.25, 20:24:24

servais100

(Mitglied)

geändert von: servais100 - 14.11.25, 21:05:35

Vergleich Lübeck 4
gezeichnet Richter gegen dieses Exemplar ohne WZ.

selbst der rechte Fuss von K von Lübeck passt.
Kein Vergleich zu den Fälschungen von carolinus.

wurde der Nachdruck von den Originalsteinen gemacht?
Dateianhang (verkleinert):

 lübeckvergleich.jpg (1.61 MByte | 12 mal heruntergeladen | 19.28 MByte Traffic)

14.11.25, 21:00:00

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von servais100:
Kein Vergleich zu den Fälschungen von carolinus.

Carolinus zeigte ohne Zweifel die 11 Neudrucke aus 1872

14.11.25, 21:07:07

servais100

(Mitglied)

geändert von: servais100 - 14.11.25, 21:26:40

...stimmt das waren deine Fälschungsvergleiche,
die allesamt mies ausgeführt waren und einfach zu erkennen.

Diese meine uralte Ausführung ist nicht schlecht.
Leider habe ich nur diese Eine.

Diese Kopie musste man erst mal hinbekommen.
Versoffene Schrift und Linien, aber insgesamt...


14.11.25, 21:20:16

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von servais100:
...stimmt das waren deine Fälschungsvergleiche,
die allesamt mies ausgeführt waren.


Nunja, in diesem Thema habe ich keine Fälschungen gezeigt. Richtig ist, dass die Fälschungen natürlich immer von den Originalen und den Neudrucken aus 1872 in der Bildzeichnung abweichen.

Kleiner Tipp: nirgends habe ich angezweifelt, dass es sich bei deinem Exemplar um keinen Neudruck aus 1872 handeln würde.

Die von mir oben aufgeworfene "Rätselfrage", ist allerdings immer noch unbeantwortet.

14.11.25, 21:26:59

servais100

(Mitglied)

geändert von: servais100 - 14.11.25, 21:39:22

...mir ist nicht nach rätseln.
Rede doch einfach flüssig,
wenn Du die fehlenden Antworten kennst.

Mich interessieren Fakten, die mir fehlen.
Für mich sind das spannende Randgebiete,
sonst nichts und ich freue mich über jeden
knusprigen Schnapper alter Ware, den ich fangen kann.

1.Ist es der Neudruck von 1872?
2.Wurde die alte abgelatschte Druckform reaktiviert
und aus Berlin eingeflogen?
-oder was diente sonst als Vorlage?
14.11.25, 21:31:14

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 14.11.25, 21:57:31

@ Martin

Was hat "Berlin" mit den Originalmarken MiNr. 1 bis 5 und den Neudrucken aus 1872 von MiNr. 1 bis 5 zu tun?

Die doppelte Verneinung in meiner Aussage, mag sich nicht jedem erschließen, daher drücke ich mich nachstehend noch verständlicher aus.

Das von dir gezeigte Exemplar erachte ich als einen Neudruck aus 1872 und dies hat, wie aus meiner oben gestellten Frage ergeht, mit der Druckfarbe zu tun.

P.S. ich bin ganz gespannt, wer die von mir gestellte "Rätselfrage" auflöst?

14.11.25, 21:44:18
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