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admin-b

(Administrator)

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13.11.14, 09:39:31

Magdeburger

(Mitglied)

Hallo Markus

es ist richtig, dass jedes Paket einzeln berechnet werden mußte. Der Mindestfahrposttarif war auch die doppelt Brieftaxe.

Mit Hilfe der Taxquadratzahlen ergeben sich auch 5 Meilen.

Die Berechnung für die beiden Pakete ist somit:

Paket 1:
15 Pfund * 1,5 Pfennige * 1. ( 0 - 5 Meilen ) = 22,5 Pfennige / 12 = 1 Sgr 11 Pfennige -> aufzurunden auf 2 Sgr.

Paket 2:
6 Pfund`* 1,5 Pfennige * 1 ( 0 - 5 Meilen ) = 9 Pfennige.

Nach Gewicht ergibt sich somit 2 3/4 Sgr. -> frankiert mit 4 Sgr.

Etwa ab Mitte 1862 dürfte in Halle die direkte Paketbestellung 1 Sgr. gekostet haben - unterstellt sie gab es.

M.E. galt hier die Addition der Gewichtstaxen und wenn diese Gesamtsumme insgesamt kleiner als der Mindestfahrposttarif war, galt dieser. Hier in diesem Bsp. war der Mindestfahrposttarif 2 Sgr. und nicht 4 Sgr.

Gegensätzliches habe ich bisher nicht gefunden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

P.S. Leider besitze ich keine PBB ab 1852 mit mehreren Paketen, welche zu taxieren waren.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

13.11.14, 14:27:39

roteratte48

(Mitglied)

geändert von: roteratte48 - 02.03.15, 15:36:44

..auch ich würde hier gerne etwas zur Portoberechnung erfragen - und zwar zum nachfolgend abgebildeten, leider etwas fleckigem Paketbegleitbrief aus Berncastel. Im Mai 1872 wurde hier ein "..Kistchen Weinproben" im Gewicht von 16 Pfund 200 g nach Solingen verschickt; wie setzte sich das Porto für Brief resp. Paket zusammen? Interessant noch zwei kleine Besonderheiten - zum einen der Aufbrauch eines Paketzettels aus Osann (..winziger Postort nahe Berncastel), der mit dem Innendienst-L1 von Berncastel überstempelt wurde; zum andern, daß Solingen zweimal stempelte, mit verschiedenen Stempelgeräten.. vs. mit K2, rs. mit Hufeisenstpl. Spalink 34-1.
Grüße ins Forum - Rolf
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02.03.15, 15:34:39

Magdeburger

(Mitglied)

Hallo Rolf

es ist schon die Zeit des Deutschen Reiches. Die Gebühren dürften hier noch die des Norddeutschen Bundes sein.
Entfernung Berncastel -> Solingen ca. 18,5 Meilen - dies entspricht der Progressionsstufe 4.

Nach Gewicht ergibt sich mit 2 Pfennige je angefangenes Pfund * Progressionsstufe somit 2 Pfennige * 17 Pfund * 4.PS = 136 Pfennige = 11 Sgr. 4 Pfennige, was auf 11 1/2 Sgr. aufzurunden war.

Siegelseitiug wurde der Eingang bestätigt - vorderseitig die Ausgabe des Paketes. Dies erklärt auch die beiden unterschiedlichen Stempel von Solingen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
02.03.15, 16:04:14

roteratte48

(Mitglied)

Hallo Ulf

einmal mehr kompetente Erläuterungen von Dir zu meinen Fragen - hab herzlichen Dank für Zeit und Mühe..!

Liebe Grüße - Rolf
02.03.15, 16:27:25

Klesammler

(Mitglied)

Hallo zusammen,

wer kann mir diese Ganzsache als Paketbegleitbrief erklären? Das Päckchen hatte ein Gewicht von 3 Pfd.
Die Ganzsache nach Berlin war mit 2 Sgr. schon als einfacher Brief meines Wissens nach unterfrankiert.
Gestempelt wurde mit dem K2 m.J. von Wesel. Auf der Rückseite wurden 4 Sgr. nachgeklebt und 9 Tage später mit einem R2 Wesel entwertet. Wurde der Brief zurückgegeben und so viel später erneut zur Post gegeben?

Auf Antworten freut sich

Dieter
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30.04.19, 16:58:46

lehrling

(Mitglied)

Zitat von Klesammler:
Auf der Rückseite wurden 4 Sgr. nachgeklebt und 9 Tage später mit einem R2 Wesel entwertet. Wurde der Brief zurückgegeben und so viel später erneut zur Post gegeben?


Hallo Dieter,
so sehe ich das auch, Rückgabe mit Nachfrankatur.
Tarif war 10. Entfernungsstufe (60-70Meilen) -> 20 Pf/Pfund
Für 3 Pfund also 60 Pf = 5 Sgr, aber Mindesttarif für über 50 Meilen -> 6 Sgr.

Gruß lehrling
30.04.19, 17:24:06
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