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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich wollte euch einmal diese Marke hier zeigen. Was ist davon zu halten?


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
24.07.15, 17:47:51

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

Mecklenburg Vorpommern ist ein Sammelgebiet, bei dem es neben relativ langweiligen Marken auf gefühlt 100 verschiedenen Papiersorten, eben auch diese interessanten Marken im Holzschnittlook gibt.

Dazu diverse wieder weiterverwendete Altstempel aus dem Deutschen Reich. Grund genug für mich, die bereits gezeigte Marke zu kaufen. Den Kreisbrückenstempel mit Gitterbogen oben und unten und Buchstaben "f" gibt es in der Stempeldatenbank zwar nur als falsch, aber der dort gezeigte Stempel ist eine Imitation und sieht auch am kleinen Bild klar erkennbar, nicht nach einem Abschlag von einem echten Gerät aus.

Die bei Delcampe angebotene Marke habe ich also gekauft. Im Titel steht:

Mecklenburg Vorpommern Michel No. 20 I gestempelt used

und die "Beschreibung" schreibt nichts zur Marke:
Versandkosten werden bei mehreren Artikeln nur einmal berechnet. Ab 20,-- Euro Warenwert wird nur per Übergabe-Einschreiben, Wertbrief oder Paket verschickt. Sie bekommen eine Mail mit allen Zahlungsdetails. Artikel können gesammelt werden. Der Versand erfolgt sofort nach Zahlungseingang.
Alle Artikel können in unserem Ladengeschäft angesehen und abgeholt werden.


Bei Delcampe 26.000, bei 100% positiv, Punkte möchte ich noch anmerken. Die Marke habe ich bekommen und neu gescannt. Hier ein etwa so großer Scan von mir. Wer hat eine Idee, was man zu der Marke alles sagen kann?


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
25.07.15, 14:21:53

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier noch ein Bild des Stempels in noch nicht aptiertem Zustand, mit zwei Sternen.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
25.07.15, 17:06:33

Klesammler

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

mir sind 2 Dinge aufgefallen: Der Abstand des 'A' im Ortsnamen ist anscheinend größer als im Bild von 1915. Weiterhin zeigt der Monat 2 verschiedene Typen der '1'. Das könnte allerdings auch einer Reparatur des KGS geschuldet sein.
Die Farbe des Stempels kommt mir sehr dunkel vor. Ich weiß allerdings nicht, was damals in der Gegend an Stempelfarbe genutzt wurde.

viele Grüße

Dieter
25.07.15, 17:23:35

Simrock

(Mitglied)

geändert von: Simrock - 25.07.15, 18:49:00

Wer kann einen Nebeneinder-Scann von:
a) hellbläulichgrün und
b) schwärzlichgelbsmaragdgrün
zeigen?
25.07.15, 18:42:12

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Simrock,

es geht rein um den angeblich echten Stempel, nicht um die Druckfarbe der Marke.

Der Falschstempel zeigt drei auffällige Merkmale, eins hat Dieter (Klesammler) schon genannt und zwar die viel zu tiefschwarze Stempelfarbe.

Gleichgeartete Stempelfälschungen findet man eigentlich eher im Bereich Altdeutschland. Mal sehen, wer drauf kommt.

MfG
Markus
25.07.15, 18:52:18

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

vielen Dank für die bisherigen Kommentare. Erst einmal zeigt die Marke selbst tatsächlich den "Plattenfehler" (eigentlich ein Feldmerkmal) Mi.-Nr. 20 I.

Zum Stempel ein besseres Bild unten. Die "Stempelfarbe" ist offensichtlich Tusche und auf Wasserbasis. Stempelölspuren gibt es keine.

Ich halte den Abschlag auch nicht von einem echten Gerät sondern von einer sehr guten Stempelimitation. Die Sehne oben links hat keine Verbindung zum Kreis, was vorkommen kann, aber nicht mehr in Verbindung mit den vielen kleinen Abweichungen zum Originalgerät. Auf dem Detailbild sieht man auch viele mitklischierte Quetschränder. Insgesamt wurden die gut beseitigt, finden sich aber in jedem Detail des Abschlags.

Der beste Gag kam aber erst, als ich unter UV-Licht sehen wollte, ob die Marke schon einmal gewaschen wurde. Das Papier reagiert ja dann bekanntlich bläulichgrauer, als bei ungewaschenen Papieren, die etwas gelblicher reagieren.

Was kam da wohl zum Vorschein?


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
26.07.15, 15:46:56

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von Klesammler:
Hallo Jürgen,

mir sind 2 Dinge aufgefallen: Der Abstand des 'A' im Ortsnamen ist anscheinend größer als im Bild von 1915. Weiterhin zeigt der Monat 2 verschiedene Typen der '1'. Das könnte allerdings auch einer Reparatur des KGS geschuldet sein.
Die Farbe des Stempels kommt mir sehr dunkel vor. Ich weiß allerdings nicht, was damals in der Gegend an Stempelfarbe genutzt wurde.

viele Grüße

Dieter



Hallo Dieter,

das stimmt. Das echte "A" ist einfach breiter. Achte einmal auf das "S". Das echte "S" ist runder. So weicht letztlich jedes Detail ab.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
26.07.15, 15:55:08

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier Abschläge aus WISMAR vom echten aptierten Gerät "a". Jeweils geprüft und signiert KRAMP BPP


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
26.07.15, 17:25:09

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier noch einmal zurück zu dem Falschstempel WISMAR. Dem Verkäufer hatte ich auch nach Erhalt der Fälschung geschrieben. Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Ich fühle mich betrogen, was dem Verkäufer wohl egal ist.

Letztlich hat die Fälschung nur Kasperlecharakter. Warum ist schnell gezeigt. Die graue, bereits einmal gewaschene Marke, klebt auf einem "Briefstück" aus fluoreszierendem Papier. Das gab es zu der Zeit aber noch nicht im Handel.

Wieder stellt sich die Frage, ob es Voraussetzung für Fälscher ist, dem Bildungsproletariat anzugehören. Zwingend ist es wohl nicht, aber gepaart mit Gewissenlosigkeit erleichtert fehlende Intelligenz eventuell das Fälscherleben.

Wie doof ist das denn?


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
03.08.15, 14:38:48
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