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stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Martin,

das steht ganz unten als Nachsatz und die Betonung liegt wohl auf "erscheinen".

Zeige uns doch einmal einen fetten diagonalen Aufdruck im Vergleich zu Deinem "dicksten, fettesten" steilen Aufdruck!

Beste Grüße
Markus
27.05.20, 20:30:22

Meinhard

(Mitglied)

geändert von: Meinhard - 28.05.20, 11:41:33

Zitat von childon:
Hallo Meinhard,

Vielleicht hast du Glück bei Herrn J.-Lantelme eine baldige Antwort auf Deine Frage(n)
zu erhalten, ich empfehle per E-Mail.

Gruß IF


Hallo IF,

ja ich hatte Glück ein großes Danke an J.-Lantelme. Hier ist seine Antwort, welche ich per Mail bekommen habe.

Sehr geehrter Herr …….,

besten Dank für Ihre Anfrage.

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlich breiter Aufdrucke bei den Überdruckserien dieser Ausgabe. Dieser Umstand hat aber nichts mit verschiedenen (und womöglich unterscheidbaren) Typen zu tun, sondern mit der Einstellung der Druckmaschine. Je höher der Anpressdruck der Maschine umso "fetter" fallen die Typen des Aufdrucks aus.

Nur bei den Berner-Ausgaben (aufgrund der kleinen, in einem Zug durchgeführten Auflage) lässt sich ein ausgabetypischer Unterschied zur späteren Schalterausgabe erkennen (die Berner sind etwas "fetter" im Aufdruck), ähnlich die 2. Auflage aus 1903 der Ausgabe MiNr. 1 - 6 II der Marshall-Inseln (vgl. MICHEL).

Ich hoffe, dass Ihnen diese Angaben bereits weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen!
------------------------------------------------------------------
MICHAEL JAESCHKE-LANTELME
Ahlener Weg 13 C
12207 Berlin
www.jaeschke-lantelme.com
Fon: +49 (0)30 - 755 190 16
Fax: +49 (0)30 - 755 190 18
------------------------------------------------------------

Auch etwas Werbung für den zuständigen "BPP" Prüfer kann nicht schaden für die schnelle Antwort.

Beste Grüße,
Meinhard


28.05.20, 11:37:07

stampsteddy

(Mitglied)

Lieber Meinhard,

eine andere Stellungnahme war von Herrn Jäschke-Lantelme nicht zu erwarten. Die Thematik diskutierte ich bereits schon um 2006 mit Ihm.

Warum sind die Aufdrucke auf Kiautschou MiNr. 1 I alle nur so fett? Es standen wohl gerade keine feinen mehr zur Verfügung. mit Augen rollen

Beste Grüße
Markus
28.05.20, 12:02:22

Meinhard

(Mitglied)

geändert von: Meinhard - 28.05.20, 12:12:40

Hallo Markus,

schön das Du wieder aktiv bist. Mir viel halt beim Vergleichen mit den anderen Gebieten diese Marken auf, welche den Aufdruck etwas "fetter" haben.

Mir geht es ja nicht um den Wert sondern einfach um die Unterschiede. Vielleicht kannst Du mal eine Marke "Berner Ausgabe oder Marshal-Inseln 1 bis 6 II" mit einer normalen einstellen. Dann sollte man auch den Unterschied sehen. Ich habe leider keine.

Schöne Grüße und danke für die Antworten,
Meinhard
28.05.20, 12:10:15

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 28.05.20, 12:37:26

Hallo Meinhard,

die Unterschiede in der Aufdruckstärke muß man für jedes Gebiet separat betrachten.

2011 habe ich zwei Berner-Aufdrucksätze von Herrn Jäschke-Lantelme attestiert bekommen, allerdings nicht von den Marschall-Inseln. Auch hierzu könnte ich eine interessante Begebenheit berichten, über die es auch Schriftverkehr gibt. Um mich kurz zu fassen, es ist nicht so einfach wie Herr J-L dies darstellt und wenn ein Satz Berner Ausgabe nicht in Vollständigkeit zur Prüfung vorliegt, dann kann es sein, dass Berner Aufdrucke nicht erkannt werden.

Beste Grüße
Markus
28.05.20, 12:35:38

servais100

(Mitglied)

geändert von: servais100 - 28.05.20, 13:54:26

@stampsteddy

da die druckbeistellung auch während des fortdrucks angepasst werden konnte und musste, gibt es durchaus auch differenzen in einer laufenden auflage.

ich las, das einzelne aufdrucke des bogens fetter oder magerer waren. dadurch ergeben sich zusätzlich unendliche möglichkeiten. dies konnte an mangelhaftem gegendruck liegen oder an schrift, die nicht mehr auf voller druckhöhe war (platt)...

spass macht es trotzdem die stärken zu dokumentieren... freuen

lieb grins martin

PS: fetter werden vor allem platte buchstaben,
die durch zuviel anpressdruck in der vergangenheit abgenudelt waren. der beistelldruck alleine reicht dafür NICHT. (sonst ist das papier kaputt-durchgestanzt, wohlgemerkt kräftiger geht, ja, hat aber eine Grenze, das rückseitige relief wäre dann auch exorbitant stärker)
dann ist auch noch die menge an druckfarbe entscheidend, denn zuviel macht die buchstaben auch fetter.

die aussage zur berner auflage ist interessant.
in einem zug gedruckt? will man mir damit sagen die Farbe der urmarke und der schwarzaufdruck erfolgen (nur) hier in einem druckgang?? die auflage ist ja winzig, paar bogen. eine zurichtung dafür wäre wirtschaftlich sehr sehr aufwendig. (wirklich möglich?) woran erkenne ich diesen aufdruck denn letztendlich? muss ja mit der einprägung (rückseitigem relief) zutun haben??
vielleicht wurde diese serie notbehelfsmäßig technisch anders mit dem aufdruck versehen,
um eine wirtschaftlichkeit zu erreichen und das ist erkennbar...
28.05.20, 13:05:31

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Martin,

innerhalb von einem Bogen können feine, kräftige und fette Aufdrucke vorkommen und so ist es ja auch im Friedemann beschrieben.

Betrachte doch einfach eine untere Hälfte Bogen D von Kiautschou 1 I und Du kannst die von Friedemann angebenen Bogenfelder, auf denen fette Aufdrucke vorkommen, nachvollziehen.

Friedemann hat seine Ausarbeitungen an ganzen Bogen vorgenommen. Das Material gibt es in der Form heute nicht mehr.

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 Kiautschou-1-I-Halbbogen_Loth-47_50Prozent-Bildgröße.jpg (1.15 MByte | 17 mal heruntergeladen | 19.63 MByte Traffic)

28.05.20, 13:23:18

servais100

(Mitglied)

geändert von: servais100 - 28.05.20, 13:39:41

@stampsteddy

ich weis...les nochmal
meine zeilen, bin gerade erst fertig.
Ich versuche mich auch möglichst
genau und verständlich für alle auszudrücken.
ich las das natürlich bei friedemann.

grins

PS: fetterer Aufdruck rechts kann auch durch viel zu viel Farbführung erzielt worden sein. (partiell=aussenbereich?)
28.05.20, 13:26:58

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Martin,

kleines stampsteddy versteht Deine Aussagen. freuen

Friedemann schrieb von verschiedenen Formen, in denen die getrennten Druckbogen überdruckt wurden. Sollten Ihm Bogen vorgelegen haben, bei denen keinerlei Bogenrand vorgefaltet war, dann gab es auch mehr als nur eine Druckplatte. Wenn es mehr als eine Druckplatte gab, dann kommen fette Aufdrucke von Anfang an vor. Zumindestens kann ich das an datierbaren Stücken aufzeigen.

Die Marken wurden nach Bedarf bzw. nach Bestellung gedruckt. Friedemann kann aber keine konkreten Bestell- oder Lieferdaten benennen. Somit ist annehmbar, dass seine Einteilung nach "Erste Auflage", "Spätere Auflagen" und "Letzte Auflage", in Bezug Bogenform B, C und D, seiner eigenen, ggf. fehlerhaften Sichtweise unterliegt.

Berner Aufdrucke gab es nur zu den Ausgaben für die Deutschen Kolonien. Zu gegebener Zeit werde ich unter dem jewiligen Gebiet noch das eine oder andere Beitragen können. Aber nicht heute, das wird mir zu viel. Schließlich gibt es noch andere Baustellen.

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 TSINTANFORT-1898-03-26_feiner-und-fetter-Aufdruck.jpg (804.99 KByte | 4 mal heruntergeladen | 3.14 MByte Traffic)

28.05.20, 13:46:08

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

vergesst das Beispiel, die beiden Stempel TSINTANFORT 26/3 sind rückdatiert.

Wir müssen uns ein anderes Beispiel suchen. mit Augen rollen

Beste Grüße
Markus
28.05.20, 14:39:09
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