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bayern klassisch

(Gast)

Lieber xg1651,

da hast du ein schönes Stück an Land gezogen.

Alles echt und die manuelle Ergänzung beim Datum ist eine feine Sache. Vermutlich war es ein sogenannter "Beutestempel", den die Franzosen auf ihrem Einmarsch ins Hinterland lachen den nach Paris fliehenden Deutschen zunge raus kurzfristig überlassen mussten.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
31.07.14, 21:36:34

xg1651

(Mitglied)

geändert von: xg1651 - 31.07.14, 22:05:52

Hallo Ralph,
Na wenn Du das sagst, Du hast ja die Quelle an der Hand, leider ist es nicht meiner traurig ,ich muß ihn demnächst verkaufen, mal sehen eventuell gönne ich ihn mir aber selber wenn der Preis nicht meinen Rahmen sprengt, denn so ein süßes Stück scheint nicht oft im Leben über den Weg zu laufen.

@ Koban, danke auch für Deinen Hinweis, mit dem Schönen Brief zeigt es auch, daß das Datum tatsächlich manuell reingekritzelt wurde, man lernt nie aus.
Dank natürlich auch an Vorphila , der offenbar mehr weiß als google.. lachen
Aber schon Spitzen nach unten mit dem Stempel dürfte wohl für mein Portemonaise tödlich enden... verwirrt

Gruß
Gunther
31.07.14, 21:56:19

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Gunther,

französische Telegraphen-Stempel auf Okkupationsmarken gibt es gemäß Schott-Katalog aus acht verschiedenen Orten:

Bruyéres
Melun
Monthureux-Sur-Saone
Puttelange
Raon-L-Étape
Saaralbe
Saverne
Void

Der aus Void wertet in diesem Katalog (1972) auf loser Marke 45 FF, Briefstück 170 FF und auf Brief 650 FF, die anderen sieben werten mehr. Heute sollte man als Katalogbewertung hinter die Zahlen "Euro" schreiben können. Schöner Abschlag!

MfG
Markus
31.07.14, 23:50:42

xg1651

(Mitglied)

Hallo Markus,

Danke für Deinen Hinweis, ich hätte eventuell gleich mal bei Stempeln Frankreich nachschauen sollen, obwohl ich denke da ist die Datenbank nicht so fett bestückt.
Naja, mal sehen eventuell können nicht allzuviele potentielle Interessenten nach der Einstellung etwas damit anfangen, dann ist er eventuell in meinem Limit erhältlich.
Ich fürchte nur bei Elsaß werden mehrheitlich Sammler reinschauen, die auch was davon verstehen.

Mal sehen, wenn sich am Wochenende ein bischen Zeit ergibt, rufe ich Dich mal an.

Gruß
Gunther
01.08.14, 08:55:12

Fritz41

(Mitglied)

Hallo Xg1651,
Gratulation zu dem schönen Stück (sofern Du es behältst)
Schau mal in die Stempeldatenbank rein.. gib bei
Ortsname ohne Zusatz nur: Melun ein, das reicht schon.
Bei "Friedrich Spalink`s" Buch:
"Doppelporto und Doppelfrankierung 1870 bis 72" ist der Stempel "Void" in schwarz aber auch in blau zu finden, da ist von 300.- DM (1999) die Rede...
viele Grüße aus Rothenburg
Fritz41

02.08.14, 01:29:44

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von xg1651:
Naja, mal sehen eventuell können nicht allzuviele potentielle Interessenten nach der Einstellung etwas damit anfangen, dann ist er eventuell in meinem Limit erhältlich.
Ich fürchte nur bei Elsaß werden mehrheitlich Sammler reinschauen, die auch was davon verstehen.

Hallo Gunther,

Briefstückbewertung Schott 1972 170.- FF und ich habe geschrieben, heute 170.- Euros (was einen kleinen Tick mehr ist, als die im Spalink angesetzten DM 300.- aus 1999, wie uns Fritz41 berichtet). Die Briefstückbewertung steht für einen vollständigen Abschlag, der ja bei diesem gegeben ist.

Wenn Du das Briefstück bei ebay ab Euro 1.- einstellst, dann kann das ganz schön in die Hosen gehen und bringt dem Eigentümer vielleicht nur ein paar Euros ein, auch wenn Du dann die Chance hast, es für Dich zu ergattern.

Wenn das Briefstück in der Qualität einwandfrei ist, dann würde ich ein Auktionslos zu Ausruf Euro 60.- daraus machen. Es gibt zwar keine Garantie, dass es im ersten Anlauf versteigert wird, aber verschenken bzw. versenken auf ebay, kann man es dann immer noch.

Alternativ kannst Du es natürlich auch mit einem entspr. Preisansatz auf ebay im Auktionsformat versuchen (Festpreis empfehle ich nicht für Sachen, deren Wert, im Gegensatz zu Standartware, nicht exakt vorhersehbar ist) und wenn es nicht verkauft wird, im zweiten Anlauf auf Startpreis Euro 1.- heruntersetzen. So wirst Du zumindest den Interessen des Eigentümers gerecht und machst Dich nicht angreifbar, Deine eigenen Interessen im Auge gehabt zu haben.

MfG
Markus
02.08.14, 05:55:32

xg1651

(Mitglied)

Hallo Markus,

Für einen Euro biete ich grundsätzlich keine Sachen an, die ein vielfaches wert sind, das bin ich nicht nur dem Auftraggeber, sondern auch der Marke schuldig. Ich hatte auch so über 50 Euro Startpreis nachgedacht, aber noch ist es nicht so weit.
Momentan sind erstmal andere Gebiete, welche ich gerade durchgeackert habe dran.

Gruß Gunther
02.08.14, 09:17:47

MACKAS

(Mitglied)

geändert von: MACKAS - 25.06.20, 22:30:56

Hallo,

ich möchte einmal diese Briefvorderseite zur Diskussion stellen.

Wenn alles ok, wäre es eine sehr frühe Verwendung (-7/Oct/70) von Nancy nach Lunéville.

Was allerdings irritiert:

- Es scheint die Schrift über dem K2-Nancy zu liegen.
- Lunéville wurde ohne accent aigu geschrieben.
- Ich sehe keine Übergänge des franz.
Rautennummernstempels 2598 Nancy auf dem Brief (links).

Reine Occ.Briefe treffen noch nicht mein Brustschild-Doppelfrankatur-Thema, von daher ist das nicht mein Spezialgebiet.

Was ist davon zu halten, ich tendiere eher dazu, als ob auf den Brief montiert?!

Viele Grüße, Marcus




Dateianhang (verkleinert):

 Nancy - Lunéville.jpg (999.53 KByte | 15 mal heruntergeladen | 14.64 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Invers.jpg (174.13 KByte | 4 mal heruntergeladen | 696.5 KByte Traffic)

25.06.20, 22:24:03

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ein Punkt geht auf eine Zahnspitze über. Ob das Porto stimmen kann, schaue ich Morgen noch nach. Sieht aber eher echt aus. Ob Schrift oder Stempel oben liegen kann man oft nicht sicher sagen und die Ansicht kann täuschen.

Papier und durch Tinte beschriftetes Papier nehmen Stempelfarbe unterschiedlich auf.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
27.06.20, 00:35:56

MACKAS

(Mitglied)

geändert von: MACKAS - 27.06.20, 01:29:47

Hallo Jürgen,

ich hätte nichts dagegen, wenn die Briefvorderseite echt wäre. lachen

Das Ganze stammt aus einem E/L (1 Albumseite) Lot, dass einmal in einer Brustschildsammlung lag, die ich vor knapp 20 Jahren bei Steltzer erworben hatte.
Die Occ.Marken als Einzelmarken habe ich bisher immer etwas stiefmütterlich behandelt.

Misstrauisch war ich, da ich aus diesen Lot bisher schon zwei eindeutige Stempelfälschungen gezogen habe.
(Neben vielen echten Briefstücken allerdings)

Philatelistisch würde mich neben der Echtheit auch ein paar Dinge interessieren, die ich auf die Schnelle mit meiner Literatur nicht klären konnte.

- Nancy und Lunéville gehörten ja zu dem Teil, der nicht in das spätere Reichsland E/L eingeliedert wurde.
Wie war hier der Portosatz für einen normalen Brief.

- Gab es eine Vorschrift, wie in dieser Periode die Occ-Marken zu entwerten waren? Also Ortsstempel (R-oder K-Form) oder Rautennummernstempel (oder beliebig)?
Denn auf den reinen Occ-Frankaturen finde ich (fast) keine
Entwertungen durch die Rautennummernstempel.

- Hat jemand aus der ARGE eine Liste mit den Frühdaten
der MiNr. 1-7 ?

Viele Wissenslücken, die beseitigt werden möchten.

Gruss,

Marcus

27.06.20, 01:22:33
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