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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich möchte an dieser gut zu findenden Stelle, anfangen die Farbunterschiede der 10 Pf. Krone/Adler zu zeigen.

Wie bekannt, hängen die am Bildschirm sichtbaren Farben von vielen Faktoren ab. Ich sehe die Farben an einem Samsung HD-Fernsehgerät. Die haben einen größeren Farbraum als normale PC-Monitore und sind natürlich auch viel größer freuen

Die Scans sind mit einem Epson-Photo v600 gemacht. Der hat kleine Schwächen bei blauen Farben. Davon ist natürlich auch karmin (rot mit etwas blau) betroffen. Mit den Marken scanne ich die selbst gebastelte Kalibrierungskarte.

(Drucke dir einfach eine Bildschirmkopie dieser Seite aus: https://www.stampsx.com/ratgeber/kali-kart.php und scanne die mit. Ob die Farben so herauskommen ist dabei egal. Vielleicht kann ich solche Karten kalibrieren drucken und ein paar echte Markenfarben mit einbauen.)

Zu den Farben: wie man nach dem Betrachten aller Bilder feststellen kann, sind alle Werte BPP signiert. Dummerweise ist die letzte Marke signiert "a" "WIEGAND BPP". Das kann passieren. Es müssen ja oft größere Mengen farbsigniert werden und da kann schon einmal ein Stück auf den falschen Haufen geraten.

Was wir sehen, ist oben links eine ganz typische "a" in deutlichem Karminrosa. Daneben ist die korrekt als "c" signierte Marke aus der sogenannten "braunen Gruppe". Die Farben sehen eher so als, als wäre nicht blau, sondern braun dazu gemischt. Die beiden unteren Marken, also auch die fälschlich als "a" signierte (habe ich mit dickem Filzschreiber korrigiert), sind eindeutige "ca". Die Abgrenzung von "c" zu "ca" ist im Tageslicht die dunklere Farbe der "c". Unter UV-Licht kommt die "ca" deutlich heller, als im Tageslicht oder hier auf dem Scan. Die Marke rechts unten, auf dem grünlichen Briefstück, ist farbübersättigt gedruckt. Das sieht man besonders oben an der Marke. Dadurch wirkt die Farbe etwas dunkler, als auf der Marke links unten, die korrekt als "ca" signiert ist, aber durchaus deutlich heller, als die "c" oben drüber. Unter UV-Licht sehen die Marken unten auch gleich aus.

Gescannt habe ich ja mit der Kalibrierungskarte aus weißem Papier. Auch ohne dieses Hilfsmittel kommen bei Epsonscannern, die Farben natürlicher heraus, wenn man auf weiß statt auf schwarz scannt. Auf schwarz ist oft der Kontrast zu stark. Ich werde noch weitere Farben zeigen, jeweils mit einem der schon hier gezeigten Vergleichsstücke.

Hier schon einmal die Hauptverwendungszeiten der jeweiligen Auflagen, die ebenfalls eine Hilfe bei der Bestimmung sein können.

1. die Karmingruppe
"a" 1889/1890, rosarot bis lebhaftkarminrosa, UV-Licht: leuchtend karminrosa bis rot
"aa" 1889/1890, magenta, UV-Licht: dunkelkarmin
"d" 1894/1900, lebhaftlilarot, UV-Licht: rot
"da" 1895 und einige etwas früher und 1899/1900, rotkarmin, UV-Licht: dunkelrot
"db" 1899/1900, lilarot, UV-Licht: hellzinober

2. die Braungruppe
"b" 1890/1894, lebhaftrosarot, UV-Licht: braun
"ba" 1890/1891, lebhaftrosarot, UV-Licht: brünlichrot
"c" 1893/1894, rot bis karminrot, UV-Licht: ocker
"ca" 1893/1894, rot bis karminrot, UV-Licht: dunkelgelb
"e" 1899/1900, dunkelrosa bis dunkelrosarot, UV-Licht: lebhaftocker
"ea" 1899/1900, dunkelrosa bis dunkelrosarot, UV-Licht: gelblichorange


Scan mit Vergleichsfarben:


Die Farben in besserer Auflösung:


Die Rückseite, oh Schreck lass nach ...

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
28.06.15, 14:07:41

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier nun die Farben "a", "aa", "b" und "ba" der 10 Pf. Krone/Adler nebeneinander. Die Farbunterschiede sind gut zu sehen und auch die Einteilung in eine Karmingruppe und eine Braungruppe ist gut nachvollziehbar.

Bei Bedarf kann ich auch noch andere Kombinationen zeigen. Die noch fehlenden Farben kommen in Kürze.






J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
29.06.15, 15:22:11

tokahai

(Mitglied)

Hallo Jürgen, ich hatte mir vor einiger Zeit auch die Mühe gemacht alle Farben auf einem Bild zusammenzufassen. Vielleicht ist das Bild noch von Interesse. Die Farben sind bei gestempelten Exemplaren gut den Ausgabejahren zuzuordnen.Die Farben sind in der Reihenfolge wie im Michel angegeben gescannt. Manche Farben sind im Tageslicht kaum zu unterscheiden, wohl aber unter UV.

a, aa, b, ba
c, ca, d, da
db, e, ea
Dateianhang (verkleinert):

 47allefarbengroß.jpg (916.53 KByte | 458 mal heruntergeladen | 409.93 MByte Traffic)

29.06.15, 15:53:10

Latzi

(Mitglied)

Hilfe, immer diese Farbenprobleme.
Hat die Marke auf dem Belege irgendeine Chance auf aa. Ich habe meine einzige a-geprüfte Marke mitgescannt. Die aa fehlt mir noch und es wäre schön, sie einfach aus Zufall zu finden.

Schöne Grüße
Lars

PS: Die Probleme der Farbbestimmung am Scan sind mir grundsätzlich bewusst.
Dateianhang:

 img151.jpg (107.39 KByte | 15 mal heruntergeladen | 1.57 MByte Traffic)

26.03.16, 17:45:48

MACKAS

(Mitglied)

Vom Scan würd ich klar nein sagen.. der Blau(Lila) Anteil fehlt mir auf dem Scan für eine aa.

Gruss Marcus

26.03.16, 17:58:08

tokahai

(Mitglied)

Laut Scan eher nicht. Schau mal unter UV. Die aa ist viel dunkler. Der unterschied ist meist recht deutlich.
26.03.16, 17:59:40

systemerror2

(Mitglied)

geändert von: systemerror2 - 27.03.16, 15:35:44

aa ist wirklich magenta, einfach ab zu grenzen von die rest.
die farben von tohahai oben, die sind gerecht.
27.03.16, 15:32:53

zacke

(Mitglied)

geändert von: zacke - 29.05.16, 15:39:03

Morgen,

in einem alten Artikel der Deutsche Zeitung für Briefmarkenkunde" Nr. 7 aus dem Jahre 1974 wird die Nr. 47 in verschiedene Unterarten aufgegliedert.
Uter anderem in die Unterart a2. Dazu steht geschrieben:

Farbe bei Tageslicht: lilakarmin, unter der Quarzlampe: lilakarmin bis dunkellilakarmin. Erstag 29.11.1889 (Anmerkung meinerseits: Vorkommen 1889 und 1890.)

und weiter: .. Bei dieser Unterart handelt es sich im Rahmen der leuchtenden 10.Pf.-Marken um eine ebensolche Rarität, wie es die "weinrot" quarzende 50 Pf. unter den feuerroten 50-Pf.-Marken Nr. 50 a darstellt. Schon bei Tageslicht hebt sich die 47 a2 mit ihrem klaren Stich ins Lila von den anderen in diesem Zeitraum vorkommenden Farben deutlich ab und erst recht unter der Quarzlampe, wo man die Farbe unpräzise auch als "weinrot" bezeichnen könnte.Zur Seltenheit genügt es zu sagen, daß die Arbeitgemeinschaft in der Gesamtmenge des durchgesehenen Materials kaum 50 Stück der 47 a2 gefunden hat (Anmerkung meinerseits die ARGE hat über 100.000 Marken der Nr. 47 ausgewertet).

Wer kann was zur heutigen Einteilung der 47 a2 sagen.
Ist Sie wirklich so selten?
Wer kann Bilder einer 47 a2 zeigen?

Anbei zwei fragliche Marken aus meiner Sammlung.
Sowie Vergleich mit geprüften Marken der Farbe aa.
Erkennbar ist meiner Meinung nach der stärkere lila-Anteil bei den fraglichen Marken.
Dateianhang (verkleinert):

 Neues Bild (23).jpg (151.49 KByte | 14 mal heruntergeladen | 2.07 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

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Dateianhang (verkleinert):

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Dateianhang (verkleinert):

 Neues Bild (5).jpg (70.24 KByte | 4 mal heruntergeladen | 280.98 KByte Traffic)

30.04.16, 08:48:29

zacke

(Mitglied)

geändert von: zacke - 29.05.16, 15:38:29

Hallo,

nochmals zu den in der in der DBZ von 1974 beschriebenen Marken:
"Bei dieser Unterart handelt es sich im Rahmen der leuchtenden 10.Pf.-Marken um eine ebensolche Rarität, wie es die "weinrot" quarzende 50 Pf. unter den feuerroten 50-Pf.-Marken Nr. 50 a darstellt. Schon bei Tageslicht hebt sich die 47 a2 mit ihrem klaren Stich ins Lila von den anderen in diesem Zeitraum vorkommenden Farben deutlich ab und erst recht unter der Quarzlampe, wo man die Farbe unpräzise auch als "weinrot" bezeichnen könnte."

Anbei noch der Versuch eines UV-Fotos der im vorherigem Beitrag fraglichen Marken /zweite reihe marken 2 und 4). Bis auf die fraglichen 2 Marken, alle anderen als aa geprüft.

Grüße Steve
Dateianhang:

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Dateianhang (verkleinert):

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Dateianhang:

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28.05.16, 11:49:00

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

da man auf postfrischen Marken mehr Markenbild und ursprünglicheres Papier sieht, hier ein 2400dpi Scan der Farben:

b - ca - da - e - ea

Der Scan ist soweit komprimiert, dass er sich hier hochladen lässt. Trotzdem sind die Farben gut zu erkennen. Man kann eben auch schon Pigmentgrößen sehen.
Dateianhang (verkleinert):

 DR-47-b-ca-da-e-ea-17proz.jpg (1.19 MByte | 44 mal heruntergeladen | 52.18 MByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
28.05.16, 17:11:16
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