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philetalia

(Mitglied)

Hallo Jorore

Gograf und ich hatten auf die Etherproblematik hingewiesen, da es ja nicht genügt, auf ausreichende Lüftung und die Verweidung von Zündquellen zu achten, weil es bei Vorhandensein von Peroxiden allein schon durch Erschütterungen zu heftigen Explosionen kommen kann. Also Hände weg, besonders wenn der Ether schon etwas länger gelagert wurde! Und selbst wenn man den Ether ganz frisch anschafft, was passiert dann mit dem Rest? Richtig, der wird in den Schrank gestellt, weil man weiß ja nie, wann der nächste Schonfalz daherkommt, und (per-)oxidiert dann fröhlich vor sich hin.

Viele Grüße
Bernhard
24.09.14, 11:18:10

Jorore

(Mitglied)

Hallo Bernhard,

in einem Forum, in dem meines Wissens fast nur Erwachsene schreiben, die mir auch alle zumindest einigermaßen gebildet zu sein scheinen, habe ich vorausgesetzt, dass die Gefahren beim Hantieren mit Äther bekannt sind. Auf keinen Fall sollte man größere Mengen anschaffen und in der Wohnung lagern. Zudem bekommt man sicherlich Warn- und Verwendungshinweise, wenn man ihn sich in der Apotheke besorgt (falls das noch möglich ist. Ich musste neulich sogar angeben, wozu ich ein kleines Fläschchen klares Benzin brauche - zum Wasseerzeichensuchen natürlich).

Ich habe den besagten Thread eben wiedergefunden. Dort werden auch noch weitere Tipps gegeben:

http://www.bdph.de/forum/showthread.php?201-Schonfalze-entfernen


Viele Grüße
Romano
24.09.14, 12:23:11

drmoeller_neuss

(Mitglied)

Aufgrund des niedrigen Siedepunktes (34 Grad) und der potentiellen Gesundheitsgefahren (Dämpfe sind narkotisierend) würde ich auch von Ether abraten.
Peroxide können eigentlich nur bei unsachgemässer Lagerung im Sonnenlicht entstehen. Ether wird daher am besten in braunen Flaschen in dunklen - gut gelüfteten ! - Schränken gelagert. In Chemielaboren wird der Boden der Flasche gegen die Bildung von Peroxiden mit Kaliumhydroxid bedeckt. Da Kaliumhydroxid stark ätzend ist und bei unvorsichtigem Umgang schwere Verletzungen an Augen und anderen Schleimhäuten verursachen kann, würde ich davon im Privatgebrauch dringend abraten.

Jedes unpolare Lösungsmittel sollte für die Entfernung von Schonfalz- und Fettflecken brauchbar sein, ich würde Hexan (= Waschbezin) empfehlen. Wenn Ihr wie der Durchschnittsbundesbürger guter Apothekenkunde seid, erklärt dem netten Mann im weissen Kittel, dass Ihr das Benzin zum Reinigen von Briefmarken braucht. Dann kann er Euch auch eine abgelaufene Charge günstiger verkaufen.

Auf keinen Fall Tankstellenbezin (Otto-Kraftstoff) verwenden, da es giftige Beimischungen enthält, die die Druckfarben angreifen können und krebserregend sind.

Höherkettige Paraffine wie z.B. in Terpentinersatz ("Pinselreiniger" im Baumarkt) sollten auch funktionieren und sind in der Handhabung weniger gefährlich. Am besten mit billigen Marken ausprobieren.

Beim Arbeiten mit Benzin und Ether sollten alle "Hitzeerzeuger" (Kerzen, Kaffeemaschine, Toaster etc., und natürlich brennende Zigaretten !!) ausgeschaltet bzw. nicht in der Nähe sein, da die Dämpfe feuergefährlich sind. Am besten im Freien (z.B. auf dem Balkon) arbeiten. Sicherheitshandschuhe tragen, da alle Lösungsmittel das Fett aus der Haut herauslösen! Kommt es in der Wohnung zu einer Verpuffung, drohen erhebliche Sach- und Gesundheitsschäden durch die Druckwelle und herumfliegende Gegenstände.
24.09.14, 13:02:00

Saguarojo

(Mitglied)

@ dr_moeller_neuss

Für diese genauen Erläuterungen danke ich sehr.

Viele Grüße Saguarojo
27.09.14, 10:30:08
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