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Thema: Oldenburg MiNr. 10 a und 10 b, neue Erkenntnisse (https://www.stampsx.com/forum/topic.php?id=12601)


Geschrieben von: stampsteddy am: 27.11.20, 17:02:49
Zitat von guy69:
Ich habe versucht einen Überlagerungsscan deines "zu neuen Erkenntnisses Bildes" zu erstellen.

Das Ergebnis kann nunmehr diskutiert werden.


Ich hatte doch schon geschrieben, dass Du alle drei Markenfelder betrachten musst und sich immer bei einem Feld ein minimaler Unterschied ergibt.

Es ist aber auch völlig ohne Belang, siehe meinen letzten Beitrag. Der klar datierbare Beleg aus Oldenburg vom 23.9.1861, als auch der zuvor gezeigte, mit Ausgaben-Mischfrankatur MiNr. 6 und 10 b belegen, dass ich recht habe und ich kann die Argumentation noch weiter ausbauen.

Unwissenschaftliches Vorgehen musst Du aus bereits genannten Grund Paul Ohrt vorwerfen, aber nicht mir.

Beste Grüße
Markus


Geschrieben von: guy69 am: 27.11.20, 18:20:58
Ok. Oldenburg stell ich mal zurück.


Geschrieben von: mbehrends am: 27.11.20, 18:31:36
Zitat von stampsteddy:
[quote="guy69"]
Unwissenschaftliches Vorgehen musst Du aus bereits genannten Grund Paul Ohrt vorwerfen, aber nicht mir.

Beste Grüße
Markus


Nicht übertreiben.
Ich teile die Kritik betreffend der Systematik, die er zum Teil an den Tag legt. (Was zu Fehlern führen kann oder diese impliziert.)
Dennoch hat er eine Unmenge Informationen zusammengetragen, was schon an sich zu würdigen ist.
Deswegen fällt es mir zum Teil schwer, ihn zu lesen.
(Wenn´s dicke kommt, lese ich das dann nicht gerne, weil es "schwere Kost" ist und man letztlich alles auf den Prüfstand stellen muss, wenn man einmal nicht saubere Ausführungen entdeckt hat.)

Mach aber gerne mit dem Thema weiter,
da ich diesbezüglich unvoreingenommen bin
und es zumindest ein interessanter Ansatz ist.

MfG


Geschrieben von: stampsteddy am: 27.11.20, 23:31:49
Hallo,

selbstverständlich war Paul Ohrt seinerzeit ein großartiger Philatelist gewesen und viele können auch heute noch aus dem, was er verfasst hat, Kenntnisse ziehen.

Nur bei der III. Ausgabe von Oldenburg stimmt bereits die Verhältnismäßigkeit, in Bezug der aufgeführten Farbenvielfalt auf der einen und der damit verbundenen Seitenanzahl auf der anderen Seite, gegenüber den anderen Ausgaben nicht. Es fehlen bei der III. Ausgabe konkrete Angaben über exakte Bestell- oder Lieferdaten sowie Frühverwendungsdaten, zu den von Ihm dort aufgeführten Farben. Das ist auch insofern nachvollziehbar, dass Paul Ohrt keinesfalls auf die notwendige Menge an Material, die eine solche Ausarbeitung verlangt, damals hat zurückgreifen können. Viele der uns heute bekannten Belege schlummerten noch im Verborgenen und nicht auf jeden der damaligen Sammler bzw. deren Sammlungen konnte Paul Ohrt zurückgreifen.

Faktisch ist es aber auch so, dass sich die Anzahl der erhalten gebliebenen und auch zugleich datierbaren Belege, die von der III. Ausgabe bzw. aus dem konkreten Hauptverwendungszeitraum 1861/62/63 stammen, in Grenzen hält. Dagegen steht ein vielfaches von nicht datierbaren Belegen sowie losem Material, welches aufgrund seiner Undatierbarkeit, in Bezug einer Auflagenzuordnung, kaum Relevanz vorhält.

Üblicherweise wurde aber seinerzeit alles dass an Farben, was ein Verfasser gleichartiger Publikationen für relevant hielt, aufgeführt und der Versuch unternommen, zumeist mitels blumiger Farbbezeichnungen, dem Leser einen Eindruck von der Farbe zu erwecken. Leider wurden oder konnten zur damaligen Zeit noch keinerlei Farbabbildungen in der Art umgesetzt werden, dass man wirklich einen Eindruck davon erhalten konnte, was der Verfasser in der Tat darunter verstand. Selbst wenn ein Dritter glaubte oder auch heute noch glaubt, was genau zum Ausdruck gebracht werden sollte, so muß das noch lange nicht zutreffend sein und am Ende weiß dann keiner so recht, was eigentlich gemeint war und die vermeintliche Farbe kam erst gar nicht in die Katalogisierung eines Dritten oder ist zwichenzeitlich sogar wieder aus der Katalogisierung entfernt worden. Das zieht sich quasi durch alle deutschen klassischen Sammelgebiete.

Auch mit einer bescheidenen Anzahl, von Marken der MiNr. 10, kann ein Betrachter durchaus drei verschiedene Farbtöne entdecken. Ob die gefundenen Farbtöne dann widerum in der Tat solche sind, die eine Ohrt 10 a, b oder c entsprechen, steht dann wieder auf einem anderen Blatt! Auch dieser Sachverhalt zieht sich durch vielerlei Sammelgebiete. Oder anders ausgedrückt, welcher Sammler tut es sich schon an, gleich ein oder zwei Dutzend der Oldenburg MiNr. 10 zu beitzen bzw. besitzen zu wollen? Fast keiner und wenn es einer kann und möchte, dann mehr aus dem Blickwinkel eines Zgonc oder eines Eriwan.

Das ist dann aber auch gleichzeitig das Problem, wenn dann wirklich jemand kommt und aus eigenen Mitteln eine derartige Anzahl oder noch mehr aufzeigen kann oder könnte, aber dies mehr aus dem Aspekt der Forschung und Einteilung der Farben erwägt. Das ist dann ggf. zwar alles wunderbar darstellbar, aber wer kann und will das dann wirklich an einer oder drei Marken nachvollziehen bzw. wird er nur nachvollziehen können, wenn er selbigen technischen Aufwand betreibt wie der, der dazu in der Lage wäre.

Grundsätzlich ist es netürlich für bestimmte Kräfte viel einfacher denjenigen, der Klarheit und einen offenen Dialog über diverse Themen anstrebt, zu versuchen in Frage zu stellen und mit stetig wiederkehrender Leier als unglaubwürdig darzustellen. Leider geht von diesen Beitragerstellern in der Regel keinerlei Gedanke in dem Sinne aus, positiv gestimmt und konstruktiv an der Sache mitzuwirken, egal wie sie am Ende in der Tat ausgehen möge.

Beste Grüße
Markus


Geschrieben von: hhaltona am: 27.06.21, 01:54:36
Hallo an Alle

auch hier kann ich zwei 10 a frisch geprüft beitragen

Gruß Ernst
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