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stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Stormarner,

Vorstellung und Realität, können manchmal durchaus voneinander abweichen. Selbst hatte ich z.B. eher die Vorstellung gehabt, dass Schwerin eine Stadt war, in der zuerst die Russen und nicht die Amerikaner eintrafen. Hatte mich damit aber noch nie im Detail beschäftigt und bei einer entspr. Rätselfrage hätte ich falsch von der späteren Entwicklung abgeleitet.

Leider kann ich weder auf Philasearch, ebay oder Delcampe einen frankierten Beleg aus dem Jahre 1945, der in Ahrensburg, Schmalenbeck oder Stormarn abgesendet wurde, finden.

Das ein Postbeamter in Schmalenbeck "ungültige" Marken abstempelte, kann ich mir nur wieder schwerlich vorstellen.

Ab welchen Datum sind AM-Post-Belege aus diesen Orten bekannt? Kannst Du uns einen möglichst "unverfänglichen" AM-Post-Beleg aus 1945 zeigen? Vielleicht kommen wir dann ein Stück weiter und ich könnte vielleicht die von mir aufgeworfene Frage beerdigen?

"Nur ein Kuriosum, welches nicht geprüft wird?"
Deine Frage kann ich Dir nicht beantworten, da ich nicht der Prüfer für dieses Gebiet bin. Selbst habe ich nur eine Frage aufgeworfen, die Du bisher auch nicht konkret mit "Beweisen" beantwortet hast. Daher wäre es doch ganz einfach ratsam, wenn keine sonstigen frankierten Belege aus den Orten wie zuvor beschrieben zeigbar sein sollten, bei Herrn Kramp nachzufragen. Sollte Herr Kramp Deine Vorstellung bestätigen, dann ist widerum ein anderer Prüfer gefragt, um eine zeitgerechte Fremdentwertung zu prüfen. Liegt eine solche vor, jedoch eine Beförderung nicht nachweisbar, dann wird es dann wohl auch wieder ein Satz mit "x".

Alleine aus Wissensdurst, halte ich im Moment meine Frage weiterhin aufrecht. freuen

MfG
Markus
12.01.17, 20:54:46

Stormarner

(Mitglied)

geändert von: Stormarner - 16.01.17, 01:57:58

Hallo Markus,

mein vom Datum her am dichtesten gelegener Beleg stammt vom 3.1.46. Weitere Belege vom Februar, März, April 46.

Aus 1945 habe ich nur einen Ahrensburg-Beleg mit "Gebühr bezahlt" und 2 Stempeln.

Gruss Hauke (Stormarner)
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12.01.17, 23:08:57

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Stormaner,

war mir schon klar, dass die Fragen zu dem Beleg nur von Dir stammen können. Dies meine ich nicht negativ. Die Hoffnung, dass sich eine Vielzahl von Sammlern in postgeschichtlicher Art und Weise im Detail mit einem Sammelgebiet auseinandersetzen, stirbt dann immer zuletzt.

Auf Philasearch wird ein "Gebühr bezahlt"-Beleg aus Ahrensburg angeboten, der nach Meldorf befördert wurde und einen Ankunftsstempel vom 26.9.45 trägt.

Tja, bleibt abzuwarten, ob ein zweiter, mit Marken der OPD Schwerin frankierter Beleg aus Schmalenbeck oder Kreis Ahrensburg auftaucht.

AM-Post-Marken scheint es, nach der jetzigen Sichtweise, dort erst ab Januar 1946 gegeben haben.

Es bleibt ein bisschen spannend.

MfG
Markus
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15.01.17, 08:59:02

Stormarner

(Mitglied)

geändert von: Stormarner - 16.01.17, 01:57:07

Hallo Markus,

ich habe in den Tiefen des Forums gewühlt und folgende vielleicht hilfreiche Beiträge gefunden:
https://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=9407&

Sollten die Angaben stimmen, besonders der Beitrag vom 02.12.15, 8:44:50, steigt meine Hoffnung, das mein Beleg ein ganz normaler Bedarfsbrief ist.

Gruss Hauke (Stormarner)
16.01.17, 01:55:56

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Stormarner,

bisher war mir nur bekannt, dass die Ausgaben der OPD Erfurt, sprich Thüringen, in Hamburg Gültigkeit hatten. Davon kann ich zwar nichts im Michel-Spezial lesen, aber in Hamburg zeitgerecht entwertete Marken der OPD Erfurt, werden geprüft.

Ich habe mir jetzt noch einmal die Einleitungen, zu den Sammelgebieten "Sowjetische Zone" (Seite 117), "Mecklenburg-Vorpommern, OPD Schwerin" (Seite 118) und "Thüringen, OPD Erfurt" (Seite 164) durchgelesen. Es findet sich keinerlei Vermerk, bezüglich Gültigkeit der Ausgaben in Hamburg.

Wenn aber dennoch die Ausgaben der OPD Erfurt in Hamburg Gültigkeit hatten, dann hat sich dieser Sachverhalt bestimmt nicht nur auf das Stadtgebiet (solche Entwertungen kenne ich) sondern auf das gesamte Gebiet der RPD Hamburg bezogen.

Wenn dann auch die Ausgaben der OPD Schwerin dort Gültigkeit hatten, dann muß sich dies auch auf das gesamte Gebiet der RPD Hamburg bezogen haben.

Interessant wäre einmal zu erfahren, wo man das Nachlesen kann und worin sich dieser Sachverhalt begründet. Es müssen doch so etwas wie "Verträge" oder "Verordnungen" zur damaligen Zeit zu Grunde gelegen haben.

MfG
Markus
16.01.17, 06:55:17

Briefmarkentor

(Mitglied)

Ein Hallo an die Experten in diesem Forum,

wie beurteilt ihr die Echtheit des unten stehenden Beleges? Was mich verwirrt, ist das gemalte liegende rote Kreuz auf der Vorder- und Rückseite. Seit wann musste dieses auf Belegen mit der Zusatzleistung Eilzustellung aufgemalt werden?

Vorab schon einmal vielen Dank für die Hilfe.


Marko
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22.09.19, 19:54:03

iceland10

(Mitglied)

halte den Beleg für Echt, Zeitfenster passt für 35 Meilen Entfernung, Portogerecht 300 Pfennig Brief bis 20g und 300 Pfennig Ortsbestellung Eilboten.

Gruß
iceland10

http://www.kreisobersegmentstempel.de
23.09.19, 13:28:01

Briefmarkentor

(Mitglied)

Hallo iceland10,

herzlichen Dank für die Einschätzung. Ich wundere mich nur über das gemalte liegende rote Kreuz, welches ich bei der überwiegenden Mehrzahl der mir zugänglichen Belege aus dieser Zeit nicht wiederfinde.


Viele Grüße

Marko
25.09.19, 12:34:12

rizzo2105

(Mitglied)

Ich meine das rote Kreuz, war ein Zeichen der Eilzustellung.
25.09.19, 13:01:44

Briefmarkentor

(Mitglied)

In dem Buch "Deutsches Reich - Postgebührenkatalog 1923 bis 1945" schreibt der Autor Rainer E. Lütges auf der Seite 35, dass Eilsendungen ab dem 1. April 1926 mit einem liegenden roten Kreuz zu kennzeichnen waren (Amtsblatt 1926, 121).
25.09.19, 13:06:50
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