Autor Nachricht

Administrator

(Administrator)

Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen in diesem neuen Thema.

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
02.07.12, 11:58:55

z4road

(Mitglied)

Um da zu "bieten" ?

Angeboten wird ein Gutschein für den Erwerb einer Bayern 1Ib :
300735203465

Dieselbe Marke wurde hier verkauft :

280898584250

Und ohne das freundliche Gebot von a***i wäre sie für 1220€ verkauft worden.

Ganz abgsehen von der Gebührenumgehung ...
02.07.12, 11:59:55

kuestrow

(Mitglied)

Die Marke wurde vom Käufer noch nicht bezahlt und ist somit noch mein Eigentum.
Ich habe mit diesen ominösen Gutscheinangebot nichts zu tun. (obwohl er tatsächlich der Ersteigerer ist)

viele Grüße
kuestrow
02.07.12, 14:44:55

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

der Käufer möchte die Marke sicher zunächst verkaufen und dann zahlen. Das Angebot ist nach Ebayregeln ohnehin nicht zulässig und wird sicher in Kürze entfernt.

Der Anbieter hat auch noch mehr "Gutscheine" im Angebot. Siehe Artikel 300731651828 für eine Handtasche. Dazu aggressive Werbung mit riesigen Bildern und bunten Texten, ein Gehabe als wäre er das größte Fachgeschäft und dann "Privatanbieter". Natürlich mit Konten in allerlei Ländern, geliefert wird auch von wo man will und abholen darf man nicht. Der Anbieter ist als 100% gewerblich einzustufen. Das belegt alleine, dass er An- und Verkauf betreibt. Den unbezahlten Artikel würde ich gleich an Ebay melden, damit kein falscher Verdacht aufkommt.

Die Angebote sind mit leicht bekleideten Damen versehen. So auch der Gutschein für die Bayernmarke, mit einer Wanderin in Hotpants und mit aufgeknöpftem Dekolletee. Die bisherigen Gebote sind wohl dem Bild zu verdanken.

Ebay ist nicht als Anhänger der "Sex Sells" These bekannt. Ich denke, dass die Artikel gelöscht werden und das Mitglied eine Sperre erhält.
Dateianhang:

 Hinweis-aus-Bayern-1-Angebot.jpg (77.82 KByte | 12 mal heruntergeladen | 933.89 KByte Traffic)

Dateianhang:

 Bayern1-Gutschein-Sex-Sells.jpg (74.6 KByte | 6 mal heruntergeladen | 447.6 KByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
02.07.12, 15:05:16

xg1651

(Mitglied)

Es wird immer schlimmer was da bei Ebay sein Unwesen treibt, aber die Nummer zieht einem doch die Schuhe aus.
Bezahlt wird die Marke wenn der Gutscheingewinner tatsächlich die 1900 + Gutscheingebot gelöhnt hat.
Ich glaube das ist ein Kandidat den man wärmstens dem zuständigen Finanzamt empfehlen sollte, daß wenigstens das ihn als gewerblich einstuft, wenn es ebay schon nicht macht.
02.07.12, 19:15:50

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

somali11 ist Schweizer. Da gibt es wohl keine Steuern. Die von mir verlinkte Handtasche ist bereits gelöscht. Ganz offensichtlich gibt es aufmerksame Mitbewerber für Handtaschen und kompetente Mitarbeiter bei Ebay "Handtaschen".

Bei Briefmarken dauert es wohl etwas länger. Man kann aber jedes der Angebote an Ebay direkt melden. Soweit ich gesehen habe verstößt jedes Angebot gegen:

1. Aufforderung an Ebay vorbei Kaufverträge zu schließen

2. Links zu fremden Seiten

3. Eingebundene Videos

4. Privatanbieter handelt gewerblich

5. Privatanbieter veröffentlichst seine Emailadresse beim Artikel

6. Diverse Angebote mit Abbildungen nackter Frauen. Zum Beispiel 300731145460

Insgesamt reicht jeweils ein Punkt zur Löschung. Der Anbieter will ganz offensichtlich testen, wann er von Ebay vom Handel ausgeschlossen wird. Mein Tipp: das kann dauern ...


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
02.07.12, 19:39:10

MarkenRalf

(Mitglied)

Hallo,
unabhängig des "Geschäftsmodells" mit Gutscheinen:
Es wird mit einem völlig falschen Preis geworben:
"Bayern Mi. Nr. 1Ib gest. Attest Sem BPP 8.000 Euro"
Der echte Preis ist 2500 EUR.
Das gilt auch für kuestrow!
Die 8.000,- gelten für Marke auf Brief, nicht wie hier für Einzelmarke.
Die Werbung bei beiden Angeboten "seltene Doppelentwertung" ist ebenso falsch, weil gerade diese Doppelentwertung Federzug und Stempel eben die billigere Variante ist, als nur gestempelt.
Der erzielte Preis von 1.443,- bei kuestrow für ein repariertes Stück entsprechen bereits fast 60% Michel und sind schon bei weitem überzogen.
Beide Angebote werben mit falschen Eigenschaften.
Aber Gier hilft fast immer.

Gruß Ralf
02.07.12, 20:05:17

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

im Michel ist die jeweilige Spaltenüberschrift nicht ganz optimal. Nur bei der Briefbewertung steht Federzug und Stempel nebeneinander. Letztlich kennt jeder ernsthafte Bayernsammler auch die Problematik der entfernten Federzüge. Weshalb sollte man das machen, wenn ein zusätzlicher Federzug den Wert erhöhen würde. Tatsächlich ist die Bewertung Federzug und Stempel höher, als nur Federzug. Daraus könnte man auch schließen, dass diese Doppelentwertung seltener ist. Mir scheint, dass Exemplare die nur einen Federzug haben, seltener sind. Da Federzüge aber unbeliebt waren, wurden viele entfernt und die Marken geistern nun als ungebraucht durch den Markt oder mit Befund Federzug entfernt.

Die bewusste Marke zeigt ein interessantes Merkmal. Eine Verordnung vom 12. 11. 1848 legt fest, dass Marken die nicht durch den Aufgabestempel ausreichend geschwärzt wurden, mit einem Federkreuz zusätzlich zu entwerten waren. Marken die unentwertet bis zum Briefträger gelangten, sollten dagegen mit einem Querstrich entwertet werden. Die besprochene Marke klebte vermutlich um 90° Grad gedreht auf dem Brief und wurde mit zwei Querzügen zusätzlich vom Briefträger bzw. vor der Abgabe an den Briefträger, entwertet. Bei der Aufgabe schien die Marke wohl ausreichend entwertet zu sein.

Bei der Bayern 1 gibt es keinen Mangel an angebotenen Exemplaren. Ich sehe sicher pro Jahr mehr als 1.000 Stück. Die meisten haben schmalere Ränder oder angesetzte Ränder, die meisten sind repariert und die meisten haben geschlossene Mühlradstempel. Wer unter postgeschichtlichen Gesichtspunkten sammelt und nicht nach Katalogwert, dürfte diese Marke sehr interessant finden. Die Aussage "seltene Doppelentwertung" ist objektiv richtig, auch wenn sie eventuell unter anderen Gesichtspunkten gemacht wurde. Wer das widerlegen will, braucht nur ein zweites Stück mit diesen originalen Rändern und der Entwertung (zwei parallele Tintenstriche und Ortsstempel) zu zeigen. Ich habe noch kein zweites Stück gesehen.

Wer Bayern Nr. 1 sammelt, dürfte wissen, wie was bewertet wird. Letztlich gibt es das Fotoattest. Hier wurde auch kein Knochen zusammengeflickt, sondern eine Erhaltungsmaßnahme durchgeführt. Die Marke hat den Bruch durch die genau vorschriftsmäßige Behandlung erlitten.

Die Angabe eines Katalogwertes hat vermutlich in etwa den Charakter eines Zitates aus einer fiktiven Anlegerzeitung, in der stehen könnte, dass ein Kauf empfohlen wird oder das Zitat anderer Zuschläge, wie man es ab und zu bei anderen Briefmarkenangeboten sieht. Darüber gibt es auch hier Beiträge und meist waren die Stücke qualitativ nicht vergleichbar. Die genannten Zuschläge waren in der Regel für extrem besser erhaltene Stücke.

Im konkreten Fall gibt es für die genaue Entwertung gar keinen Preis im Michel. Auch für genau diese Erhaltung, gibt es keine Preis und keine Anleitung, wie man den ermitteln könnte. Das trifft im Übrigen auf praktische jede Altdeutschlandmarke zu.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
02.07.12, 21:17:40

bayern klassisch

(Gast)

Hallo Jürgen,

Zitat:
im Michel ist die jeweilige Spaltenüberschrift nicht ganz optimal. Nur bei der Briefbewertung steht Federzug und Stempel nebeneinander. Letztlich kennt jeder ernsthafte Bayernsammler auch die Problematik der entfernten Federzüge. Weshalb sollte man das machen, wenn ein zusätzlicher Federzug den Wert erhöhen würde. Tatsächlich ist die Bewertung Federzug und Stempel höher, als nur Federzug. Daraus könnte man auch schließen, dass diese Doppelentwertung seltener ist. Mir scheint, dass Exemplare die nur einen Federzug haben, seltener sind. Da Federzüge aber unbeliebt waren, wurden viele entfernt und die Marken geistern nun als ungebraucht durch den Markt oder mit Befund Federzug entfernt.


die Marke ist sicher echt. Ob die beiden Striche Teil der Entwetung waren im Augsburg des Jahres 1849 oder 1850, werden wir wohl nie erfahren. Es gibt dergleichen aber, auch auf dieser Marke, daher will ich die Authentizität nicht bezweifeln.

Marken mit entferntem Federzug sind Verfälschungen und werden heute nur noch von Katalogwertjägern zu niedrigen Kursen erworben, wobei auch das der Griff in ein fallendes Messer darstellt.

Marken mit alleiniger Federzugentwertung werden lose nicht sehr hoch gehandelt, obwohl es heute nicht mehr viele davon gibt. Belege mit Marken, die nur einen sauberen Federzug aufweisen, sind selten und werden hoch bewertet unter Kennern, also einer Gruppierung, die sich in der Bucht wie in der Diaspora vorkommt.

Ein Federzug auf einer sonst mit Ortsstempel bedruckten Marke kann diese sehr wohl erhöhen - z. B. mit Rötelstift oder blauem Tuschkreuz, weil das schon damals nicht häufig war und Spezialisten dafür gerne etwas mehr springen lassen, bringt es doch etwas Farbe in die übliche Tristesse mit Albumseiten dieser Marke.

Noch ein Satz zu den vorgeschriebenen Entwertungen: Nachdem man sehr bald feststellte, dass zahlreiche bayerische Postexpeditoren das Entwerten der Marken nicht mit der nötigen Sorgfalt betrieben, wurde der Federzug in Form eines X von der Aufgabepost zu vollziehen angeordnet.

Für die Fälle, in denen dies unterblieben war (wie wir heute wissen war es die Masse der Fälle), sollte die Abgabepost die Marke durch einen waagrechten Strich sicher entwerten. Auch auch dies kam nur vereinzelt vor (Nürnberg am häufigsten).

Niemals hatte ein bayerischer Briefträger ein Tintenfass mit Feder bei sich, um eine Marke zu entwerten, noch war dies Teil seines Anstellungsvertrages bzw. seiner Arbeitsplatzbeschreibung. Ein Briefträger hatte überhaupt keine Möglichkeit, eine evtl. unentwertet gebliebene Marke zu entwerten. Die Markenentwertung war allein dem inneren Personal vorbehalten und dieses hatten im Falle der Aufdeckung mit Ordnungsstafen zu rechnen (zehnfacher Betrag der nicht entwerteten Marken, später bis zu 1,5 Gulden oder ein vielfaches davon je entgangener Entwertung). Hätte ein Briefträger angefangen, die ihm übertragenen Briefe auf ihre Entwertung hin zu überprüfen, wäre das eine Insubordination gegenüber seinem Vorsteher gewesen, denn er hätte diesen damit kontrolliert und er sich noch darüber hinaus der Säumigkeit der Zustellung schuldig gemacht hätte, was unverzüglich disziplinar zu ahnden war.

Wenn aber bei eBay einer einen Gutschein anbietet und keine Marke, dann kann er vlt. auch nicht haftbar gehalten werden, wenn mit der Marke etwas nicht stimmt, denn das Vertragsobjekt war ja der Gutschein, der in sich unangreifbar ist und den es ja gab/gibt.

Eine clevere Geschäftsidee unseres Schweizer Anbieters, auf die bei der optisch sich gut präsentierenden Marke herein zu fallen in der Bucht es leichter ist, als man denkt. Und, ja es gilt auch hier wieder, wer eine solch teure Marke besitzt, hat sicher nichts zu verschenken.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
02.07.12, 22:10:02

MarkenRalf

(Mitglied)

Hallo,
die Spalten im Michel sind schon eindeutig zu lesen. Die Spaltenüberschiften sind durchgehend rechtsbündig ausgerichtet. Das ist im gesamten Katalog so.
Die Überschrift bei Einzelmarke ist untereinander geschrieben, das ist richtig. Trotzdem steht da "Federzug u. Stempel". In der Spalte für Briefe wurde das nebeneinander gesetzt, damit das Briefsymbol darüber passt.
Auch gibt es zwischen der Spalte "Federzug u. Stempel" noch die Spalte gestempelt. Wer also die Spalten "aus Versehen" falsch liest, hat immer noch die 4.000,- EUR-Marke zu überlesen.

Bzgl. des doppelten Federzuges kann sicher diskutiert werden, ob das eine Besonderheit ist.
In der genannten Verordnung zur Markenausgabe ist unter §8 nachzulesen:
... haben sich die Postangestellten beim Aussuchen der ankommenden Briefpackete gegenseitig aufmerksamst zu kontrolieren und bei jenen Briefen, auf welchen die Marken gleichwohl aus Versehen durch den Ortsstempel nicht unbrauchbar gemacht wären, dieses mittels eines starken Federstriches nachträglich zu bewirken. (Zitat aus Sem Bayern Spezialkatalog).
Ob das nun ein einfacher Strich, ein Kreuz oder ein Doppelstrich ist, ist ein anderes Thema.

Herr Sem benutzt in seinem Attest die Begriffe "senkrechte Aufspaltung", "repariert" und "Beanstandungen".
Die senkrechte Aufspaltung ist offensichtlich durch den kräftigen Federstrich mit Einwirkung der Gallustinte erfolgt. Dieses wurde hinterlegt.
Das ist kein Mangel?

Die vorgestellte Marke hat die Entwertung Federstrich und Stempel. Die im Gutschein-Angebot unter dem Artikelmerkmal Michel-Katalogwert hat dann korrekterweise 2.500 und nicht 8.000,- zu lauten. Da es aber nur einen Gutschein gibt, kann weiter diskutiert werden.
Beide Angebote werben im Titel mit 8.000. Damit kann nur die Michel-Notierung gemeint sein.

Gruß Ralf
02.07.12, 22:17:53
Gehe zu:
Forum Regeln:

Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Beiträge zu schreiben.
Es ist ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu erstellen.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu bearbeiten.
Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Beiträge zu löschen.


HTML Code ist AUS
Board Code ist AUS
Smilies sind AUS
Umfragen sind AUS

Benutzer in diesem Thema
Es lesen 0 Gäste und folgende Benutzer dieses Thema:
Archiv
Ausführzeit: 0.0338 sec. DB-Abfragen: 14
Powered by: phpMyForum 4.1.4 © Christoph Roeder
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste und erhöhen deinen Komfort. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden! Datenschutzerklärung