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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen in diesem neuen Thema.

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

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Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
30.11.11, 17:59:34

zenne

(Mitglied)

Hallo,

ich zeige heute einen "Lübeck"-Brief, den ich erworben habe, der vom Verkäufer ausdrücklich als Fälschung angeboten wurde.

Was mich interessiert:

Ist es eine Komplett-Fälschung, oder wurde nur die Marke aufmontiert !?

Der bekannte Fünfstrichstempel zeigt sich nicht auf dem Brief, auf der Marke sind nur vier Striche, der fünfte könnte zwar neben der Marke sein, aber auf dem Brief müsste er ja zu sehen sein - also Fälschung !!

- Ist die Marke eine Fälschung?

- Ist der Stempel auf der Marke eine Fälschung?

- Sind die restlichen Stempel auf dem Brief gefälscht?

- Ist alles gefälscht?

Ich würde mich freuen, wenn ein Lübeck- (Stempel-) Experte hierzu etwas sagen könnte.

Beste Grüße

zenne
Dateianhang (verkleinert):

 lübeckv.jpg (373.13 KByte | 44 mal heruntergeladen | 16.03 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 lübeckh.jpg (353.63 KByte | 14 mal heruntergeladen | 4.83 MByte Traffic)

Dateianhang:

 lübeckm.jpg (228.88 KByte | 14 mal heruntergeladen | 3.13 MByte Traffic)

30.11.11, 18:00:34

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Zenne,

die Marke selbst ist echt. Alles andere ist falsch. Alle Stempel sind falsch, die Beschriftung ist neuzeitlich und selbst das Briefpapier dürfte 100 Jahre jünger sein, als die Stempel vortäuschen sollen.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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30.11.11, 18:12:01

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo nochmal,

ein echter Brief aus der Zeit sieht in jeder Hinsicht dramatisch anders aus.
Dateianhang:

 Lübeck-1865-800.jpg (112.51 KByte | 12 mal heruntergeladen | 1.32 MByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

30.11.11, 18:15:06

woermanseder

(Mitglied)

So einen hätt ich gerne mit Hufeisenstempel .-)

Leider hab ich bisher noch nie einen gesehen...
30.11.11, 18:36:28

Klesammler

(Mitglied)

geändert von: Klesammler - 30.11.11, 19:00:16

Allein schon die blaue Tinte!! Ich habe noch keinen aus der Zeit gesehen. Kennen Sie so einen, Jürgen?
Gruß
30.11.11, 18:59:46

zenne

(Mitglied)

geändert von: zenne - 30.11.11, 19:01:21

Hallo,

danke für die Informationen,

da muss aber jemand ein "großer" Stempelfälscher gewesen sein (immerhin sieben verschiedene Stempel-Fälschungen auf einem Brief!!)

... na und was die falsche Tinte angeht, kein Mensch (Fälscher) ist vollkommen zwinkern

@woermaseder, vielleicht klappt es ja noch ...

Beste Grüße

zenne
30.11.11, 18:59:52

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Klesammler,

wir sagen alle du, außer Altsax freuen Aber das ist völlig OK.

Blaue Tinte gibt es auf Altdeutschland, allerdings eher so ein "Eisenblau", also wie gebläuter Stahl und die Tinte ist sehr selten anzutreffen.

"Königsblaue" oder ultramarinfarbene Vermerke sind meist Blaustift.

Die wässrigblaue Tinte auf dem Brief dürfte eher von einem Patronenfüller stammen. Die 1865 üblichen Federn ergeben auch ein anderes Schriftbild. Deshalb sieht der Brief auch schon von weitem falsch aus.

Schrift mit zeitgenössischen Federn zeigt sehr feine Linien im Wechsel mit breiten Linien. Je nach der Schreibrichtung. Der kleine Amatuerfälscher hat die breiten Linien durch mehrfaches überschreiben zu imitieren versucht. Wie man sieht, stammt die Schrift aus einer heutigen Industriefeder mit einer halbkugelförmigen Schreibfläche.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

30.11.11, 19:29:52

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

noch etwas. Der "Stempel" auf der Marke ist Tintenstrahldrucker. Ich will jetzt nicht die Farben der feinen Pünktchen zählen um auf das Druckermodell zu schließen, aber das relativiert die hohe Zahl der "Stempel". Viele Kinder können noch viel mehr Stempel von echten Briefen kopieren und auf eine Fälschung drucken.

Machart und Ausführung sind objektiv erbärmlich. Das Bezeichnung "Fälschung" ist eigentlich schon ein unverdientes Lob. Bis auf die echte Marke handelt es sich eher um eine Art Fotokopie.

Ich würde das Ding zurück geben.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

30.11.11, 19:38:30
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