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Juergen Kraft

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Zitat von stampsteddy:
Faktum, das Urteil von Herrn Kraft ist mir zu voreilig und nicht fundiert genug. Daher bleibe ich bei allen offenen Varianten und Herr Kraft kann ja, wenn er denn möchte, eine eindeutige Beweisführung erstellen.

Hallo,

der Scan ist zwar verfärbt, aber wohl in den richtigen Proportionen. Er passt 100% auf einen NDII. Originale sind deutlich breiter. Welchen Beweis soll ich noch anstellen? Für mehr, brauchte ich das Original.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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06.03.13, 19:55:23

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von stampsteddy:
Nach meiner Meinung, wenn es dann etwas spezieller werden soll und wir uns doch alle gerne mit Fachwissen profilieren möchten, sind die Konturen (einer der Hauptunterschiede zwischen NDII und Originalen) der Haare, Backenschatten und den Eckornamenten viel zu scharf gezeichnet für einen NDII. Gibt natürlich noch die Variante, dass es sich um eine Originalmarke mit Falschstempel handelt.


Hallo,

das geteilte Bild zeigt in einem Teil ein Original, im anderen einen NDII. Welche Seite ist denn was?


J. Kraft
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06.03.13, 20:29:32

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 06.03.13, 22:00:14

Hallo Herr Kraft,

so einfach nun auch nicht.
Das zwischen den Originalen und NDII der Hauptunterschied das Bildformat ist, steht in jedem Michel-Spezial und ist bei Vergleich mit bloßem Auge messbar(siehe mein Bild Nr. 2).
Mein nachstehendes Bild Nr. 1 zeigt klar und deutlich eine höhere Kantenschärfe der Originale gegenüber den Neudrucken II (bitte Kantenschärfe nicht mit Kontrastschärfe verwechseln).
Auf Ihre spielchen mit nicht Original vorliegenden und zusammen gebastelteten Bildern lasse ich mich nicht ein. Auch nicht auf das Bild mit der besprochenen Marke auf Ihrem Neudruck-Dreierstreifen.

Laut Ihrer Aussage, ist die Stempelform zur möglichen Verwendungszeit Preussen MiNr. 1 nicht möglich. Der Gegenteil ist der Fall und auch Sie müssen sehen, dass es sich hier um keinen billig aus einer Kartoffel geschnitzten Stempel handelt. Dennoch habe ich die mögliche und von mir von Anfang an aufgeführte Variante, dass es sich um einen Neudruck II mit Falschstempel handelt, nie gänzlich fallen gelassen. Ebenso ist denkbar eine vierte Variante, Neudruck II mit echtem, zu einem späteren Zeitpunkt spaßeshalber angebrachten Poststempel. Solche echten Poststempel verschiedenster Herkunft haben mir auf Neudrucken II vorgelegen und diese leider irgendwann innerhalb einer Neudruckpartie verkauft.

Zumindest haben Sie von Ihrer Seite die blosse Behauptung, es sei eine Fälschung, versucht fundiert zu untermauern. Wenn es so offensichtlicher Müll ist, dann frage ich mich warum @z4road am 01.03. in einem anderen Thema dieses Stück angefragt hat und heute nochmals. Diskussionen - oder sich sogar Gedanken zu machen - scheinen hier unerwünscht zu sein, oder wie Herr Kraft?

In diesem Thema habe ich einen vernünftigen Vorschlag gemacht und ich wiederhole diesen gerne, weil ich abermals verspüre, dass in diesem Thema nur bloßgestellt und vorgeführt werden soll.
Daher mein Vorschlag: wenn Sie hier über solche wenigen Einzelfälle diskutieren möchten, dann kopieren Sie sich doch das Bild der betreffenden Marke aus dem Internet und fügen Sie es in Ihren Beitrag ohne Namensnennung des Auktionshauses ein. Dann können Sie die (vermeintliche) Fälschung zusammen erörtern und das Auktionshaus darauf per email hinweisen und eine Reaktion abwarten. Sollte nicht reagiert werden, dann können Sie immer noch Roß und Reiter nennen. Damit vermeiden Sie ungerechtfertigte bzw. unverhältnismäßige negative Publicity, die letztendlich auch auf ganz andere trifft.

@z4road
Auch Sie versuchen nun vorzuführen. Dies ist offensichtlich und es klingt schon ein bisschen Hetzjagd gegen Auktionshäuser durch.
Versteigerungsbedingungen von ausländischen Auktionshäusern können Sie nicht mit Versteigerungsbedingungen deutscher Auktionshäuser vergleichen. Andere Länder, andere Gesetze, andere Sitten.
In Bezug Versteigerungsdingungen deutscher Auktionshäuser mit dem Wortlaut "...erstattet den gezahlten Kaufpreis einschließlich Aufgeld zurück, ein darüber hinausgehender Anspruch ist ausgeschlossen." bedeutet nicht, dass Ihnen Prüfgebühren, für unter Prüfungsvorbehalt zugeschlagenen Losen, nicht erstattet oder aufgebrummt werden. Es ist vielmehr ein Haftungsausschluss für evtl. Schadenersatzansprüche, z.B. für entgangenen Gewinn.
Keiner der mir bekannten Auktionshäuser in Deutschland fordert Ihnen Prüfgebühren ab, wenn die Prüfung einen negativen Ausgang der Sache ergibt.

MfG
stampsteddy
Dateianhang (verkleinert):

 Preussen-1-1NDII-01.jpg (241.37 KByte | 28 mal heruntergeladen | 6.6 MByte Traffic)

Dateianhang:

 Preussen-1-1NDII-02.jpg (168.41 KByte | 9 mal heruntergeladen | 1.48 MByte Traffic)

06.03.13, 21:50:46

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo stampsteddy,

vorweg möchte ich bemerken, dass ich keine Diskussionen über Auktionshäuser führe. Wenn ich zu hier gezeigten Marken Stellung beziehe, weiß ich nicht, oder weiß auch niemand, wer der Stücke überhaupt anbietet. Das Forum wurde geschaffen, um über Sachverhalte und Philatelie zu berichten, Informationen weiterzugeben und Fehlinformationen als solche aufzuzeigen.

Die Diskussion über den Preußen-ND mit Weinkorkenentwertung, ist ein gutes Beispiel, um zu zeigen was ich meine.

Die Marke wurde hier im Thread gezeigt. Darauf gab es am 6.3.2013 14:41:50 von dir die erste Antwort.

Zitat von stampsteddy:
Hallo z4road, hier sehe ich zwei Möglichkeiten:
1) die Marke ist echt und zeigt einen mir von USA-Belegen bekannten Entwertungsstempel
2) es handelt sich um einen nachgefärbten Neudruck mit Falschstempel, der einen mir von USA-Belegen bekannten Entwertungsstempel zeigen soll
Bin aber Preussen- und auch kein USA-Prüfer.
MfG stampsteddy

Zu der Antwort kann man sachlich feststellen, dass du die Möglichkeit nennst, dass die Marke echt oder ein Neudruck sein kann und die Möglichkeit nennst, dass der Stempel echt oder falsch sein kann. Dabei fehlt die Möglichkeit, dass es sich um einen Probedruck handelt oder die Marke von Aliens, aus dem Weltall, abgeworfen wurde. Kleiner Scherz, sorry.

Also, die beiden Möglichkeiten, die zahlenmäßig 1:1.000.000 am wahrscheinlichsten sind, entweder Original oder Neudruck und entweder echter Stempel oder falscher Stempel, wurden von dir genannt. Ich befürchte allerdings, jeder der hier liest, hätte diese Möglichkeiten in Betracht gezogen. Die Frage scheint mir aber genau darauf abzuzielen, welche der theoretischen Möglichkeiten wirklich zutrifft. Später schreibst du noch genauer dazu und lässt praktisch folgende Möglichkeiten offen:

Neudruck mit echtem Stempel
Neudruck mit falschem Stempel
Original mit echtem Stempel
Original mit falschem Stempel

Bevor ich zu Details komme, die Aufstellung oben hat sicher jeder Leser so gesehen. Zu deinen Aussagen im Detail:

1. "... zeigt einen mir von USA-Belegen bekannten Entwertungsstempel"
Wenn das so wäre, könntest du den Stempel einfach zeigen. Das wird natürlich nicht gelingen, denn der Stempel ist eine beliebige Fälschung, von der ich in der Stunde ca. 100 Stück herstellen könnte. Was du möglicherweise sagen wolltest, dass es die Stempelform, hauptsächlich in den USA, gibt. Es gibt also diese Art von Stempel, aber nicht genau diesen Stempel. Es gibt auch Kataloge über Fancy-Cancel. Ich habe genau den Stempel nicht finden können.

2. "... es handelt sich um einen nachgefärbten Neudruck ..." Die Marke sieht ziemlich rot aus. Solche scheinbaren Verfärbungen kommen jedoch bereits durch Scanner, Software oder noch häufiger bei Digitalfotos vor. Ich habe viele schlechte Bilder gesehen. Das ist offensichtlich eines davon. Niemand kann die Marke von orange auf rot umfärben. Zusätzlich zeigt die Marke die typischen Verfärbungen, die man Bleisulfidschäden nennt und die auf Originalen und Neudrucken vorkommen.

3. "... Bin aber Preussen- und auch kein USA-Prüfer." Wegen des Wortes "auch" nehme ich an, du wolltest schreiben Bin aber kein Preußen- und auch kein USA-Prüfer.

Kommen wir zum nächsten Beitrag. Um 15:36:16 wird klar, dass du meinen älteren Beitrag zu der Marke gelesen hast.

Zitat von stampsteddy:
Hallo z4road,
jetzt habe ich mir den Beitrag im Preussen-Thema angesehen und es ist doch schön zu sehen, dass auch ich Ihnen nicht viel anderes berichtet habe. Außer das ich zwei Möglichkeiten zur Verfügung gestellt und mich nicht wie Herr Kraft festgelegt habe und ebenso nicht den Hobbyprüfer für alle Sammelgebiete spiele.
Nach meiner Meinung, wenn es dann etwas spezieller werden soll und wir uns doch alle gerne mit Fachwissen profilieren möchten, sind die Konturen (einer der Hauptunterschiede zwischen NDII und Originalen) der Haare, Backenschatten und den Eckornamenten viel zu scharf gezeichnet für einen NDII. Gibt natürlich noch die Variante, dass es sich um eine Originalmarke mit Falschstempel handelt.
Den Verwendungszeitraum der USA-Entwertung würde ich da auch noch einmal lieber nachlesen.
Faktum, das Urteil von Herrn Kraft ist mir zu voreilig und nicht fundiert genug. Daher bleibe ich bei allen offenen Varianten und Herr Kraft kann ja, wenn er denn möchte, eine eindeutige Beweisführung erstellen.
Ist die Marke denn von irgend jemanden geprüft bzw. attestiert?
MfG
stampsteddy

Du spielst nicht "wie Herr Kraft ... den Hobbyprüfer für alle Sammelgebiete ..." und hast außerdem nicht viel anders berichtet. Du hast dich lediglich nicht festgelegt. Mir scheint, du hast bis dahin zum Thema noch gar nichts beigetragen. Im nächsten Satz mutmaßt du, wir schrieben hier, um uns mit Fachwissen zu profilieren. Mein Kommentar bis dahin, ich bin kein Hobbyprüfer und ich will mich nicht profilieren, sondern dafür sorgen, dass philatelistisches Wissen weitergegeben wird. Wollte ich mich profilieren, hätte ich in einem der zahlreichen anderen Foren weiter schreiben können. Davon habe ich Abstand genommen und mit, bis heute, sehr großem Aufwand diese Seiten hier ins Leben gerufen. In vielen anderen Foren scheinen mir Leser zu glauben, dass man über echt oder falsch abstimmen könne.

Dankenswerterweise kommt dann die erste Sachaussage von dir:
Nach meiner Meinung, ..., sind die Konturen (einer der Hauptunterschiede zwischen NDII und Originalen) der Haare, Backenschatten und den Eckornamenten viel zu scharf gezeichnet für einen NDII.

Das klingt nach Fachwissen. (Woher die Aussage kommt, was sie bedeutet und was wir daraus lernen können, folgt später, wenn stampsteddy mein Bild kommentiert hat)

Weiter schreibst du: "Den Verwendungszeitraum der USA-Entwertung würde ich da auch noch einmal lieber nachlesen."
Ich habe vorher darüber gelesen, damit ich keine Gerüchte verbreiten muss. Die Orte, Verwendungszeiten und Foren der Fancy-Cancel, werden auch noch in die Stempeldatenbank eingepflegt. Bei der Einordnung von Zeiträumen auf losen Marken, empfehle ich auch dringend nach Scott und nicht nach Michel vorzugehen. Was im Michel eine Nummer ist, können im Scott 10 Nummern sein, die ganz anderen und insbesondere, genauen Zeiten zuzuordnen sind.

Weiter schreibst du: "Faktum, das Urteil von Herrn Kraft ist mir zu voreilig und nicht fundiert genug."
Fakt ist, du weißt nichts zu der Marke und kannst deshalb auch nicht beurteilen, was voreilig und was fundiert sein könnte.

Weiter schreibst du: "Daher bleibe ich bei allen offenen Varianten und Herr Kraft kann ja, wenn er denn möchte, eine eindeutige Beweisführung erstellen."
Ja, ich möchte.

Vorher schreibst du aber noch einen Beitrag um 17:29:43
Obwohl ich mit den Zeiträumen der Verwendung dieser Stempelform doch "vorsichtig" sein sollte, kannst du uns nur einen ähnlichen Stempel aus 1861, wie du schreibst, zeigen. Der Abschlag ist sicher nicht aus 1861. Die Scott-Nummer 94, um die geht es in dem Angeb ot, erschien leider erst 1867! Da müsste jemand eine Preußen Nr. 1 aber lange aufgehoben haben. Ganz nebenbei bemerkt, Preußen schreibt man bis heute mit "ß". Die Schreibweise mit zwei "s" ist zwar bei Dateinamen und ähnlichem, aus technischen Gründen notwendig, aber soweit es möglich ist, sollte man einen Ländernamen richtig schreiben.

Bevor ich auf das zurückkomme, was nach deinem Fachwissen klingt, zunächst ein Hinweis auf meinen Beitrag von 20:29:32. Da zeige ich einen Neudruck und ein Original im Bild. Das habe ich nicht als "Spielchen" gedacht und es sind auch keine manipulierten Bilder, sondern einfach zwei Detailscan, Original mit 2400 DPI, vom gleichen Bildteil. Du hattest geschrieben: "Nach meiner Meinung, ..., sind die Konturen (einer der Hauptunterschiede zwischen NDII und Originalen) der Haare, Backenschatten und den Eckornamenten viel zu scharf gezeichnet für einen NDII." Deshalb habe ich dir hier im Bild Haare, Hals, Backenbart und Hintergrund gezeigt. Weshalb kannst du nicht sagen, welcher Bildteil der ND ist? Die Chance ist 50%!

Um 21:50:46 schreibst du, dass es doch nicht so einfach wäre. Weiter bestätigst du mein erklärtes Verfahren, das Bildformat zu vermessen. Wenn etwas im Michel steht und ich das gleiche sage, dann kann es ja auch kaum falsch sein. So ist es! Danach gleitet es ins esoterische ab. Den Unterschied zwischen Kantenschärfe und Kontrastschärfe kann ich an den Bildern nicht nachvollziehen. Kontrast ist der Unterschied zwischen hellen und dunklen Stellen und wie hell eine helle Stelle ist und wie dunkel eine dunkle Stelle ist. Hell und dunkel sehe ich gar nicht. Der Kontrast ist bei beiden Marken gleich. Bei der einen sind die Kanten eher Linien, bei der anderen sehen die Kanten unscharf oder ausgefranst aus.

Ich warte also auf eine Antwort zu meinem Bild. So schwer kann es ja nicht sein, ND und Original an einen 2.400 DPI-Scan zu unterscheiden.

Ich will auch gerne erklären, wie einfach man prüfen kann, ob man einen ND oder ein Original vor sich liegen hat. Ich rede also von einer Prüfung am Original. Jeder bessere Preußensammler hat unzählige Nr. 1 und unzählige NDII. Egal welche Sammlung oder welches Lot man kauft, die beiden Stücke sind immer mehrfach enthalten.

Zum Üben nimmt man möglichst viele solcher Marken. Bitte nur Marken mit Wasserzeichen nehmen. Die ungebrauchten haben große Chancen ein ND zu sein, die gestempelten sind meist Originale. Diese Marken sortiert man nach Bildbreite. Die kann man mit bloßem Auge gut unterscheiden. Hat man dann zwei Häufchen zusammen, eventuell noch einen Haufen mit unklarer Breite, kommt die UV-Lampe zum Einsatz. Ganz schnell wird klar, von der Bildseite aus betrachtet, sind die Marken mit schmalerem Markenbild, deutlich grauer. Die graueren Marken sind auch die mit dem schmaleren Markenbild. Dabei wird auch der größere Teil ohne Stempel sein. Das sind die Neudrucke II. Im Tageslicht oder auf dem Scan, wirkt das Papier oft gelblicher.

Halten wir schon einmal ein paar Merkmale für NDII fest: (es gibt aber noch mehr)
Scan, Tageslicht, Kunstlicht: gelblicheres Papier, als Originale
UV-Licht: graueres Papier, als Originale
Markenbildbreite mit bloßem Auge sichtbar schmaler, als Originale.

Vorsicht! Im Michel steht: NDII weißer als Original mit Wz. So kennen wir den Michel. Entweder keine Merkmal, welches eine Unterscheidung sicher ermöglichen würde, oder es steht gleich verkehrt herum da. Das Papier ist nicht weißer, sondern gelber.

Unten im Bild eine weitere Marke, über deren Eigenschaften abgestimmt werden könnte
Dateianhang:

 preussen-1-800px.jpg (213.95 KByte | 8 mal heruntergeladen | 1.67 MByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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07.03.13, 12:28:24

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Herr Kraft,

erst einmal vielen Dank für Ihren Anruf bei mir und schön das wir uns nach langer Zeit wieder einmal gut unterhalten haben.
Grundsätzlich geht es Ihnen in diesem Thema um Detaills in philatelistischer Hinsicht. Mir ging es in diesem Thema um die unglückliche Handhabung, welche ich in meiner Antwort am 06.03.2013 um 14:34:36 Uhr erläutert habe und auf meine Erläuterung und dem von mir gemachten Vorschlag hat es auch von niemanden Anmerkungen, Einwände oder Kritik gegeben.

Zitat von Juergen Kraft:
oder weiß auch niemand, wer der Stücke überhaupt anbietet.

Das ist wohl so nicht richtig, in diesem Thema hier wird in der Regel von Anfang an ganz klar gesagt bei welcher Auktion das gezeigte bzw. zur Diskussion gestellte Stück angeboten wird.

Zitat von Juergen Kraft:
Wegen des Wortes "auch" nehme ich an, du wolltest schreiben Bin aber kein Preußen- und auch kein USA-Prüfer.

Ja richtig, das erste "kein" wurde von den Alliens geklaut.

Zitat von Juergen Kraft:
Niemand kann die Marke von orange auf rot umfärben. Zusätzlich zeigt die Marke die typischen Verfärbungen, die man Bleisulfidschäden nennt und die auf Originalen und Neudrucken vorkommen.

Also, ich hatte schon Preußen MiNr. 13 mit Nachfärbung von der Prüfung zurück erhalten und ein Kollege DR MiNr. 14 in 8 umgefärbt/verfälscht von der Prüfung zurück erhalten.
Wie Sie selbst schreiben, die Bleisulfidschäden kommen bei Originalen und Neudrucken vor.

Zitat von Juergen Kraft:
Du spielst nicht "wie Herr Kraft ... den Hobbyprüfer für alle Sammelgebiete ..." und hast außerdem nicht viel anders berichtet. Du hast dich lediglich nicht festgelegt.

Warum sollte ich mich auch festlegen, bin schließlich nicht der Prüfer für diese Gebiete. Vielmehr habe ich meinen Gedanken freien Lauf gelassen und gehofft irgend jemand würde sich an der Diskussion beteiligen oder mit substantiierten Argumenten überzeugen. Aber irgendwie war hier äußerst ungewöhnliche Funkstille von allen anderen Lesern.

Zitat von Juergen Kraft:
Ich habe vorher darüber gelesen, damit ich keine Gerüchte verbreiten muss.

Gut, dann haben Sie es in dem anderen Thema "Preussen-Stempel" nur unglücklich und unvollständig dargestellt.
Eine umfassendere Aussage hätte mich nicht nachdenken lassen. Das es entsprechende "Fancy Cancel"-Kataloge gibt weiß ich, besitze nur leider keinen.


Zitat von Juergen Kraft:
Was im Michel eine Nummer ist, können im Scott 10 Nummern sein, die ganz anderen und insbesondere, genauen Zeiten zuzuordnen sind.

Mein Fehler, die Marken mit eingepresster Waffel sind in 1867 herausgekommen (steht auch im Michel, nicht nur im Scott). Gut, den gezeigten Stempel - und es ging nur um die Stempelform, nicht das es der identische ist - wird es wohl auch schon etwas früher gegeben haben (ist zwar gemutmaßt, aber Sie können ja in Ihrem Fancy Cancel Katalog noch einmal nachschauen).

Zitat von Juergen Kraft:
Fakt ist, du weißt nichts zu der Marke und kannst deshalb auch nicht beurteilen, was voreilig und was fundiert sein könnte.

Das ist so nicht richtig, ich lege mich nur nicht nach einem Blick auf einen Scan so schnell fest wie Sie. Sie hatten nach gerade einmal um die 10 Minuten im Thema "Preussen Stempel" auf die Anfrage von z4road geantwortet. Es erweckt nicht gerade den Eindruck, dass Sie in dieser Zeit die fundierten Ausarbeitungen gemacht hatten (den Fancy Cancel-Katalog durchgehen, die Vermessung mittels Scans zu erstellen etc.), welche Sie nun nachgeliefert haben.

Zitat von Juergen Kraft:
Da müsste jemand eine Preußen Nr. 1 aber lange aufgehoben haben.

Das mit dem Ausgabejahr habe ich oben schon geklärt. Rein theoretisch war die Preußen MiNr. 1 bis 31.12.1867 verwendbar. Es gibt heute sogar noch Originale in ungebrauchter Erhaltung, meine letzte hat mit Fotobefund Flemming BPP dann doch etwas über Michelwert im Auktionszuschlag erbracht.


Zitat von Juergen Kraft:
Weshalb kannst du nicht sagen, welcher Bildteil der ND ist? Die Chance ist 50%!

Doch kann ich, die rechte ist ein Original. Das ich es kann, haben wir am Telefon geklärt und das es nicht geraten war wissen Sie.

Zitat von Juergen Kraft:
schreibst du, dass es doch nicht so einfach wäre.

Das haben Sie falsch verstanden. Mit "so einfach ist es nun auch nicht.", wollte ich vielmehr Ihnen damit sagen, dass Sie mich nicht so einfach auf das Glatteis führen können und zugleich Sie es sich vielleicht etwas zu einfach machen.

Zitat von Juergen Kraft:
Der Kontrast ist bei beiden Marken gleich.

Nein, ist er nicht. Der schwarz/weiß-Kontrast ist beim Neudruck II höher als beim Original. Beide zeigen teils kleine Ausfransungen an den Linien. Das Gitter ist beim Original vollständiger, d.h. die kleinen Rechtecke sind in der Regel auch Rechtecke und beim Neudruck II unförmiger. Die Linien beim Original sind feiner gezeichnet. Im Prinzip ähnlicher Unterschied wie bei Österreich Kaiser Franz Joseph-Ausgabe, feiner und grober Druck. Der feiner gezeichnete Druck ergibt detailliertes und somit schärferes Bild.

Zitat von Juergen Kraft:
Unten im Bild eine weitere Marke, über deren Eigenschaften abgestimmt werden könnte

Wie schon am Telefon erwähnt: Genau so habe ich mir unseren Jürgen Kraft gestern auf Tennerifa vorgestellt, auf der Veranda sitzend und an Weinkorken oder Kartoffeln rumschnitzend.

Hoffe alle Fragen beantwortet zu haben und für den "Hobbyprüfer" entschuldige ich mich bei Ihnen.

MfG
stampsteddy
(einen Knuddel für Jürgen Kraft)



07.03.13, 16:28:03

z4road

(Mitglied)

Hallo Jürgen + stampsteddy,

ich war der Meinung, dass das betroffene Auktionshaus nicht genannt werden sollte, aber hier bitte :

Auktionshaus Bühler, Berlin, Los Nr. 1195
07.03.13, 16:43:34

Preussenphilatelist

(Mitglied)

Nun bin ich aber etwas verwirrt, es hieß doch die Marke wird in den USA angeboten?


Sammelgebiete: Preussen, Auktionskataloge
07.03.13, 18:19:47

z4road

(Mitglied)

Hallo Preu(ß)ssenphilatelist,

wer das Gerücht aufgebracht hat, soll sich auch dazu erklären ..
07.03.13, 18:29:40

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich hatte das Stück mit einer Marke bei Ebay USA verwechselt. Bei Bühler ist das gar kein Problem. Ich habe einen besseren Scan angefordert. Das Los wird natürlich zurückgezogen, wenn auf einem besseren Scan keine neuen Erkenntnisse zu gewinnen sein werden.

Wie ich schon geschrieben hatte, stehen Auktionshäuser oft unter enormem Zeitdruck. Wer schon einmal eine Auktion persönlich miterlebt hat, wird sicher auch schon ein kurzes "fällt aus" gehört haben, statt der Versteigerung einer bestimmten Losnummer. Durch Katalog, Besichtiger und auch Prüfer und Kommisionäre, werden falsch beschriebene Einzellose praktisch immer, vor der eigentlichen Auktion, zurückgezogen.

P.S. nachdem ich nun weiß, wo das Los angeboten wird, habe ich mir andere Bilder angesehen. Die aktuellen Scans sind wirklich suboptimal. Zum Einen werden auch einzelne Marken, auf großen Steckkarten mit 300 DPI gescannt und so sind hauptsächlich schwarze Steckkartenteile abgebildet. Zum zweiten sind die Farben stark verändert. Nachfolgend eine Preußen 8a. Unten als Bildanhang eine Preußen 8a aus dem Bühlerangebot. Zum Dritten stimmt wohl bei allen Scans das Verhältnis von Höhe zu Breite nicht genau. So scheinen alle Marken auf den Bildern zu schmal. Wenn die Technik die Marken derart verändert, ist natürlich kein Urteil möglich. Morgen mehr dazu.

Preußen 8a (typische Farbe)


Dateianhang:

 pr-8-rot-25817.jpg (37.68 KByte | 7 mal heruntergeladen | 263.74 KByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

07.03.13, 18:41:26

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Herr Kraft,

das ist eine neue Information, also nicht USA sondern Berlin.
Habe mir den Scan von der Webseite Bühler geholt.
Er hat 300 dpi und das Bild um das doppelte vergrößert.
Dann habe ich einen NDII und ein Original ebenfalls auf 300 dpi eingescannt und ebenfalls in der Größe verdoppelt. Alle drei Marken habe ich auf Bildformat ausgeschnitten.
Da ich computertechnisch nicht so versiert bin wie Sie, bitte ich Sie nochmals eine Messung durchzuführen. Nach meiner Messung komme ich bei der Bühler-Marke auf die selbe Breite wie beim Original. Aber vielleicht habe ich ja was falsch gemacht.

MfG
stampsteddy
Dateianhang:

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07.03.13, 19:48:15
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